Autodiebe nutzen Babyfon-Frequenzen
Ganoven funken dazwischen

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Die Düsseldorfer Polizei jagt Autodiebe, die mit einer besonders raffinierten Masche das Abschließen von Türen verhindern. Ihre Geräte: Babyfone und Walkie-Talkies.
Mit umgebauten Babyfonen oder Walkie-Talkies knacken Kriminelle in Düsseldorf Autos. Vorher bauen sie die Geräte so um, dass sie die Frequenzen von Funkschlüsseln stören oder überlagern können. Die Diebe funken vor allem auf Parkplätzen dazwischen, sodass die angegriffenen Fahrzeuge geöffnet bleiben. Die Besitzer glauben dagegen, abgeschlossen zu haben, und lassen ihren Wagen zurück.
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Jürgen Franke, Leiter des Kommissariats für Kfz-Delikte bei der Düsseldorfer Kripo, sagte: "Wir kennen das Phänomen und reagieren bereits mit besonderen Maßnahmen darauf." In Düsseldorfs Innenstadt erwischte die Polizei mehrere Störfunker, ein anderer war auf dem Parkplatz eines Golfclubs aktiv. Die Polizei rät, unbedingt zu kontrollieren, ob das Fahrzeug abgeschlossen ist.Unterdessen hat VW der Uni Birmingham (England) verboten, Programme zum Knacken von Wegfahrsperren zu veröffentlichen. Die Wissenschaftler hatten Schwachstellen in einem Chip aufgedeckt und wollten ihre Ergebnisse detailliert publizieren. "Das hätte das Eigentum von vielen Millionen Autobesitzern betroffen", begründet VW-Sprecher Harthmuth Hoffmann das Vorgehen seines Konzerns.
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