Plagiate auf der Auto China 2019

Auto Shanghai 2019: Messe-Rundgang

Porsche, Audi, Ford - Kopien aus China

Chinas Autodesigner kreieren mittlerweile eigene Formen. Auf der Auto Shanghai 2019 sind dennoch jede Menge Plagiate zu finden. AUTO BILD zeigt sie.
Eine der Überraschungen auf der Auto Shanghai 2019 ist der chinesische Hersteller Novat. Der zeigt mit dem ME7 nicht nur ein sehenswertes Mittelklasse-SUV, sondern lässt seine Anhänger auch von einem viertürigen Luxus-Coupé träumen. Dass der Novat an Front, Heck und Seitenlinie die eine oder andere deutliche Ähnlichkeit zum Porsche Panamera aufweist, dürfte den meisten Messebesuchern dabei kaum verborgen bleiben. Audi, Ford und Porsche – AUTO BILD hat auf der China-Messe Ausschau nach Plagiaten gehalten.

Was GT3 heißt, ist nicht unbedingt Porsche

Deutliche Anleihen bei Porsche: Der Zedriv GT3 ist eine wenig gelungene Mischung aus 911 und Cayman.

Wie man die Zuffenhauser so richtig schlecht zitiert, zeigt Zedriv mit seinem elektrischen GT3, einer unförmigen Mischung aus verkleinertem Porsche 911 und geschrumpftem Cayman. Zumindest die Verantwortlichen von Zedriv recken den Daumen hoch – ansonsten darf man wenig Applaus für dieses Design erwarten. Das gilt auch für den BAIC BJ 80, der seit Jahren die ausgelaufene Mercedes G-Klasse mimt – mit überschaubarem Erfolg. Die Studie des Nio ET hingegen sieht prima aus: eine sportliche Coupé-Limousine, die es ohne Frage auch mit einem Tesla Model S oder einem Audi A7 aufnehmen kann. Aber Moment: Sieht der Nio ET dem Tesla Model S von vorne nicht etwas sehr ähnlich, und kommen am Heck nicht spontan Erinnerungen an dem Audi A7 auf?

Auch erfolglose Modelle werden in China gerne kopiert

Das ist kein Smart forfour. Den Designern des Ora R1 hat das Original offenbar sehr gut gefallen.

An einem anderen Stand lässt der Toyota Tundra freundlich grüßen. Auch wenn das japanische Full-Size-SUV in den Vereinigten Staaten meilenweit hinter der übermächtigen Konkurrenz von Ford F-150, Chevrolet Silverado und Dodge RAM hinterherfährt, scheint er dem chinesischen Autohersteller Haval sehr gut zu gefallen. Der auf der Auto Shanghai gezeigte Pick-up ist dem üppig dimensionierten Gegenüber auf dem US-Markt gerade von vorne wie aus dem Gesicht geschnitten. Aber es geht auch weniger mächtig: Der Smart forfour, aktuell noch produziert vom französischen Kooperationspartner Renault in Novo Mesto, ist auf vielen Märkten alles andere als ein Bestseller. Der Ora R1 jedoch beweist, dass zumindest das Design des viersitzigen Smart in China Liebhaber gefunden hat. Der Elektrokleinwagen mit 35 Kilowatt starkem Synchronmotor hat sich gerade bei der Seitenansicht und den Proportionen stark am forfour bedient.
In der optionalen Zweifarblackierung kann man sogar die nachempfundene Tridion-Sicherheitszelle erkennen. Das Gesicht allerdings dürfte von dem ein oder anderen japanischen Kei-Car stammen. Das Ganze gibt es auch noch eine Nummer kleiner, denn der Oshan E1 kann weder an Front und Heck, noch bei Abmessungen und Proportionen Ähnlichkeiten zum Smart fortwo verheimlichen. Auch in Köln sind die chinesischen Designer offenbar fündig geworden: Der Oshan GT SUV sieht dem auslaufenden Ford Kuga verdächtig ähnlich.

Plagiate auf der Auto China 2019

Oshan E1Zedriv GT3

Autor: Stefan Grundhoff

Anzeige

Automarkt

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.