Bentley W12 (2023): Motor, Verbrenner, Elektro, Batur
Nach über 100.000 Stück: Bentley stellt den legendären W12 ein

Nach über 100.000 gebauten Motoren stellt Bentley 2024 den legendären W12-Biturbo ein. In den Ruhestand geht es mit einer 750-PS-Version!
Bild: BENTLEY MOTORS LIMITED
Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Bentley stellt den W12 ein! Was schon lange angekündigt war, wird im April 2024 Realität: Der prestigeträchtige Zwölfender wird in Rente geschickt. Aber immerhin wird das Triebwerk gebührend verabschiedet: Im auf nur 18 Exemplare limitierten Batur läuft es mit 750 PS und 1000 Nm zur Höchstform auf!
Dass der W12 nach mehr als 20 Jahren und über 100.000 gebauten Motoren als Erstes geopfert wird, war klar. Schließlich hat Bentley mit der Ende 2020 ausgerufenen "Beyond100"-Strategie" angekündigt, bis 2030 vollständig CO2-neutral werden zu wollen. Damit die Produktion bis dahin eine positive Klimabilanz aufweist, sieht der Plan ab 2026 nur noch Plug-in-Hybride oder Elektroautos vor – und ab 2030 ausschließlich vollelektrische Modelle.

Bis Dezember 2023 ist der W12 – beispielsweise im 659 PS starken Bentley Continental GT Speed – noch bestellbar.
Bild: BENTLEY MOTORS LIMITED
Adrian Hallmark, Bentleys Chairman und Chief Executive dazu: "(...) 20 Jahre und mehr als 100.000 W12-Motoren später ist es an der Zeit, diese mittlerweile legendäre Antriebskomponente in den Ruhestand zu entlassen, während wir uns mit großen Schritten in Richtung Elektrifizierung bewegen. Doch zum Abschied wollen wir den Motor noch einmal gebührend feiern – mit der bisher leistugsstärksten Version, die jemals von ihm entwickelt wurde."
W12 mit 750 PS und 1000 Nm
Hierbei ist die Rede vom auf 18 Exemplare limitierten Bentley Batur, dem zweiten Projekt von Mulliner Coachbuilt. Umfangreiche Modifikationen an Turboladern, den Ladeluftkühlern und der Ansaugung ermöglichen eine Leistungssteigerung von bisher maximal 659 PS und 900 Nm auf nunmehr 750 PS und 1000 Nm.
Zum Vergleich: Als der W12 2003 im Continental GT debütierte leistete er 560 PS und 650 Nm. Über die Jahre wurde der Motor ständig weiterentwickelt, sodass die Leistung gesteigert (plus 37 Prozent) und die Emissionen gesenkt werden konnten (minus 25 Prozent).

Jeder Bentley-W12 wird über eine Stunde lang auf dem Prüfstand getestet, ehe er demontiert und überprüft wird.
Bild: BENTLEY MOTORS LIMITED
Jeder W12 wird in sechseinhalb Stunden von Hand zusammengebaut und anschließend über eine Stunde auf verschiedenen Prüfständen getestet, ehe er erneut demontiert und überprüft wird. Bis zum 20. Jubiläum werden rund 105.000 W12 im britischen Crewe montiert wurden sein.
Zwölfzylinder noch bis Dezember 2023 bestellbar
Wer jetzt unbedingt doch noch einen Bentley mit dem prestigeträchtigen Zwölfender sein Eigen nennen möchte, hat Glück. Zwar ist das 2,38 Millionen Euro teure Luxuscoupé Batur längst ausverkauft, doch Speed-Modelle von Bentayga (635 PS), Continental GT (659 PS) und Flying Spur (635 PS) sind genau wie Continental GT Mulliner und Flying Spur Mulliner noch bis Dezember 2023 bestellbar.
Wenn im April 2024 dann Schluss ist für den W12, kümmert sich das 22-köpfige Team, das bisher nur für den Zwölfzylinder zuständig war, ebenfalls um die Fertigung von V8 und V6-Hybrid. Und eine Ära geht zu Ende.
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