Aus Stahl, Alu oder geschmiedet – welche Felge hält dem Bordstein stand?
Vier Felgen gegen den Bordstein – eine zerbricht

Aus Stahl, Alu, geschmiedet und ein Notrad: Ein Video zeigt, was mit unterschiedlichen Felgen passiert, wenn man über einen Bordstein fährt!
Bild: Youtube/Garage 54
Inhaltsverzeichnis
Bordsteine gelten als Felgenkiller. Aber muss man sich wirklich von seinen Rädern verabschieden, wenn man über eine Bordsteinkante fährt? Dieser Frage sind die Youtuber von "Garage 54" in einem Video nachgegangen. Vier verschiedene Felgen mussten sich diesem besonderen Härtetest stellen: ein Stahl-, ein Alu-, ein Schmiede- sowie ein Notrad. (Zum Winterreifen-Test 225/55 R 18)
Für den Versuch werden die verschiedenen Räder vorn rechts an einen Lexus GS der zweiten Generation geschraubt. Mit 45 km/h, also fast Stadttempo, fährt der über zwei hintereinander gelegte Bordsteine. Für Autofans auf jeden Fall ein unangenehmer Anblick.
Unabhängig von der Felge zerstört der Crash mit dem Bordstein den Reifen. Optisch zeigen die Schmiederäder die geringsten Schäden. Deren Felgenhörner sind innen wie außen nach dem harten Kontakt mit der Steinkante nach innen eingedellt. Weitere Beschädigungen sind nicht mit dem bloßen Auge erkennbar.
Ziemlich ähnlich sieht es beim Stahl- und dem Notrad aus. Auch hier ist augenscheinlich lediglich das Felgenhorn nach innen verbogen. Allerdings stärker als beim Schmiederad.
Bleibt die Alufelge. Und die ist ein ganz besonderes Exemplar. Nach Angaben der Youtuber soll es sich um eine gefälschte Vossen-Felge aus China handeln. Und die hat dem Bordstein wenig entgegenzusetzen. Nach Überwinden des Bordsteins ist ein Klingeln zu hören: Sie ist gebrochen. An Felgenhorn und -bett fehlen Stücke.
Noch fataler sieht es hinten aus. Hier war die Fake-Felge während der Versuche mit den anderen Rädern im Einsatz und hat den Bordstein somit öfter überwunden. Hier sind noch größere Stücke herausgebrochen.
Technische Untersuchung fehlt
Gegen einen Bordstein bei 45 km/h hat kein Reifen eine Chance. Bei den Felgen zeigt sich ein Unterschied: Stahl, Schmiede und Notrad verbiegen sich, nur die mutmaßliche Fälschung bricht. Belastbar ist das nicht, weil die Youtuber nur nach sichtbaren Schäden geschaut haben. Ein Hinweis bleibt trotzdem: Wer den Look einer teuren Felge will, ohne den Preis zu zahlen, spart womöglich an der falschen Stelle.
Übrigens hat der Versuch nicht nur die Felgen zerstört: Die Bordsteine sind schon beim ersten Versuch gebrochen und lösen sich im Laufe des Videos immer weiter auf.
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