Obwohl die Assistenzsysteme einiger Autobauer schon heute technisch in der Lage sind, Fahrzeuge weitgehend autonom durch den Straßenverkehr zu lotsen, ist das Fahren ganz ohne Hände am Steuer bislang nur in Ausnahmesituationen erlaubt. BMW treibt die Entwicklung hin zum selbstfahrenden Auto nun weiter voran.
Bereits seit Juni 2023 stattet der Hersteller den 5er optional mit einem Autobahnassistenten der Stufe 2 aus, der es dem Fahrer auf entsprechend ausgestatteten Autobahnen erlaubt, bis zu einem Tempo von 130 km/h die Hände vom Steuer zu nehmen. Selbst automatisierte Überholmanöver sind damit freihändig möglich. Allerdings muss der Blick dabei auf die Straße gerichtet bleiben und ein Eingreifen jederzeit möglich sein.

Erstmals Kombination von Stufe 2 und 3

Im September 2023 erhielt das Unternehmen nach Mercedes-Benz als zweiter Hersteller die Genehmigung, einen Staupiloten der Autonomie-Stufe 3 in seine Fahrzeuge zu implementieren. Der erlaubt es dem Fahrer in Stausituationen bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h nicht nur, das Lenkrad loszulassen, sondern auch, sich vom Straßengeschehen abzuwenden.
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* Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler.
Nun hat BMW laut der Website Golem.de als erster Hersteller die Genehmigung erhalten, die beiden Assistenzsysteme miteinander zu kombinieren und in einem Fahrzeug anzubieten. Zum Preis von 6000 Euro können sich Käufer das Paket bestehend aus Staupilot der Stufe 3 und Autobahnassistent der Stufe 2 in den neuen BMW 7er einbauen lassen. Auch Besitzer bereits ausgelieferter Modelle, die den Personal Pilot an Bord haben, können das starke Duo ab August 2024 gegen den entsprechenden Obolus nachrüsten lassen.

Beide Systeme überwachen den Fahrer mithilfe von Infrarotkameras

Für den Fahrer bedeutet die Systemkombination ein ganz neues Fahrerlebnis. Erstmals ist es nun möglich, nahezu komplett freihändig über die Autobahn zu düsen. Beide Systeme überwachen den Fahrer mithilfe von Infrarotkameras, um sicherzustellen, dass sie weiterhin jederzeit das Steuer wieder übernehmen können.
Sowohl der Staupilot als auch der Autobahnassistent funktionieren ausschließlich auf Autobahnen mit baulich voneinander getrennten Richtungsfahrbahnen. Auch Ford und Mercedes-Benz haben die Zulassung für Assistenten der Stufe 3, bieten bislang aber noch keine Systeme für freihändiges Fahren bei höheren Geschwindigkeiten an.