Audi RS 6 GT (2024) ist streng limitiert
Alle Infos zum neuen Audi RS 6 GT
Audi RS 6 GT
Audi feiert den RS 6 mit einem Sondermodell, das es in sich hat. Zu den feinen Zutaten gehören Carbonteile, Gewindefahrwerk, Schalensitze und mehr. Erster Check!
Bild: AUTO BILD
Inhaltsverzeichnis
Mehr als nur Aufkleber und Limitierung: Audi geht beim RS 6 GT all-in und fährt für die Kleinserie richtig auf! Vor gut drei Jahren gaben die Ingolstädter anlässlich des 40. Jubiläums der quattro GmbH mit dem GTO Concept einen Ausblick auf eine Hardcore-Variante des RS 6. Jetzt ist der RS 6 GT da.
Gemessen an der wilden GTO-Studie wurde der RS 6 GT zwar entschärft, neben dem RS 6 performance wirkt er aber deutlich extremer und noch mal bulliger.
Das liegt nicht nur an der auffälligen Folierung, eine Hommage an den Audi 90 IMSA GTO, sondern vor allem an einigen neuen Bauteilen, die speziell für die Kleinserie designt wurden.
Auch wenn es womöglich erst auf den zweiten Blick auffällt: Die gesamte Front ist neu. Der Singleframe-Kühlergrill ist komplett geschwärzt und zwei Zentimeter flacher, wodurch der GT breiter wirkt. Fast schon unsichtbar sind die vertikalen Blades ganz außen in der Schürze sowie ein neues Lufteinlassgitter. Den Abschluss bildet eine neue Frontlippe.

Nettes Duo: Als Inspiration für den RS 6 GT wurde der legendäre Audi 90 IMSA GTO herangezogen.
Bild: AUDI AG
Richtig interessant wird es eine Etage höher, denn Audi spendiert dem RS 6 GT eine Carbon-Motorhaube. Nicht, dass das bei einem Leergewicht von 2075 Kilo (immerhin 15 Kilo weniger als ein RS 6 performance) einen riesigen Unterschied machen würde – aber es sieht gut aus, denn Audi lässt zwei Sichtcarbonstreifen unlackiert.
Auch die Kotflügel sind neu und bestehen aus dem teuren Werkstoff. Wer sich die Mühe macht und auf die Knie geht, kann in den Luftauslässen sogar die Carbonstruktur erspähen. Und funktional sind die Kotflügel auch, denn die Auszüge sollen für einen reduzierten Staudruck im Radkasten sorgen.
Keine Turbinenfelgen für den RS 6 GT
Ganz neu und exklusiv für das Sondermodell gibt es wuchtige 22-Zoll-Schmiedefelgen mit sechs Speichen (285/30 R 22). Für den GTO-Hommage-Look sind die Räder in Weiß bestellbar, allerdings nur in Kombination mit der Außenfarbe "Arkonaweiß" und der Folierung in "Audi Sport"-Farben.
Etwas dezenter zeigt sich das Folienpaket mit grauen Akzenten (erhältlich mit den Farben "Nardograu" oder "Mythosschwarz Metallic"). In diesem Fall sind die Felgen schwarz. Wer es unauffälliger mag, der kann den GT aber auch ganz ohne Aufkleber in den fünf Außenfarben "Arkonaweiß", "Nardograu", "Mythosschwarz Metallic", "Chronosgrau Metallic" und "Madeirabraun Metallic" ordern.

Der Doppelflügel wurde fast eins zu eins vom RS 6 GTO Concept übernommen. Die auffällige Folierung kann auch abbestellt werden.
Bild: AUDI AG
Serienmäßig sind Carbon-Einleger für den Seitenschweller und Spiegelkappen in Sichtcarbon. Eine Premiere beim RS 6 GT ist der Entfall der Dachreling. Klingt erstmal unspektakulär, macht live aber einen deutlichen Unterschied, denn dadurch wirkt die Silhouette des GT sportlicher und schnörkelloser.
Nach hinten läuft das Dach in einen Doppelflügel aus, der fast eins zu eins dem des GTO concept entspricht. Zudem wurde die Kofferraumklappe durch ein zusätzliches Element optisch abgesenkt. Der Diffusor fällt weniger geschwungen aus und besitzt einen mittigen Reflektor.
Die zwei ovalen Endrohre sitzen weiterhin außen, was eine kleine Enttäuschung ist. Die spektakulären Sidepipes des GTO Concept sind leider dem TÜV zum Opfer gefallen.
Auch im Innenraum mussten ein paar Kompromisse gemacht werden. Ein Familienkombi ohne Rückbank, dafür mit Vollkäfig und spärlichen Carbon-Schalensitzen wäre für die meisten Audi-Kunden vermutlich doch eine Spur zu extrem. So entschieden sich die Ingolstädter also dazu, den GT nicht seiner praktischen Fähigkeiten zu berauben und ihm im Interieur dennoch mehr Sportlichkeit und Exklusivität zu verleihen.

Für den GT gibt es eine Extraladung Dinamica und farbige Nähte. Das Highlight sind definitiv die RS-Schalensitze, die erstmals im RS 6 C8 angeboten werden.
Bild: AUDI AG
Gelungen ist das durch den großflächigen Einsatz von Dinamica (Alcantara darf man ja nicht mehr sagen) auf dem Armaturenbrett, den Türtafeln, dem Lenkrad, am Dachhimmel und sogar auf den Zierleisten, das stilsicher mit roter und kupferfarbener Naht abgesetzt wird.
Das eigentliche Highlight aber sind die RS-Schalensitze, die zwar aus anderen Modellen wie dem RS 3 bekannt sind, aber für den RS 6 GT speziell verfeinert wurden. Neben einem rot gesteppten Wabenmuster verfügen sie über RS-6-GT-Schriftzüge unterhalb der Kopfstützen.
Kaum zu glauben: Erstmals bietet Audi echte Schalensitze in einem RS 6 der C8-Generation an. Und die sind richtig gut, bieten viel Seitenhalt und trotzdem ordentlichen Restkomfort.
Abgerundet wird der qualitativ hervorragende Innenraum mit Sicherheitsgurten in "Karmesinrot" und einer fortlaufenden Nummerierung in der Mittelkonsole. Vom RS 6 GT sollen 660 Exemplare entstehen. Mir stellt sich die Frage: warum nicht teuflische 666 Stück?
Fährt Audi beim RS 6 GT auch in puncto Leistung richtig auf? Ernüchterung! Nicht falsch verstehen: Der Vierliter-V8-Biturbo mit 630 PS und 850 Nm Drehmoment ist ein toller Motor und bietet nicht mal ansatzweise Grund zur Beschwerde – wäre da nicht der RS 6 performance. Der hat exakt so viel Leistung wie der RS 6 GT.
Für ein solch exklusives und teures Sondermodell hätte Audi durchaus noch ein paar PS mehr aus dem V8 herauskitzeln können – 30 zum Beispiel, passend zur Stückzahl. Allein schon fürs Prestige und den Titel "stärkster RS 6"!

Das 2020 enthüllte RS 6 GTO Concept war noch extremer als der GT. Ohne Rückbank und mit Sidepipes aber zu extrem für den Straßenverkehr.
Bild: Audi AG
Aber das ist Meckern auf ganz hohem Niveau, denn die Fahrleistungen des 2075 Kilo schweren Avant sind schon auf dem Papier beeindruckend. Dank optimierter Schaltzeiten für die Achtgang-Automatik sprintet der GT in 3,3 Sekunden (RS 6 performance 3,4 Sekunden) auf 100 km/h sowie in 11,5 Sekunden (RS 6 performance 12,0 Sekunden) von 0 auf 200 km/h.
Schluss ist erst bei elektronisch begrenzten 305 km/h. Für eine ordentliche Verzögerung sorgt die bekannte Carbonkeramik-Bremse, die beim Sondermodell ohne Aufpreis an Bord ist.
Ein weiteres Schmankerl für die Fans ist das Fahrwerk. Serienmäßig und exklusiv kommt der RS 6 GT mit einem Gewindefahrwerk, das werksseitig zehn Millimeter tiefer ist und sich manuell einstellen lässt. Verbaut sind dreifach verstellbare Dämpfer und steifere Stabilisatoren (vorne 30 und hinten 80 Prozent). Audi verspricht weniger Wankbewegungen ohne Komforteinbußen.
Auf Wunsch ist der GT auch mit dem bekannten RS-Sportfahrwerk oder Luftfederung zu haben, was aber die Grundidee des Sondermodells verfehlt, wenn Sie mich fragen.

Die Sitzschalen sind in mattem Carbon ausgeführt. Bei diesem Anblick macht auch das Hintensitzen Spaß!
Bild: AUDI AG
Die aufwendige Produktion und die hochwertigen, speziell für das Sondermodell entworfenen Teile erklären auch den Preis. Der liegt bei 219.355 Euro, womit der GT etwa 85.000 Euro mehr kostet als ein RS 6 performance in der Basis. Audi geht all-in, auch beim Preis.
Diese Reise wurde unterstützt von Audi. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Service-Links




























