Audi Q3 (2023): SUV, Motoren, Plattform, Elektroauto, Marktstart, e-tron
Der Q3 wird neues Einstiegs-SUV bei Audi
Mehr Premium lautet die neue Audi-Devise – deshalb müssen A1 und Q2 gehen. Künftig wird der Q3 das Einstiegs-SUV, auch als Elektro-Version e-tron!
Bild: Larson
Der Countdown läuft. Noch gut 1000 Tage, dann will Audi keinen neuen Verbrenner mehr auf den Markt bringen – zumindest in Europa. Der ehrgeizige Plan sieht ab 2026 nur noch Elektromodelle vor, alle bis dahin eingeführten Diesel und Benziner sollen aber weiterlaufen; bis ihnen voraussichtlich 2035 die EU-Regelung zum Verbrennerverbot den Sprithahn abdreht.
Allerdings nimmt Audi nicht nur vom fossilen Treibstoff Abschied. Auch die Einstiegsmodelle A1 und Q2 stehen auf der Streichliste. Audi will sich auf das konzentrieren, was man am besten könne: Premiumfahrzeuge, die in ihrem Segment führend seien. Das ist der Kleinwagen mit Polo-Genen keinesfalls, die Verkaufszahlen liegen deutlich unter dem sechsstelligen Bereich.
Neuauflage des Q3 dürfte 2025 kommen
Künftig werden also A3 und Q3 den Einstieg in die Audi-Welt markieren. Der Kompakte fährt seit 2020 in der vierten Generation vor, turnusgemäß stünde der Nachfolger also 2027 an.
Audi will allerdings schon ein Jahr zuvor, 2026, eine elektrische Neuauflage des A3 bringen, die zunächst parallel zu den Verbrennern laufen soll. Die dafür geplante neue E-Basis, die Scalable Systems Platform (SSP) aus dem Volkswagenkonzern, wird aber nicht rechtzeitig fertig. Frühestens 2028, vielleicht auch erst 2030 ist mit der neuen Architektur zu rechnen.

Die Elektro-Version des neune Q3 könnte bereits den verbesserten Baukasten MEB Evo als Basis nutzen.
Bild: Larson
Der nächste A3 wird also eine überarbeitete Version des Modularen Elektro-Baukastens (MEB) nutzen, der heute schon in den ID.-Modellen aus Wolfsburg und unter anderem im Audi Q4 e-tron steckt. Der Q3 dagegen rollt schon seit 2018 vom Band, wäre also 2025 zur Ablösung bereit – im letzten Jahr, in dem die Ingolstädter noch konventionell angetriebene Modelle neu auflegen.
Auch konventionelle Antriebe sind denkbar
Setzt Audi hier also noch mal auf eine Verbrennergeneration? Denkbar! Die Basis ist vorhanden, die Muttermarke VW legt 2024 den Technikspender Tiguan noch einmal mit Benzinern und Dieseln auf. Den wird sich Audi schnappen, klassisch befeuert mit den Triebwerken aus dem großen Konzernregal, also Zweiliter-Selbstzünder und 1,5-Liter-Otto plus wahrscheinlich auch einem Plug-in-Hybrid. Aber: An einer E-Version müssen die Ingolstädter parallel arbeiten.
Mit fast 4,60 Metern ist der Q4 e-tron auf Dauer als Einstiegsmodell in die (E-)SUV-Welt eine Nummer zu groß, an einem Q3 e-tron mit knapp unter viereinhalb Metern und einem Preis von deutlich unter 50 000 Euro führt – Premiumdevise hin oder her – über kurz oder lang kein Weg vorbei. Zumal der Elektromarkt in den kommenden Jahren weiterhin schnell an Fahrt aufnehmen wird, die Ingolstädter sich in diesem Segment so schnell wie möglich ihr (großes) Kuchenstück sichern werden wollen.
Neuer E-Q3 könnte Evo-Variante des MEB-Baukastens nutzen
Hier spielt wieder der Konzern seine Stärke aus: Wie bei einer Verbrennerversion könnte Audi auch beim elektrischen Q3 aus dem Vollen schöpfen. Während der Q4 noch die erste Generation des E-Baukastens nutzt, würde der E-Q3, analog zum A3, die Evo-Variante als Basis nehmen.
Die mit milliardenschweren Investitionen modernisierte Plattform setzt unter anderem auf neue Batterien mit mehr Reichweite und kürzeren Ladezeiten bei gleichzeitig geringeren Kosten. Und auf deutlich bessere Software als heute. Die will derzeit nämlich nicht so recht zum Premiumanspruch der Ingolstädter passen.
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