Deutsche Oberklasse mit E-Antrieb

Audi e-tron/Mercedes EQC/Porsche Taycan Cross Turismo: Test

Drei deutsche Tesla-Jäger im Vergleich

Auf leisen Sohlen pirschen sich die Deutschen an Tesla heran. Wir haben die drei Hoffnungsträger von Audi, Mercedes & Porsche exklusiv zusammengebracht.
Manchem Anfang wohnt ein Zauder inne. Mit einiger Verspätung starten die deutschen Autobauer das Tesla-Verfolgungsrennen. Viel zu spät oder gerade noch rechtzeitig? Wir werden es erst in einigen Jahren wissen. Noch wirkt es, als ob der Rückstand der Deutschen beim Thema Strom kaum noch aufzuholen ist. Während das Model 3 inzwischen das meistverkaufte Elektroauto der Welt ist (vor dem Nissan Leaf) und Tesla in den USA sogar deutlich mehr Autos absetzt als Mercedes, kommen unsere Vorzeige-Hersteller nur ganz langsam aus dem Quark.

Die deutschen Hersteller kommen erst 2019 auf den Markt

Drei Autos, zwei Konzepte: Audi und Mercedes setzten auf SUVs, Porsche bleibt gewohnt sportlich.

Audis e-tron verspätet sich und lässt noch bis Frühjahr 2019 auf sich warten. Mercedes und Porsche wollten mit ihren neuen Elektroautos eh erst ab Mitte 2019 starten. Vielleicht aber geht hier ja auch die alte Taktik von Volkswagen auf: spät in den Markt einsteigen – und dann mit dem besseren Produkt das Feld von hinten aufrollen. Erstmals haben wir die drei Hoffnungsträger zu einem gemeinsamen Ortstermin zusammengeholt: den blauen Audi e-tron, den silbernen Mercedes EQC und den weißgrauen Porsche Taycan Cross Turismo, der hier noch als Studie antritt und deswegen korrekt eigentlich auch den Namen der Studie tragen müsste: Mission E. Alle drei klingen beim Lossurren wie eine Hundertschaft Hornissen im Angriffsmodus. Es gibt in der Elektrowelt keinen Grund für einen Gangwechsel und somit kein Halten. Ohne Unterbrechung zieht das Trio von dannen. Halt, eine Ausnahme: Der 250 km/h schnelle Porsche legt bei Vollgas irgendwann den Zweiten ein, um das gestresste System zu entlasten.
Der Mercedes drosselt bei 180 Sachen die Energiezufuhr, Audi lässt den e-tron bis 200 km/h beschleunigen. So weit die Theorie. Auf der Autobahn plagt einen schnell das schlechte Gewissen beim allzu beherzten Tritt aufs Gaspedal. Wer will schon vorsätzlich kostbare Reichweite vergeuden, wenn man sich wenig später beim Nachladen mindestens 20 Minuten lang die Beine in den Bauch stehen muss? Eigentlich wären kleine und leichte Autos wie Smart oder Renault Zoe prädestiniert für den Batterieantrieb, aber richtig Geld verdient wird eben erst in der Oberklasse.
Alle Details zu unserer Ausfahrt mit den drei deutschen E-Auto-Hoffnungsträgern gibt es in der Bildergalerie.

Autor: Georg Kacher

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