Im Winter wird nicht nur Menschen kalt, sondern auch Akkus. So erklärt sich, dass die Batterien von Elektroautos bei Kälte – aber auch die von Mobiltelefonen oder Laptops – weniger Energie bereitstellen können. Grund ist das flüssige Elektrolyt zwischen den Elektroden. Weil es bei Kälte zähflüssiger wird, können die Elektronen nicht mehr so leicht hindurch. Der Elektronenfluss verlangsamt sich. Teilweise kann dieser Effekt durch das Beheizen des Akkus vereitelt werden – aber auch die Heizung frisst Energie, die am Ende für den Fahrbetrieb fehlt.

Der chinesische Batteriehersteller CATL, größter Akkuproduzent der Welt, hat jetzt einen Akku für Elektroautos angekündigt, bei dem ein neuartiger Elektrolyt zum Einsatz kommt. So soll es möglich sein, bei minus 20 Grad Celsius den Wirkungsgrad um 50 Prozent zu erhöhen. Und auch bei "Wohlfühltemperaturen" – also Plusgraden – soll die Effizienz des neuartigen Akkus 43 Prozent über den bisherigen Werten liegen.

Einzelheiten behält CATL noch für sich

Über die genauere Zusammensetzung des neuen Elektrolyts gibt CATL noch nichts bekannt. Es gibt auch keinen Hinweis, wann die Innovation marktfähig sein könnte. Offenbar handelt es sich bei der Entwicklung nicht um eine Feststoff-Batterie, sondern um einen konventionell flüssigen Elektrolyt. 
Feststoff-Batterien gelten als revolutionäre Energiespeicher, die viele Probleme wie Ladedauer und Energievolumen lösen könnten. Kürzlich hat Toyota angekündigt, bereits 2027 einen Feststoffakku auf den Markt zu bringen.

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CATL will – unabhängig von der angekündigten Innovation – noch in diesem Jahr eine Traktionsbatterie auf den Markt bringen, die in zehn Minuten Energie für 400 Kilometer Reichweite speichern kann. Diese kurze Ladezeit soll dann schrittweise auf fünf bis sieben Minuten verringert werden. Das würde Laden von Elektroautos nahezu so schnell machen wie das Tanken von Verbrennern.
Mit Material von reuters