BMW iX3: Alt gegen Neu
Das ändert sich beim neuen BMW iX3

Der neue BMW iX3 hat mit seinem Vorgänger nur noch wenig gemein. Wie stark die Unterschiede sind, zeigt der Vergleich Alt gegen Neu.
Bild: Christoph Boerries/AUTO BILD, BMW Group; Montage: AUTO BILD
Das führt dazu, dass das SUV jetzt vollkommen anders aussieht. Während die Vorgängergeneration mit Baucode G08 konservativer und nah am Verbrenner-Bruder designt war, sind beim neuen Modell Anleihen aus den 1960er-Jahren zu erkennen.
Die Nieren: von breit zu schmal
Deutliches Unterscheidungsmerkmal: die Nieren. Die sind beim neuen iX3 schmal und hoch gestaltet. Vorher fielen sie deutlich breiter, fast quadratisch aus. Und: Die herkömmlichen Scheinwerfer mit Klarglas werden durch ein großes, dunkles Element links und rechts der Nieren ersetzt. Darunter sind die Lichteinheiten mit filigraner Signatur angesiedelt.

Weniger Linien im Blech und versenkbare Tügriffe kennzeichnen das Profil des neuen iX3.
Bild: BMW Group / Montage: AUTO BILD
Kommen wir zum Heck: Dort fallen die schmalen, waagerechten Rückleuchten und die Vertiefung dazwischen auf, in der das Logo mittig platziert ist. Zudem ist das Kennzeichen von der Kofferraumklappe in die Schürze gewandert.
Der iX3 wächst
Der neue BMW iX3 ist im Vergleich zum Vorgänger gewachsen. Zumindest in der Breite – dort legt das Elektro-SUV um vier Millimeter zu, misst jetzt 1895 mm – und in der Länge (4782 mm, plus 48 mm). 33 mm davon kommen dem Radstand zugute. Dafür fällt der neue iX3 aber 33 mm niedriger aus, er misst nur noch 1635 mm in der Höhe.

Die Ladeklappe wandert ein Stück nach hinten, die Schürze fällt deutlich sportlicher aus.
Bild: BMW Group / Montage: AUTO BILD
Innen bleibt kein Stein auf dem anderen
Innen ist das SUV kaum wiederzuerkennen. Im direkten Vergleich wirkt die Neue-Klasse-Version fast wie ein Raumschiff. Dazu tragen Lenkrad und Bildschirme maßgeblich bei. Das Lenkrad war bislang ein normales, rundes BMW-Multifunktionslenkrad. Nun ist es oben und unten abgeflacht, hat eine Speiche nach oben. Die Bedienelemente hier sind eher vertikal designt.
Die Bildschirme waren beim alten iX3 konventionell: digitaler Tacho und aufgesetzter Infotainmentbildschirm. Statt einer Tachoeinheit am gewohnten Platz gibt es jetzt einen schmalen, 1,10 Meter breiten XXL-Bildschirm direkt unter der Windschutzscheibe, wo unter anderem die Geschwindigkeit angezeigt wird.
Der neue Infotainmentbildschirm ist wieder aufgesetzt, schmiegt sich jedoch optisch ans Lenkrad und wird größer. Während es beim Vorgänger 12,3 Zoll waren, sind es jetzt 17,9 Zoll. Das Ganze erscheint nicht mehr als Panoramabildschirm, sondern rautenförmig.

Im Detail ist das Innenraumdesign nun weniger kleinteilig. Selbst die Lüftungsdüsen hat BMW clean designt.
Bild: Der alte und der neue iX3 in der Ansicht von Schräg vorn
Lädt viel schneller, kommt viel weiter
Neben dem neuen Design ist vor allem die Technik interessant: Der iX3 ist der erste BMW mit 800-Volt-Architektur. So lädt er mit bis zu 400 statt 150 kW. In 21 Minuten soll der Akku am Schnelllader von zehn auf 80 Prozent gefüllt sein (vorher waren es 34 Minuten).
Das ist umso bemerkenswerter, da der Akku bei der neuen Generation größer ist. Jetzt passen 108 kWh in den Stromspeicher, der Vorgänger fasste 75 kWh. Dank neuer Batterie gibt es deutlich mehr Reichweite: Bis zu 800 Kilometer nach WLTP sind drin. Der Vorgänger brachte es laut Hersteller auf 471 Kilometer und müsste bei dieser Strecke einmal nachladen.
Auch in Sachen Leistung legt der iX3 zu: Der Vorgänger bringt es auf 286 PS, satte 469 PS stehen auf dem Datenblatt des neuen SUV.
Fazit
Auch ohne direkten Vergleich mit dem Vorgänger dürfte Auto-Interessierten auffallen, wie radikal sich der iX3 verändert hat. In der Gegenüberstellung fällt jedoch noch einmal stark auf, welchen Wandel das SUV durchgemacht hat: Von einer Elektroversion auf Verbrennerplattform ist der iX3 nun zum eigenständigen Modell geworden.
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