Nach drei Jahren hat Audi den Q2 geliftet. Wie sich der Neue fährt, hat AUTO BILD jetzt getestet. Schon vor dem Einsteigen müssen wir aber über ein großes Manko des Q2 sprechen: den Preis. Unser Fotofahrzeug ist ein 35 TDI mit 150 PS, Siebengang-Doppelkupplung und Allrad und kostet in der Basis schon mal 34.313 Euro.Hier in der "Edition One" mit 19-Zöllern, Matrix-LED-Scheinwerfern und LED-Heckleuchten, Designfolie mit Q2-Logo und Dachkantenspoiler, den Ledersitzen, dem schwarzen Dachhimmel und dem Dreispeichen-Lederlenkrad. 7311 Euro will Audi für dieses Paket. Weil die Edition One nur mit dem S-line-Paket (36.946 Euro) lieferbar ist, packen wir mal kurz den Taschenrechner aus: Preis plus 7311 Euro plus Navi, Digital-Tacho und Metalliclack gleich 47.414 Euro. Das ist eine Hausnummer.

Sportlich-straff abgestimmt

Audi Q2 Facelift
Mit der Progressiv-Lenkung kann man den Q2 auf kurviger Piste locker und knackig einlenken.
Doch jetzt zum Fahreindruck. Mit seinen 150 Diesel-Pferdchen ist der Q2 schon mal nicht untermotorisiert, 360 Nm Drehmoment sorgen für so viel Punch, dass man glücklich ist, Traktion an allen vier Rädern zu haben. Den Q2 haben sie sportlich-straff abgestimmt, dazu passt die serienmäßige Progressiv-Lenkung, durch die man das Kompakt-SUV auf kurviger Piste locker und knackig einlenken kann, ihn zielgenau dirigieren kann. Wie gesagt: teuer, dieser Hobel. Aber auch spaßig.

Besser verarbeitet als der A3

Dazu nicht mal unvernünftig. Der Kofferraum ist mit 355 Litern okay, beim Fronttriebler mit 405 Litern sogar größer als beim A3 (380 Liter), vier Erwachsene reisen artgerecht. Die Kunststoffe, die Türverkleidungen, und das Cockpit fühlen sich besser an als beim aktuellen A3. Hinten sind sogar die Fußmatten auf der B-Seite perforiert, rutschen nicht derart rum wie beim viel teureren A4. Nur das Navi, das haben sie so gelassen, das sieht mit seinem Drehdrücksteller nicht nach über 2000 Euro Aufpreis aus, sondern nach dem Jahr 2016. Da könnte man durchaus mehr erwarten.