Während viele Autohersteller zur Emissionssenkung die Elektrifizierung vorantreiben, verfolgt BMW für seine Performance-Modelle zusätzlich einen ganz anderen Ansatz. Mit der "BMW M Ignite Technologie" bringt der Hersteller erstmals eine neue Verbrennungstechnologie in die Serie, die ursprünglich aus dem Motorsport stammt. Das System wurde 2024 patentiert und soll ab Mitte 2026 in den Reihensechszylindern von M2, M3 und M4 eingesetzt werden.

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Kern der Technik ist eine sogenannte Vorkammerzündung. Dabei wird der klassische Verbrennungsprozess im Ottomotor erweitert. Neben der herkömmlichen Zündkerze im Brennraum gibt es eine zusätzliche, kleine Vorkammer im Zylinderkopf. Diese ist über feine Öffnungen mit dem eigentlichen Brennraum verbunden und verfügt über eine eigene Zündkerze. Der Motor arbeitet also mit zwei separaten, aber miteinander verbundenen Zündsystemen.

BMW M Ignite sorgt für gleichmäßigere Verbrennung

Im normalen Fahrbetrieb übernimmt weiterhin die konventionelle Zündung die Hauptarbeit. Unter hoher Last und bei hohen Drehzahlen wird jedoch die Vorkammer entscheidend. Ein Teil des Benzin-Luft-Gemischs wird in die kleine Kammer geleitet und dort gezündet. Die entstehenden Flammen schießen anschließend durch die Öffnungen in den Brennraum.
BMW M Ignite Technologie
Ein Teil des Benzin-Luft-Gemisches wird in einer kleinen Kammer oberhalb des eigentlichen Brennraums gezündet und in die Haupt-Brennkammer geleitet.
Bild: BMW Group
Der Clou ist, dass das Gemisch nicht mehr nur an einem Punkt entzündet, sondern gleichzeitig an mehreren Stellen im Brennraum. Dadurch verläuft die Verbrennung schneller und gleichmäßiger, was zusätzlich die Gefahr von unkontrollierten Zündvorgängen – das sogenannte Klopfen – senkt und gleichzeitig die Brennraumtemperaturen niedriger hält.
Vor allem unter hoher Last – etwa bei sportlicher Fahrweise oder auf der Rennstrecke – soll das System Vorteile bringen. BMW spricht von einem deutlich geringeren Kraftstoffverbrauch in diesen Betriebszuständen.

Neue Technik ist Euro-7-konform

Darüber hinaus kombiniert BMW die neue Technik mit weiteren Anpassungen, etwa einer höheren Verdichtung und Turboladern mit variabler Geometrie (VTG). Ziel der Technologie ist, die Motoreffizienz weiter zu steigern, ohne dabei die Leistung zu verändern.
BMW M Ignite Technologie
BMW M Ignite sorgt für eine deutlich gleichmäßigere Verbrennung vor allem bei hohen Drehzahlen.
Bild: BMW Group
Eine zentrale Rolle spielt dabei auch die kommende Euro-7-Abgasnorm, die ab Ende November 2026 gilt (alle Infos zur Euro-7-Abgasnorm gibt es hier). Die neue Verbrennungstechnologie soll helfen, die strengeren Vorgaben einzuhalten und gleichzeitig klassische Hochleistungs-Benzinmotoren weiterhin anbieten zu können, ohne auf eine Hybridisierung ausweichen zu müssen.
Das Beste daran: Bereits für den Sommer 2026 ist ein sukzessiver Serienstart bei BMWs Performance-Modellen geplant. Den Start machen die Baureihen M3 und M4 im Juli 2026, einen Monat später bekommt auch der M2 das Technik-Upgrade verpasst.