Coupé, Sport, Leichtbau. Drei Worte, die direkt Emotionen freisetzen. Und untrennbar mit zwei der großartigsten Sportcoupés überhaupt verbunden sind. Verkürzt auf die Initialen CSL gab es sie bisher nur am 3.0 CSL und am M3 CSL. Bis jetzt. Denn hier kommt CSL Nummer drei – der neue M4 CSL. Pünktlich zum 50. Jubiläum der BMW M GmbH und gute zwei Jahrzehnte nach dem M3 CSL (2003).
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Optik: rote Akzente für den M4 CSL

Sportlich ist der Auftritt des M4 CSL allemal. Durch die Niere atmet der BMW nun dank leichterer und luftdurchlässigerer Inlays noch freier, die Carbon-Frontlippe mit seitlichen Flügelchen sorgt für Anpressdruck auf der Vorderachse, und die Sichtcarbon-Partien auf der Motorhaube erlauben den Blick auf die Faserstruktur. 
BMW M4 CSL
Zum Jubiläum trägt der M4 CSL das "50 Jahre BMW M"-Logo. Jeder CSL erhält eine rot umrandete Niere.
Damit ein bisschen Leben in die Bude kommt, haben die Designer den Rotstift angesetzt, aber nur zu Dekorzwecken. Nieren und Sichtcarbonstreifen sind rot eingefasst, Schürzen und Schwellerverkleidungen in Rot betont, das CFK-Dach in Rot liniert und auch die Bremssättel der Carbon-Keramik-Bremsanlage sind rot.
Dazu gibt es CSL-spezifische Felgen mit Mischbereifung (19 Zoll vorne/20 Zoll hinten) und eigens für den CSL entwickelter Cup 2 R Bereifung. Am Heck befindet sich ein Bürzel. Denn anders als beim M4 GTS aus dem Jahr 2016, spendieren die M-Ingenieure dem M4 CSL keinen aufgesetzten Flügel, sondern einen integrierten Spoiler, der sich aus dem CFK-Heckdeckel herauswölbt.
 
BMW M4 CSL
Das Heck trägt eine hohe Abrisskante und Rückleuchten mit filigraner Leuchtengrafik. Hier arbeitet Lasertechnik.
Der M3 CSL lässt grüßen. Rechts und links strahlen zum ersten Mal Laserrückleuchten – und zeigen sechs Jahre nach dem M4 GTS mit OLED-Technik in den Heckleuchten, was in Sachen Lichttechnik 2022 möglich ist. Etwas weiter unten: klassisch angeordnete Endrohre, die das Ende des Titanendschalldämpfers bilden. In Kombination mit reduzierter Dämmung soll der M4 CSL derart ausgestattet munter tönen.

Innenraum: keine Rückbank, dafür Helmnetze

Den starren Schalen immensen Seitenhalt zu attestieren, grenzt dabei an Untertreibung. Sagen wir es mal so: Die optionalen M Carbon-Schalensitze aus M3 und M4 wirken gegen die Vollschalen des CSL fast schon soft.
BMW M4 CSL
Alcantara und brutale Schalensitze kennzeichnen den Innenraum des Sondermodells.

Wer höher oder tiefer sitzen will, muss für die Anpassung in die Werkstatt. Herrlich! Dazu bietet der Innenraum des CSL ein serienmäßiges Alcantara-Lenkrad, Helmnetze und Teppich anstelle einer Rücksitzbank und CSL-Logos.

Technische Anpassungen: weniger Bodenfreiheit und neue Domstrebe

Ehrensache sind beim Supersport-M4 die Tieferlegung um 8 Millimeter, eine CSL-spezifische Achskinematik mit mehr negativem Sturz, eine neue Domstrebe an der Vorderachse und Kugelgelenke statt Gummigelenke an der Hinterachse.

Gewichtsersparnis: Leichtbau steht beim M4 nicht nur im Namen

Und natürlich konnten auch beim M4 CSL noch einige Kilos eingespart werden. Die "Entfeinerung" des Kofferraums und die sparsam verbaute Schallisolierung brachten15 Kilogramm Gewichtsersparnis, große Abstriche in Sachen Gewicht dann noch mal im Innenraum. Carbon-Vollschalensitze reduzieren im Vergleich zum Standard-M4 Competition weitere 24 Kilogramm Masse. Zudem entfällt die Rücksitzbank, und die Mittelkonsole besteht vollständig aus Carbon.
BMW M4 CSL
Bereit für die Rennstrecke - anstelle der Rücksitzbank gibt es ein Helmnetz hinter den Vordersitzen.

Und jetzt ziehen wir gedanklich einen Strich und rekapitulieren, was die Leichtbaubemühungen gebracht haben. 100 Kilogramm Gewicht hat die M GmbH gegenüber einem M4 Competition nach eigenen Angaben eingespart. Mit 1625 Kilogramm Leergewicht wiegt der M4 CSL damit deutlich weniger als der Competition-M4, ist aber – so viel Fairness muss sein – nicht superleicht.

Motor und Fahrleistungen: mehr Leistung für das BMW-Sondermodell

Was den Fahrleistungen aber keinen Abbruch tut, denn dank erhöhtem Ladedruck (2,1 statt 1,7 bar) und angepasster Motorsteuerung läuft der S58-Reihensechszylinder-Biturbo zu Bestform auf. 550 PS und 650 Nm maximales Drehmoment werden durch die bekannte Achtgang-Automatik an die Hinterachse geschickt.
BMW M4 CSL
Die neue Domstrebe verleiht dem Wagen zusätzliche Steifigkeit und sieht nebenbei auch noch gut aus. 

Das Resultat: 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Sieben Sekunden später liegen 200 km/h an. Schluss ist erst bei 307 km/h. Dass es nicht nur schnell geradeaus geht, beweist die Nordschleifenzeit des M4 CSL: 7:20,207 Minuten – womit der neue CSL schnellster Straßen-BMW überhaupt ist.

Preis und Limitierung: nur 1000 Stück wird die BMW M GmbH fertigen

Das alles lässt sich die M GmbH selbstverständlich fürstlich entlohnen. Denn für den M4 CSL verlangt BMW mindestens 165.200 Euro. Erschwerend kommt hinzu, dass von CSL III nur 1000 Exemplare entstehen werden. Es sieht ganz so aus, als könnte das Kürzel CSL auch weiterhin allerhand Emotionen freisetzen.