Polizei Kontrolleinsatz in Dortmund

Autoposer trotz Corona: Tuning, Blech-Tinder, Raser

Polizei nimmt in Dortmund Autoposer beim "Blech-Tindern" hoch

In Dortmund verstießen Autoposer und Raser auch noch gegen die Corona-Verordnung: Bei einer Aktion der Polizei NRW wurden 181 Raser gestellt!
In Zeiten des Coronavirus sind Autoposer weiter aktiv – und sie haben trotz Versammlungsbeschränkungen eine neue Art gefunden, sich zu treffen. Beim "Blech-Tindern" (das Wort setzt sich zusammen aus Autoblech und dem Namen einer Dating-App) kamen am vergangenen Wochenende Blechliebhaber in Dortmund zusammen. Die Aktion rief am Samstag (16. Januar 2021) die Dortmunder Polizei auf den Plan, die in einem Sondereinsatz im Kampf gegen Raser, Poser und die illegale Tuningszene in der Innenstadt mehrere Kontrollpunkte installierte. Ergebnis: 218 Fahrzeuge wurden kontrolliert, darunter ein BMW X4, aber auch hochmotorisierte Audi und Mercedes aus dem ganzen Ruhrgebiet!
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Besonders gravierend in Corona-Zeiten: Die Polizei NRW stellte bei den Poser-Kontrollen 29 Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung fest. Dabei wurde entweder gegen das Versammlungsverbot verstoßen, oder der nötige Mund-Nasenschutz wurde nicht getragen.

Anwohner beschweren sich über Lärm 

In den vergangenen Wochen hatten sich Beschwerden der Anwohner wegen Lärmbelästigungen in der Dortmunder Innenstadt gehäuft. Gegen die betreffenden Personen wurde Anzeige erstattet, es ergingen 57 Platzverweise. Bei drei Fahrern wurden wegen Verdachts auf die Einnahme von Drogen Blutproben genommen. Insgesamt kontrollierte die Polizei 373 Personen. Bei den Kontrolleinsätzen schaute auch der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) vorbei. Er lobte die Beamten: "Was die Dortmunder Polizei hier macht, kann sich wirklich sehen lassen und es geht auch nur so." Hier der Post der Polizei Dortmund:

Intensive Facebook-Diskussion über Autoposer

Bei heftigem Schneefall baute die Polizei Samstagnacht eine ganze Reihe Kontrollposten in Dortmund auf.

©Polizeipräsidium Dortmund

Die Aktion wurden von Nutzern auf Facebook intensiv begleitet, Nutzer wiesen die Polizei auf weitere Standorte hin, an denen ihrer Beobachtung zufolge Poser unterwegs waren. Immerhin scheint die neue Aktion der Polizei gegen Autoposer erste Früchte zu tragen: Es kamen laut Polizei deutlich weniger Szenemitglieder in die Dortmunder Innenstadt. Die Einsatzleiterin der Dortmunder Polizei, Polizeirätin Stephanie Luzemann, stellt klar: "Der öffentliche Straßenverkehr ist kein Event- und Erlebnisraum." Bei der Aktion konnten in ganz Dortmund 181 Raser gestellt werden – und ein Beteiligter an einer Verkehrsunfallflucht.

Fotos: Polizeipräsidium Dortmund

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