Das Auto von morgen sieht nicht aus wie ein Auto. Es ist großartig lackiert in einem strahlenden, gebrochenen Weiß. Räder? Fehlanzeige. Denn der Forvia Horizon ist ein sogenannter Demonstrator, der gar nicht fahren soll. Stattdessen zeigt das Showcar modernste Technik für außen und innen.
Gebaut hat es der Zulieferer Forvia in Hannover. Hier wird das Auto der Zukunft entwickelt – AUTO BILD durfte es exklusiv fotografieren und filmen. Ortstermin beim Forvia Technology & Customer Center.
Die Scheinwerfer im autoähnlichen Gefährt, das auch schon Star der CES in Las Vegas war, gleichen eher Lichtinstallationen als Autolampen. Die LEDs können alle Farben abbilden – ob das Orange eines Biers oder das Türkis eines autonom fahrenden Mercedes. Oder sie können Symbole auf die Straße projizieren. Das können auch Lichtpfeile beim Abbiegen sein. Die Innovation: Das Auto kommuniziert über Licht mit der Umwelt.

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Man merkt, dass die Lichtexperten von Hella mit von der Partie sind. Aber wer ist Forvia? Das Unternehmen entstand Anfang 2022, nachdem der Automobilzulieferer Faurecia die Mehrheitsanteile an Hella übernommen hatte. Unter neuem Namen mauserte sich das Unternehmen zum siebtgrößten Autozulieferer der Welt – ein Hidden Champion, den eher Insider kennen, der aber für die Autoindustrie von großer Bedeutung ist. Forvia entwickelt und baut an weltweit Dutzenden von Standorten Multimediatechnogien, Lichtsysteme, Sitze wie auch ganze Cockpits, die all diese Elemente miteinander verbinden.
Forvia-Demonstrator für das Cockpit der Zukunft
AUTO BILD-Redakteur Matthias Brügge macht die Sitzprobe im Forvia Horizon: "Der Demonstrator fühlt sich eher nach Science-Fiction als nach Auto an."
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Wie den Horizon: Tatsächlich fühlt sich dieser Demonstrator eher nach Science-Fiction als nach Auto an. Das zeigt sich beim Besuch im Entwicklungszentrum von Forvia, begleitet von Christian Neyrinck, Innovationsmanager bei Forvia. Hier ist Geheimhaltung angesagt, hier werden Verschwiegenheitsvereinbarungen unterschrieben und Handykameras abgeklebt. Hier zeigt der bahnbrechende Horizon den Stand der Technik von morgen. Hier durfte AUTO BILD exklusiv filmen.

Das Cockpit der Zukunft wird zum "dritten Platz"

Und in das Cockpit der Zukunft einsteigen. Mit aktuellen Autos hat der Horizon-Innenraum nichts gemein: Er ist aber Lounge und Kommandozentrale zugleich. Die Farbtöne sind hell, das Licht indirekt. Das Lenkrad gleicht eher dem Steuerhorn eines Flugzeugs, es ist als rechteckiger, nach oben geöffneter Ring geformt. Haben "Marvel"-Entwickler die Displays erdacht? Gibt es Rückspiegel? Ganz sicher nicht. Stattdessen erkennen clevere Sensoren, wenn der Fahrer draufschaut. Erst dann springt das Display an und zeigt das rückwärtige Kamerabild.
Das Cockpit der Zukunft von Forvia
Das Lenkrad gleicht eher dem Steuerhorn eines Flugzeugs. Sensoren erkennen, wenn der Fahrer aufs Display schaut.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD

"Informieren, ohne abzulenken"

Informieren ohne abzulenken, das ist das Prinzip. "Wir wollen die 'Mental Load' des Autofahrers reduzieren, hier kann man alle Systeme ausstellen, die man nicht braucht", verrät Forvia-Mann Christian Neyrinck. Entwickelt hat das Ganze eine Arbeitsgruppe mit dem Namen "Cockpit of the Future". Sie hat auch das Matrix-LED-Band erdacht, das unter der Frontscheibe sitzt. Es ist "Pillar-to-Pillar" angebracht, also zwischen den A-Säulen, und bildet alle nötigen Informationen ab. Auch das matt strahlende Underhead-Display über der Mittelkonsole sieht nach Science-Fiction aus, könnte aber schon morgen in neuen Autos verbaut werden.

Das Auto ist Lounge und Sitzungsraum zugleich

Dies ist weniger ein Auto als eine Lounge, die sich zum Arbeiten wie zum Gamen eignet. Kein Wunder, der Horizon ist nach dem "Third-Place"-Konzept gebaut: ein Aufenthaltsort, der dritte Ort nach Wohnstätte und Arbeitsort. Ein Raum für Bewegung, natürlich im autonomen Modus, wie auch für Sitzungen im Job.

Besonderen Wert legt Innovationsmanager Neyrinck auf die speziell entwickelten Sitze, der hier verwendete heißt "Supremo". Er erklärt: "Der Sitz hat eine Relax-Funktion, damit man am Steuer komfortabel sitzt, auch wenn man nicht fährt. Die Beweglichkeit im Auto nimmt stark zu, die Grenzen verschwimmen." Knackpunkt ist der Drehpunkt, wo die Sitzfläche auf die Lehne trifft, damit man bei Fahren wie auch beim Entspannen optimal sitzt.

Auto mit eigenem App-Store

Anders als bei aktuellen Fahrzeugen lassen sich die beiden Frontsitze sehr weit nach hinten schieben. Das macht sie ideal fürs Reisen wie auch für die Erholung. Sie gewährleisten bei beidem eine optimale Sitzposition. Ein horizontales Display kann in den Innenraum fahren, macht das Auto so zum mobilen Office. "Das Auto hat einen eigenen App Store", hebt Christian Neyrinck hervor. Und so ist in den Demonstrator auch die Meeting-Software Microsoft Teams integriert.
"Ein Jahr Arbeit" ist in das Technikwunder geflossen, verrät Forvia-Mann Neyrinck. Was der Horizon gekostet hat? Das ist schwer zu beziffern, erwidert er, schließlich ist das Showcar das Ergebnis einer intensiven Teamarbeit. Klar wird: Es wird einiges gekostet haben.
Nun sind die Autohersteller an der Reihe: Deren Entwickler können Lizenzen für die neuen Technologien erwerben. Und so könnten einzelne Innovationen aus dem Horizon in kommende Autos einziehen. Ihn selbst wird es als Auto so nicht geben. Doch der Besuch bei Forvia hat gezeigt: In Hannover wird das Auto der Zukunft gebaut.