Audi A6 Avant/Mercedes E-Klasse T: Kombis im Test
Kaum Luft nach oben

Audis neuer A6 Avant und sein schärfster Konkurrent, das Mercedes E-Klasse T-Modell, markieren die Spitze deutscher Kombi-Kultur. Ein Vergleich der Luxuslaster mit Allrad und dickem Diesel.
Die Frage in diesem Vergleich: Kann der neue Audi A6 Avant das Mercedes T-Modell tatsächlich von der Spitze schubsen? Gerade als 350 CDI 4Matic, also als dicker Diesel mit Allradantrieb, lässt Big-T kaum noch Luft nach oben: 265 PS lassen sportliches Fahrvergnügen schon erahnen. Ohne Reue. Denn Mercedes verspricht zudem einen Mini-Verbrauch von 7,1 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Geht wirklich noch mehr in der Kombiklasse? Audi legt tatsächlich ein Pfund drauf: 313 PS leistet der Audi Avant 3.0 TDI quattro Tiptronic. Und auch im Drehmoment übertrumpft er den Mercedes: 650 zu 620 Newtonmeter. Und im Verbrauch soll der neue Avant den T sogar noch unterbieten: Nur 6,4 Liter verspricht die ECE-Norm für den Sechszylinder-Biturbo-Diesel.
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Unwiderstehlich: Beim Sprint auf Tempo 100 lässt der Audi dem Mercedes keine Chance.
Bild: Christian Bittmann
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Liegt satt, lenkt entspannt: Das Fahrwerk der E-Klasse ist etwas besser als das des Audi.
Bild: Christian Bittmann
Beide Kombis bieten jede Menge Komfort, Geräusche dringen allenfalls als diskretes Hintergrundsummen zum Fahrer durch. Die Passagiere fühlen sich in beiden Autos sehr gut aufgehoben, speziell Fahrer und Beifahrer thronen im Audi wie im Mercedes königlich. Im Gepäckabteil gibt es dagegen mehr als kleine Unterschiede. Zunächst passen 130 Liter weniger Ladung in den Audi. Dazu kommt: Die Rückbank im Mercedes klappt eleganter um: Auch ohne Fummelei an den hinteren Kopfstützen legt sich die Bank wie von unsichtbarer Hand geführt in die flache Ladestellung. So viel Komfort, Stil und Kraft lässt sich Mercedes bezahlen. Inklusive Automatik und Allradantrieb kostet das T-Modell 58.399 Euro. Viel Geld. Nicht genug, wenn man den getesteten A6 Avant 3.0 TDI quattro Tiptronic kaufen möchte. Mit den für unsere Testwertung entscheidenden Extras wie Luftfederung oder Dynamiklenkung kostet er mindestens 63.150 Euro. Und damit kann er den Mercedes nicht von der Spitze schubsen. Vier Punkte fehlen ihm am Ende zum Sieg.
Fazit
Viel weiter nach oben geht es – von superschnellen Sportvarianten mal abgesehen – wirklich nicht. Die starken Kombis von Audi und Mercedes bieten Platz satt, Leistung im Überfluss und Fahrkomfort in rauen Mengen. Wobei der stärkere Audi den aktiveren, fahrdynamischeren Part übernimmt, Mercedes mehr den Gelassenen gibt. Der niedrigere Preis des Mercedes und sein größerer Kofferraum führen ihn zum Sieg in diesem ersten Duell.
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