Aston Martin DBX 707: Facelift und modernes Multimedia-System
Neues Multimedia-System für Aston Martins Super-SUV

Bei seinem erfolgreichsten Pferd im Stall zieht die britische Nobelmarke Aston Martin den Lidschatten nach. Der Super-SUV DBX 707 erhält ein moderates Facelift und ein neues Multimedia-System.
Bild: ©PhotoAndyMorgan
- Tomas Hirschberger
Traumwagen wie den Aston Martin DBX hätten Knirpse früher liebend gerne in ihrem Auto-Quartett gehabt. Acht Zylinder, 707 PS – erster Stecher! In den elitären Kreisen der saustarken Luxus-SUVs hat der Brite eigentlich nur den Lamborghini Urus (666 PS) oder den Ferrari Purosangue (725 PS) zu fürchten. Alle anderen sind nicht wirklich standesgemäß.
Für die Nobelmarke Aston Martin selbst ist der DBX längst eine Trumpfkarte, die das Überleben sichert. Über 50 Prozent der Verkäufe gehen aufs Konto des hochgelegten Kraftpakets, und – durchaus bemerkenswert – die Kunden werden immer jünger.
Aston Martin DBX 707: Moderates Facelift
Weil der Super-SUV nun schon über vier Jahre Gas gibt, war es Zeit für ein kleines Facelift – was ehrlich gesagt kaum mehr ist als das Nachziehen des Lidschattens. Größere Veränderungen schätzt die vermögende Kundschaft eher nicht. So folgt im Sommer nun ein Mini-Make-up außen und ein frisches Interieur innen. Das wars auch schon.

Bei seinem erfolgreichsten Pferd im Stall zieht die britische Nobelmarke Aston Martin den Lidschatten nach.
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Zum neuen Modelljahr fährt der mindestens 250.000 Euro teure DBX 707 künftig als Einzelkind vor. Der bürgerliche Einstiegs-DBX V8 stirbt den Heldentot, 90 Prozent der Käufer haben ohnehin das teure Topmodell bestellt. Geld spielt keine Rolex.
Die optischen Änderungen am sportlichen SUV-Körper werden nur echte Kenner bemerken. Dazu zählen Türgriffe, die beim Öffnen hervorspringen, ein neues Spiegeldesign, fünf neue Lackfarben sowie überarbeitete Räder.
Innen investierte das Luxus-Label deutlich mehr Arbeit und Geld. Eigentlich wurde in der Luxus-Lounge alles einmal angefasst und gestrafft, mit neuen Furnierblenden in den Vordertüren und neuen Materialien. Am meisten tat sich direkt am Arbeitsplatz. Aston Martin hat hier ordentlich entrümpelt. Die angestaubten runden Formen weichen zeitgemäßen, diagonalen Linien. Eingebettet in der Mitte des Cockpits sitzt nun ein komplett neues Infotainment-System, das nach und nach in alle Modelle einziehen wird.

Innen sticht das Facelift des DBX 707 deutlich mehr ins Auge.
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Ein Riesenschritt im Vergleich zum uralten Media-Kasten, den Aston Martin einst von Mercedes erbte. Besonders stolz sind die Briten darauf, dass sie das neue System komplett im Haus entwickelt haben, wobei sie Erfahrungen aus der Formel 1 nutzen konnten.
Multimedia-System mit Formel-1-Know-how
Dort muss der Pilot ja auch nicht ständig bei voller Fahrt punktgenau auf den Screen touchen. Mit 10,25 Zoll ist das Display schon mal nicht das Größte, zudem sind die Kacheln und Bedienfelder mini und in Bewegung nur schwer zu treffen. Sooo jung und zielsicher sind DBX-Fahrer nun auch nicht. Immerhin regelt man die wichtigsten Funktionen wie Klima, ESP, Spurhalter oder Fahrmodus weiterhin über metallische Drehwalzen und Tasten in der Mittelkonsole. Auch die Soundregelung der optionalen 1600 Watt Super-Surroundanlage vom Hi-Fi-Gourmet Bowers & Wilkins (Serie 800 Watt) ist hier beheimatet.
Der wahre Ohrenschmaus aber kommt weiterhin von hinten, aus den vier dicken Rohren, dessen Grollen sich per Taste in drei Stufen noch bassiger einstellen lässt. Sportsgeist ist im DBX so fest verankert, wie die Windsors im Buckingham Palace. Dafür sorgt schon der Gänsehaut-V8.

Der Vierliter-Biturbo des Aston Martin leistet 707 PS.
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Den Vierliter-Biturbo erwerben die Briten weiterhin von AMG und jazzen ihn mit viel Herzblut und Knowhow auf 707 PS und 900 Newtonmeter. Im Team mit der Neungang-Automatik lässt sich einiger Unsinn anstellen, was ziemlich schnell den Tank leert und noch schneller den Führerschein kosten kann.
Viel sportlicher und agiler lässt es sich im Hochparterre kaum fahren, wobei das Allradsystem im Modus Sport Plus komplett 100 Prozent der Power nach hinten leitet. Im Vergleich zu vielen Konkurrenten fühlt sich der Brite absolut gefühlsecht an und wird bei seinen sportlichen Aktivitäten von der Elektronik nicht über den Maßen geregelt.
Der 707 kann aber auch anders. Wenn nicht gerade die riesigen 23 Zöller wie auf dem Testwagen montiert sind, pflegt er – je nach Fahrprogramm – einen überraschend kultivierten Komfort, der auf Langstrecke nie nervt. Zwar hat Aston Martin das routiniert abgestimmte Adaptiv-Fahrwerk mit Luftfedern und aktiven Stabilisatoren noch einmal feinjustiert, das aber spüren am Steuer nur ganz sensible Herrschaften.

Für den Aston Martin DBX 707 werden mindestens 250.000 Euro fällig.
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Mit dem Thema Elektrifizierung hat diese Generation des DBX übrigens nichts mehr am Hut. Auch die Pläne für das erste E-Auto von Aston Martin, das eigentlich 2026 kommen sollte, liegen vorerst auf Eis. Die Nachfrage sei unter den Kunden eher mau, so hört man. Abgesegnet hat Aston-Boss Amadeo Felisa hingegen den Teilzeitstromer Valhalla, der Anfang 2025 in limitierter Kleinserie von 1000 Stück als Plug-In-Hybrid kommt. 1004 PS stehen dann im Fahrzeugschein des Supersportwagen, der knapp 900.000 Euro kosten dürfte. Ein klarer Kandidat für das nächste Auto-Quartett.
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