Das Feld ist bereitet für den wohl größten Erfolg in der Karriere von Luca Engstler. Mit der Poleposition (zehn Punkte) und einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg (25 Punkte) im viertletzten Rennen der Saison baute der 21-jährige Allgäuer seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der ADAC TCR Germany vor dem diesmal viertplatzierten Dominik Fugel (Honda Civic TCR) auf 86 Punkte aus und steht damit ganz dicht vor dem Gewinn der Meisterschaft.
„Es war ein sehr wichtiger Sieg, aber wir sind längst noch nicht so weit, dass wir uns zurücklehnen oder auch nur minimal nachlassen können. Das werde ich auch meinem Team sagen“, blieb Engstler auch nach seinem sechsten Saisonerfolg noch betont vorsichtig. „Aber wenn alles gut läuft, haben wir vielleicht morgen einen Grund, gemeinsam zu feiern.“
Engstler erwischte bei guten äußeren Bedingungen mit Sonnenschein einen idealen Start und verteidigte seine Führungsposition vor Jonas Karklys (Litauen, Nordpass-Hyundai) und seinem Marken- und Teamkollegen im Hyundai-Team Engstler, dem  Dänen Martin Andersen, erfolgreich. Im weiteren Rennverlauf setzte sich das Hyundai-Trio kontinuierlich von den Verfolgern ab.
Einziger Aufreger im Rennen war in der Schlussphase ein Kontakt zwischen Philipp Regensperger im Opel Astra TCR und dem VW Golf GTI TCR von René Kircher. Regensperger schied dabei mit einem abgerissenen linken Hinterrad aus. Kircher konnte das Rennen zwar fortsetzen, das Tempo der Konkurrenz mit seinem beschädigten Golf aber nicht mehr mitgehen.
Der vielleicht schon meisterschaftsentscheidende Sonntag beginnt um  9.00 Uhr mit dem zweiten Qualifying. Das Rennen beginnt um 13.20 Uhr und ist live bei TVNOW.de sowie auf adac.de/motorsport zu sehen.

Lamborghini kann noch gewinnen

Mirko Bortolotti/Marco Mapelli heißen die Sieger im ersten Rennen des ADAC GT Masters bei der drittletzten Veranstaltung des Jahres. Mit dem ersten Sieg der italienischen Marke beendete das Duo eine rund zweijährige Durststrecke für die italienische Marke in der Liga der Supersportwagen.
Die beiden Lamborghini-Werksfahrer siegten mit gerade einmal 0,521 Sekunden Vorsprung vor den Tabellenführern Ricardo Feller aus der Schweiz und dem Düsseldorfer Christopher Mies in einem Audi R8 des Teams Land-Motorsport. Rang drei ging an  Porsche-Werkspilot Mathieu Jaminet und Titelverteidiger Michael Ammermüller (SSR Performance). „Ich bin überglücklich. Auf den Sieg haben wir lange gewartet und endlich hat alles gepasst“, so Sieger Bortolotti. „Wir haben Charakter bewiesen und gezeigt, dass mit uns immer zu rechnen ist.“
Mirko Bortolotti und Marco Mapelli holen in Hockenheim den ersten Sieg für Lamborghini seit mehr als zwei Jahren.
Pole-Setter Bortolotti hatte einen optimalen Start und setzte sich bereits in der Startrunde mit seiner grünen Flunder von den Verfolgern ab, einen Umlauf später betrug sein Zeitpolster schon fast zwei Sekunden. Erst im Laufe seines Stints konnte Verfolger Ricardo Feller das Tempo des Spitzenreiters mitgehen und reduzierte bis zum Fahrerwechsel den Rückstand auf weniger als eine Sekunde. Nach den Pflichtboxenstopps blieb der italienische Supersportwagen, jetzt mit Marco Mapelli am Steuer, knapp vor Fellers Partner Christopher Mies vorn.
Zwei späte Safety-Car-Phasen schoben das Feld anschließend noch einmal zusammen und sorgten für eine packende Schlussphase. Mies probierte nach den Restarts mehrmals an Mapelli vorbeizukommen, musste sich am Ende aber knapp geschlagen geben. Dank seines insgesamt siebten Sieges im ADAC GT Masters wahrte Bortolotti als neuer Tabellenvierter seine Titelchancen. Für Teamkollege Mapelli, der sich erstmals in dieser Saison einen Lamborghini mit seinem Landsmann teilte, war es der zweite Sieg in der Rennserie.
Mies und Feller vergrößerten als Zweite mit ihrem fünften Podestplatz der Saison ihren Punktevorsprung in der Gesamtwertung von zwei auf nun elf Zähler. 84 Punkte werden bei den drei ausstehenden Rennen noch vergeben.

Ergebnis ADAC GT Masters Samstagrennen

1.Bortolotti/Mapelli (Lamborghini)
2.Feller/Mies (Audi)
3.Jaminet/Ammermüller (Porsche)
4.Stolz/Engel (Mercedes)
5.Marciello/Buhk (Mercedes)
6.Owega/Niederhauser (Audi)
7.Ineichen/Perera (Lamborghini)
8.Jahn/Fittje (Porsche)
9.Zimmermann/Sasse (Lamborghini)
10.Trefz/Haase (Audi)

Von

Thomas Arndt