Entladene Autobatterien sind in Deutschland nach wie vor die Pannenursache Nummer eins. Deswegen sollten Autofahrer ihre Batterie mit einem Ladegerät pflegen und regelmäßig nachladen. Das ist nicht nur im Winter sinnvoll, wenn kalte Temperaturen und viele Verbraucher wie Heckscheiben- und Sitzheizung der Autobatterie zu schaffen machen. Auch für kurzstreckengeplagte Wagen, bei denen die Lichtmaschine den Akku oft nicht ganz aufladen kann, ist regelmäßiges Nachladen empfehlenswert.
Ein anderer Grund ein Autobatterie-Ladegerät anzuschließen: Längere Standzeiten (z.B. im Winterlager). Kümmert man sich in dieser Zeit nicht um die Fahrzeugbatterie, verweigert das Auto beim nächsten Anlassen den Motorstart. Grund: Eine Fahrzeugbatterie entlädt sich langsam, und das sogar im abgeklemmten Zustand. Wer vorbeugen will, nimmt am besten ein Erhaltungsladegerät für die 230-Volt-Haushaltssteckdose und lässt die Batterie dauerhaft daran hängen. AUTO BILD hat zusammen mit der Prüforganisation KÜS und dem unabhängigen Testlabor Fakt acht Batterielader zu Preisen zwischen 20 und 90 Euro getestet. 
Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
CTEK CT5 Time To Go
80,74 EUR
sehr gut
2.
NOCO Genius 5
68,97 EUR
gut
3.
Bosch C3
42,20 EUR
gut
4.
Gysflash 6.12
74,76 EUR
gut
5.
Optimate 6
87,76 EUR
gut
6.
Eufab 16616
20,86 EUR
gut
7.
Norauto Essential
49,99 EUR
befriedigend
8.
Einhell CE-BC 6M
36,99 EUR
ausreichend

Sechs Autobatterie-Ladegeräte überzeugen im Test

Testsieger mit der Note "sehr gut" wurde das schwedische CTEK CT5 Time to go, als Schlusslicht bekam Einhells CE-BC 6M nur ein "ausreichend". Dazwischen lagen vier Ladegeräte mit der Note "gut", nämlich das Noco Genius 5, der Preis-Leistungs-Sieger Bosch C3, Gysflash 6.12 und Optimate 6. Als "noch gut" stuften die Tester das Ladegerät Eufab 16 616 ein. Das Norauto Essential erhielt die Note "befriedigend". Bei den Ladegeräten von Norauto, Eufab und Einhell bemängelten die Prüfer unter anderem, dass sich die Testbatterie in Kürze wieder entladen hatte, wenn das Ladegerät vom Stromnetz getrennt, aber weiterhin an der Batterie angeschlossen war. Der Kapazitätsverlust durch Rückstrom von der geladenen Batterie war dabei so groß, dass dafür keine beziehungsweise nur wenige Punkte gegeben werden konnten. Gut für vergessliche Autobesitzer: Alle Testgeräte waren auch in der Lage, selbst auf bis zu 4,5 Volt tiefentladene Batterien wiederzubeleben. Das kann passieren, wenn beispielsweise vergessen wurde, die Fahrzeugbeleuchtung auszuschalten, oder das Radio nicht automatisch ausgeht.

Fazit zum Ladegeräte-Test

Als Schrauber gibt es eine Basisausstattung für die Werkstatt, und dazu gehört ein gutes Batterieladegerät. Ich achte auf Qualität, denn der Test zeigt: die Leistungsunterschiede sind groß. Fehlt die Steckdose am Stellplatz, muss die Batterie raus und im Keller am Ladegerät überwintern.

Das beste Autobatterie-Ladegerät: CTEK CT5 Time to go

Testsieger mit der Bestnote "sehr gut" wurde das CTEK CT5 Time to go. Auch im Test 2018 konnte sich der schwedische Hersteller die Spitzenplatzierung sichern. Mit insgesamt 428 von 460 möglichen Punkten, erzielte es das beste Testergebnis. Im Kapitel Qualität räumte das CTEK die volle Punktzahl ab, beim Funktionsumfang ließ es nur einen Punkt liegen, und auch in den anderen Prüffeldern ist das Ladegerät vorne dabei. Plus: Durch die Regenerierungsstufe kann das CTEK CT5 Time to go bereits beschädigte Batterien im besten Fall durch gezielte Spannungsspitzen wieder auffrischen. Es übernimmt also eine ähnliche Funktion wie ein Batteriepulser
CTEK CT5 Time to go
CTEK
CT5 Time to Go
CTEK

sehr gut

  • Hohe Qualität
  • Großer Funktionsumfang
  • Einfache Bedienung
Preis 80,74 €

So haben AUTO BILD und KÜS getestet

Die Unterschiede zwischen den Ladegeräten ermittelten wir nicht am Auto, sondern im Labor. Der Vergleichbarkeit wegen ging es mit allen acht zu Fakt nach Heimertingen in Bayern, wo ein Prüfstand steht, an dem die Tests reproduzierbar durchgeführt und dokumentiert wurden. Die höchsten Punktzahlen gab es für die elektrischen Prüfungen, gefolgt von Funktionsumfang und der Qualität - schließlich soll ein Ladegerät den Job zuverlässig bei möglichst vielen Batterietypen erledigen. Beim Falltest galt es, einen Sturz aus einem Meter Höhe ohne Schäden zu überstehen. Beim Auflade-Test wurde jeweils eine um 25 Ah entladene Batterie wieder aufgeladen, wobei die Zeit gemessen wurde. Dabei wurden die Ladekurven ermittelt, die anliegenden Spannungen und der Stromfluss festgehalten. Um die vollen Punkte beim Funktionsumfang zu erhalten, mussten die Ladegeräte unterschiedliche Batterietypen erkennen und natürlich auch laden können.

Was für ein Autobatterie-Ladegerät ist das richtige?

Wirklich gute Autobatterie-Ladegeräte sollten bestimmte Funktionen bieten. Darauf wurde auch im Test viel Wert gelegt:
Ladeerhaltung: Besonderes Augenmerk legten die Experten der GTÜ auf das Lade- und Ladeerhaltungsverfahren. Maximal 50 der insgesamt 500 Wertungspunkte, mehr als bei jeder anderen Einzeldisziplin, gab es zu verdienen. Volle Punktzahl schafften hier CTEK und Dino, die unterschiedliche Batterietypen von Nass- über Gel- bis AGM-Akkus besonders schonend aufladen und im Zusammenspiel von Nach- und Erhaltungsladung auch über lange Zeiträume bei optimaler Leistungsfähigkeit halten können.
Ladespannung: Universell einsetzbare Ladegeräte sollten sich nicht nur hinsichtlich der Ladekennlinie unterschiedlichen Batterietypen optimal anpassen, sondern sich auch dafür eignen, neuere Akkus mit moderner Glasfaservlies-Technik (AGM) wirklich voll aufzuladen. Dazu braucht es eine wahlweise erhöhte Ladespannung von bis zu 14,7 Volt. Alle "sehr empfehlenswerten" Geräte können das.
Regenerierungsfunktion: CTEK und Dino bieten zudem noch eine spezielle Regenerierungsfunktion, mit der sie bereits angeschlagene Batterien unter Umständen noch mal zu neuer Leistung verhelfen können. Dabei wird über eine zeitlich begrenzte Spannungserhöhung von maximal 15,8 Volt die Batterie kurzfristig zum Gasen gebracht. Auf diese Weise kann bei Nassbatterien eine mögliche Säureschichtung aufgehoben werden. Fast alle Testgeräte waren auch in der Lage, selbst auf bis zu 3 Volt tiefentladene Batterien wiederzubeleben. Nur bei Pearl und Dino lagen diese Grenzen etwas höher, nämlich bei 4,5 und 6 Volt.

Wie schließt man das Ladegerät richtig an?

1. Autobatterie abklemmen: Schwarzes Kabel vom Minuspol, rotes Kabel vom Pluspol entfernen.
2. Batterie überprüfen: Die meisten Batterien haben Luftlöcher für austretende Gase; überprüfen, dass sie frei sind. Batterie ggf. ausbauen.
3. Ladegerät anschließen: Das Ladegerät noch nicht unter Strom setzen. Rote Klemme am Plus-, schwarze Klemme am Minuspol anschließen.
4. Ladevorgang starten: Ladegerät in die Steckdose einstecken und anschalten. Der Ladevorgang startet.
5. Akku voll: Moderne Ladegeräte erkennen eine volle Batterie automatisch und schalten dann ab. Bei älteren Geräten muss zwischendurch ein Blick auf die Anzeige geworfen werden.

Was kostet ein Autobatterie-Ladegerät?

Der AUTO BILD-Test hat gezeigt: Ein gutes Ladegerät für die Autobatterie muss nicht teuer sein. Schon für 40 Euro gibt es gute Ladegeräte wie das Dino-Ladegerät, das im Test den Preis-Leistungssieg geholt hat. Für die besten Ladegeräte im Test stehen 80 bis 90 Euro auf dem Etikett. Von Billig-Produkten um 20 Euro hält man sich aber lieber fern. Im Test gab es hier vor allem Probleme mit Rückströmen: Bei den vier "bedingt empfehlenswerten Ladegeräten" bemängelten die GTÜ-Prüfer unter anderem, dass sich die Testbatterie in Kürze wieder entladen hatte, wenn das Ladegerät vom Stromnetz getrennt, aber weiterhin an der Batterie angeschlossen war. Der Kapazitätsverlust durch Rückstrom von der geladenen Batterie war dabei so groß, dass dafür keine Punkte mehr gegeben werden konnten.