Normalerweise zieht es mich ins Einkaufszentrum, um zu shoppen. Heute allerdings bin ich hier, um Auto zu fahren. Das Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg-Poppenbüttel ist nämlich der zweite Stopp unserer Roadshow namens e-Motion Days mit VW. Auch hier lautet die Botschaft: E-Mobilität erlebbar machen – unkompliziert und für alle. Für mich als Novize die perfekte Gelegenheit, den Selbstversuch zu wagen. Denn bisher kenne ich E-Autos nur vom Beifahrersitz oder aus Testberichten. Die ewigen Diskussionen über Reichweite, Ladezeiten und den „fehlenden Sound“ hatten mich eher skeptisch gemacht. Doch die Neugier ist stärker. Also: nichts wie rein ins Auto!
Der VW ID.3 im Alstertaler-Einkaufszentrum
Der VW ID.3 macht auch im Einkaufszentrum eine gute Figur
Bild: Kim Goecks, AUTO BILD

Der erste Stromstoß: Rein in den ID.3

Für den Einstieg wird mir der ID.3 empfohlen – der kompakte Bruder des Golf, bekannt als wendiger Alleskönner. Beim Platz nehmen fällt mir sofort das Cockpit auf. Es wirkt aufgeräumt, fast schon minimalistisch. Statt Zündschlüssel: ein Startknopf. Statt Wählhebel: ein kleiner Drehknauf hinterm Lenkrad. Auf „D“ gestellt und … nichts. Kein Motorgeräusch, kein Vibrieren. Nur ein leises Surren und die Anzeige „Ready“.
Ich rolle vom Parkplatz, tippe vorsichtig das Strompedal an und bin baff. Kein Zögern, kein Turboloch. Der ID.3 schießt unmittelbar nach vorn, drückt mich sanft in den Sitz und gleitet flüsterleise durch den Stadtverkehr. Das fühlt sich leichtfüßig und direkt an, fast wie Go-Kart-Fahren. Aus Skepsis wird Begeisterung, aus Neugier ein breites Grinsen.

Der große Bruder: Umstieg in den ID.7

Nach der spritzigen Runde folgt der Umstieg in die fast fünf Meter lange Limousine ID.7 – und sofort wird klar: Hier beginnt eine andere Welt. Statt Go-Kart-Feeling nun Raumschiff-Atmosphäre. Innen empfängt mich ein hochwertiges Ambiente mit riesigem Touchscreen und Lounge-Charakter.
AUTO BILD Redakteur Etienne im VW ID.7 auf dem Parkplatz
Der ID.7 von VW gleicht von seiner Länge her eher einem Schiff
Bild: Kim Goecks, AUTO BILD
Auch auf der Straße zeigt der ID.7 sein eigenes Gesicht: Während der ID.3 zum Spielen und Flitzen einlädt, gleitet die Limousine souverän und gelassen dahin. Fahrbahnunebenheiten verschwinden unter ihm, die Kabine bleibt still wie ein abgeschirmter Raum. Der Antritt ist immer noch kraftvoll, wirkt aber gesetzter, erwachsener. Kein Sprinter – eher ein komfortabler Jet für die Langstrecke. Mit diesem Auto könnte ich mir problemlos eine Urlaubsfahrt vorstellen.

Fazit: Hat’s gefunkt?

Und wie! Natürlich beantwortet eine kurze Probefahrt nicht alle Fragen. Wie schlagen sich E-Autos im Winter? Wie aufwendig ist die Ladeplanung auf langen Reisen? Das bleibt offen. Aber die VW e-Motion Days haben bei mir etwas Entscheidendes erreicht: Sie haben die Faszination elektrischen Fahrens spürbar gemacht.
Gruppenfoto vom e-Motion Days Team
Das e-Motion Days Team beantwortet geduldig alle Fragen
Bild: Kim Goecks, AUTO BILD
Dieser unmittelbare Schub, die Ruhe an Bord – das ist mehr als nur Autofahren, das ist ein Erlebnis. Mein persönliches Fazit: Die Skepsis ist verschwunden, das Grinsen geblieben. Wer die Gelegenheit hat, sollte unbedingt eine Probefahrt machen. Denn eines steht fest: Man muss es selbst erfahren, um sich wirklich ein Urteil bilden zu können.