Gut gedacht und schlecht gemacht? Seit Einführung der 12-Uhr-Regel sind die Durchschnittspreise für Benzin und Diesel deutlich gestiegen. So mancher Autofahrer dürfte angesichts fast täglich steigender Preise auf die Idee kommen, Kraftstoff einzulagern. Aber wie viel Sprit darf ich zu Hause lagern oder im Kofferraum transportieren? AUTO BILD erklärt die aktuellen Regeln!

Wie viel Kraftstoff darf ich zu Hause lagern?

In Deutschland gibt es klare Vorschriften, wie viel Kraftstoff an privaten Orten maximal gelagert werden darf. Dabei ist der Ort wichtig: Ist es ein geschlossener Lagerraum wie eine Garage, Tiefgarage oder ein Keller? Auch für Benzin und Diesel gibt es unterschiedliche Regeln.

Welche Regeln gelten für Benzin und Diesel?

Es gibt eine wichtige Regel, die Benzin und Diesel trennt. Man darf deutlich weniger Benzin als Diesel bunkern, denn Diesel ist viel weniger entzündlich.
  • Es dürfen maximal 20 Liter Benzin in Garagen von bis zu 100 Quadratmetern gelagert werden – oder 200 Liter Diesel. Das gilt für Kleingaragen, wenn der Kraftstoff in dicht verschlossenen, bruchsicheren Behältern aufbewahrt wird.
  • In einer Hoch- oder Tiefgarage darf man außerhalb von Fahrzeugen nur unerhebliche Mengen an Kraftstoff aufbewahren, also keinen komplett gefüllten Reservekanister.

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In welchen Kanistern darf ich Sprit zu Hause lagern?

Benzin oder Dieselkraftstoff muss in dafür vorgesehenen Behältern gelagert werden. Diese haben eine sogenannte RKK-Zulassung (RKK steht für Reservekraftstoff-Kanister), die am Behälter eingeprägt oder eingegossen ist.
An dieser Kennzeichnung sind folgende Angaben erkennbar:
  • Hersteller
  • Nennvolumen
  • Zulassungskennzeichen (z. B. 01/BAM/3.10/3/84)
  • Fertigungsmonat und -jahr
  • Mindestmaße ohne Verschluss und Zubehör
  • Text: "Nur für Otto- oder Dieselkraftstoff zum Einzelgebrauch in Kraftfahrzeugen"
  • Etikett mit Gefahrensymbol "Flamme"
Bei Kunststoffkanistern altert das Material, es lässt mit den Jahren nach. Auf Kanistern ist das Herstellungsjahr meist aufgeprägt, nach etwa zehn Jahren sollten sie ersetzt werden. Wichtig: Metallkanister auf rostige Stellen überprüfen!
Zum Befüllen mit Kraftstoff sind handelsübliche Kunststoffbehälter, die nicht ausdrücklich für Kraftstoff zugelassen sind, ungeeignet – deren Material kann sich im Kontakt mit Benzin auflösen. Deshalb sind ausschließlich Behälter mit speziellen Eigenschaften und einer entsprechenden Kennzeichnung (RKK-Zulassung) zu verwenden (auch bei Metallbehältern). Transport und Lagerung in offenen Behältern (z. B. Eimer oder Kannen) sind gleich ganz verboten.

Wie viel Kraftstoff darf ich im Auto transportieren?

Allgemein wird – aus Sicherheitsgründen – davon abgeraten, einen Vorrat an Kraftstoff anzulegen und im häuslichen Umfeld oder im Fahrzeug zu lagern. Denn bei Wärme kann hochentzündliches Gas austreten und ein schwer zu löschendes Feuer verursachen.
Für den Transport im Auto gibt es eine maximale Spritmenge, die man – außerhalb des fahrzeugeigenen Tanks – nicht überschreiten darf: In Deutschland darf in Privatfahrzeugen die Gesamtmenge von 60 Litern je Reservebehälter und 240 Litern je "Beförderungseinheit" nicht überschritten werden. Beförderungseinheit ist ein Fachbegriff aus der Gefahrgut-Branche: Es meint ein Fahrzeug mit oder ohne Anhänger.
Der ADAC warnt davor, solche Mengen privat zu transportieren: Mehr als zehn Liter sollte man nie an Bord haben. Der Kanister sollte so weit wie möglich von den Personen im Auto entfernt sein – idealerweise im Kofferraum. Ein Reservekanister muss dicht, fest verschließbar und bruchsicher sein.

Warum das Lagern von Benzin lebensgefährlich sein kann

Achtung: Kraftstoffe daheim zu lagern, kann lebensgefährlich sein – sie enthalten schnell entzündliche Dämpfe, die aus nicht fest verschlossenen Reservebehältern entweichen können. Wer trotzdem Sprit in der Garage lagern will, sollte besonders bei Kunststoffkanistern aufpassen, da diese nicht hundertprozentig luftdicht sind. Die Kraftstoff-Eigenschaften können sich dabei verändern. Außerdem besteht Vergiftungsgefahr.

Wie lange ist Kraftstoff haltbar?

Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands: "Für Benzin, Diesel und auch Heizöl gibt es kein festes Mindest- oder Endhaltbarkeitsdatum. Es kann fest verschlossen, kühl und dunkel gelagert in Tanks oder Kanistern viele Monate und Jahre überdauern. Allerdings gibt es Unterschiede bei Sommer- und Winterkraftstoff. Insbesondere kann Winterbenzin mit seinem höheren Dampfdruck dazu führen, dass bei wärmeren Temperaturen ein heißer Motor nicht startet."
Da Diesel einen Anteil Biodiesel enthält, kann die Qualität des Kraftstoffs durch die sogenannte Dieselpest leiden. Sie entsteht, weil sich im Biodiesel mit der Zeit Bakterienkulturen bilden. Ab einer kritischen Menge können sie Filter und Einspritzpumpen verstopfen.

Wie viel Sprit darf ich über die Grenze holen?

Wer ins Ausland fährt, um als Tanktourist dort günstig Sprit zu besorgen, der muss die oft weitaus strengeren Regeln für den Import von Kraftstoff beachten: Erlaubt ist maximal die Mitnahme von bis zu 20 Liter Sprit im Reservekanister. Das hat steuerrechtliche Gründe: Wer mehr Diesel oder Benzin einführt, macht sich möglicherweise der Steuerhinterziehung schuldig.
Achtung: In Österreich und Tschechien sind nur zehn Liter als Reserve außerhalb des Tanks erlaubt.