Im Juni 2019 stellte BMW Motorrad die spektakuläre Elektro-Studie BMW Vision DC Roadster vor, jetzt folgte der nächste Schritt: Beim Technik-Tag zeigten die Bayern den BMW E-Power Roadster. Der Prototyp hat zwar offiziell nichts mit dem möglichen Serien-Bike gemeinsam. Dennoch zeigt er auf, wohin die Reise gehen soll. Aktuell steht das Thema Ladegeschwindigkeit ganz oben auf dem Zettel der Ingenieure.

Beeindruckende technische Daten

BMW E-Power Roadster: Elektro-Motorrad
BMW hat den Rahmen beim E-Power Roadster sozusagen um das Akkupaket herum entwickelt.
Der E-Power Roadster ist eine wilde Mixtur aus verschiedenen BMW-Komponenten. Er wurde rein zu Test- und Forschungszwecken gebaut. Der blaue Gitterrohrrahmen und das Fahrwerk stammen von einer BMW R 1250 R. Die Karosserieteile spendete eine BMW S 1000 R. BMW Motorrad hat den Rahmen nach eigenem Bekunden speziell an die Anforderungen des Akkupakets angepasst. Die Batterie findet normalerweise in einer Langversion des BMW 5er für den chinesischen Markt Verwendung. Die technischen Daten können sich sehen lassen. BMW Motorrad beziffert die Leistung mit 136 PS. Das maximale Drehmoment liegt bei 190 Nm. In 2,9 Sekunden beschleunigt der BMW E-Power Roadster aus dem Stand auf hundert Sachen und lässt dabei sogar beinahe die heiße BMW S 1000 RR alt aussehen. Die Betriebsspannung liegt bei 400 Volt, die aktuell mögliche Reichweite gibt BMW mit 200 Kilometern an.
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Bessere Akku-Kühlung und mehr Reichweite

BMW E-Power Roadster: Elektro-Motorrad
Ladegeschwindigkeit und Akku-Kühlung sind zentrale Themen in der Entwicklung des E-Motorrads.
Der Prototyp ist Schnelllader-kompatibel und braucht für eine volle Ladung des Akkus etwas weniger als eine Stunde – wenn die beim Laden freigesetzte Wärme ihm keine Grenze setzt. Denn wenn die Batterie 40 Grad Celsius überschreitet, wird der Ladevorgang automatisch verlangsamt. Die Ingenieure arbeiten daher an einer besseren Batterie-Kühlung. Eine Serienproduktion ist laut Christoph Lischka, Chef von BMW Motorrad, noch nicht gesetzt. BMW Motorrad werde erst dann ein E-Motorrad bringen, wenn es auf eine praktisch nutzbare Reichweite von deutlich über 200 Kilometer komme.