Sechszylinder – diese Aussage ist viel- und nichtssagend gleicherma­ßen. Denn zum einen erfüllt man damit das automobile Sport­wagen-Minimum vieler Traditio­nalisten, und auf der anderen Sei­te lässt sie so viel Spielraum …
Was fährt man denn nun für einen Sechszylinder? Sauger, Bi­turbo oder gar mit Kompressor? Man denke nur an die sechszylindrigen Jaguar F-Type bis zum Face­lift 2019. Herrliche Maschinchen – und dabei akustisch so emotio­nal, dass der zugehörige V8 bei­nahe zum Haudrauf-Hallodri ver­kommt.
BMW M4 Competition   Porsche 718 Cayman GTS 4.0   Maserati GT Trofeo
Vergleichbar sind diese drei ohnehin nicht, aber ihrer Antriebsvielfalt huldigen wir gern im Trio.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Wir haben heute drei Vertreter unterschiedlichster Bauformen vereint – und zwar drei, wie sie charakterlich verschiedener kaum sein könnten. Während Porsche seinen Vierliter-Sauger bald in die ewigen Jagdgründe schickt – nein, das ist nicht der GT3-Motor – , hal­ten BMW und Maserati noch ein wenig am Verbrenner fest. Der Nachfolger des Cayman kommt vollelektrisch, während der M4 jüngst geliftet wurde und der Gran Turismo eben erst frisch auf den Markt gekom­men ist.

Bayerischer Auftakt: BMW M4 Competition

Doch der Reihe nach: Beginnen wir mit dem Bayern und nehmen im M4 Competition Platz. Com­petition heißt in diesem Fall, dass wir uns nicht am simplen Schalt­stock des Basis-M4 erfreuen dür­fen. Das kappt uns zwar ein Stück Fahrer-Auto-Interaktion, aber gerade im performanten Bereich haben sich Doppelkuppler und Wandlerautomaten einfach durch­gesetzt. Handschalter sind nur noch was für echte Puristen. Aber: Solche fahren oftmals BMW, wes­halb die Bayern das manuelle Rührgerät auch nach dem Facelift im Angebot belassen.
Hinweis
BMW M4 bei carwow.de
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Schneller als BMWs Achtstufen-Sportautomatik lassen sich die Schaltübersetzun­gen jedenfalls kaum sortieren. Fahrwerksseitig überrascht uns der Bayer: links, rechts, Last­wechsel – im Umsetzen mit den gummierten Paddeln einen Gang runter, sobald die gut 1,7 Tonnen einfedern, volle Traktion an den Hinterreifen, die mechanische Sperre leistet ihren Teil, und raus geht's aus der Kurve.
BMW M4 Competition
Die M Carbon-Keramik-Bremse kostet einzeln happige 9900 Euro. Besser im M Race Track Paket für 14.500 Euro.
Bild: Lena Willgalis
Hier schickt der S58-Reihen­sechser seine nach wie vor 510 PS (die 530-PS-Version ist dem Allrad­ler vorbehalten) gerade bei hohen Drehzahlen willig nach hinten. Immer dabei: ein leicht nervöses Heck, das sich jedoch über die zehnstufig regulierbare Traktions­kontrolle feinjustieren lässt. Das Triebwerk selbst ist ein Hochge­nuss des Motorenbaus, hat mit seinem zivilen Bruder kaum zehn Prozent der Bauteile gemein und ist konzeptionell kurzhubiger aus­gelegt.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor
R6, Biturbo, vorn längs
Hubraum
2993 cm³
Leistung
375 kW (510 PS) bei 6250/min
max. Drehmoment
650 Nm bei 2750–5500/min
Antrieb
Hinterrad, Achtstufenautomatik
Länge/breite/Höhe
4801/1887/1399 mm
Leergewicht
1725 kg (DIN)
0–100 KM/H
3,9 s
Vmax
250 km/h
Verbrauch
9,9 l/100 km SP
Abgas CO2
223 g/km
Preis
ab 102.400 Euro
Der größte Leistungsschub kommt jedoch von den beiden ein­zeln arbeitenden Abgasturboladern anstelle eines variablen Twinscroll-Laders im M440i. Durch eine leichtere, geschmiede­te Kurbelwelle kann der S58 zudem mehr Belastungen ab. Im Grunde führt er fort, was der S55 im Vor­gänger-M3/M4 begonnen hat: die Rückbesinnung auf alte Reihen­motor-Werte nach der V8-Eskapa­de im E90-M3.
Allerdings ist der neue M4 nachweislich fett geworden. 1725 Kilo gibt BMW nach DIN an, per Radlastwaage ermitteln wir, dass der Großteil dieser Masse auf der Vorderachse lastet – leicht kopf­lastig also, der Kollege. Man könn­te meinen, der hintere Part der mischbereiften Pilot Sport 4 S wür­de zu dieser Jahreszeit schon mal angrillen, aber nichts da: Auch die Vorderachse greift rabiat ins inne­re Rund, keilt sich willig in den Scheitel und lässt ihn erst wieder los, wenn die seitlichen Kräfte massiv zu groß werden.
Gebrauchtwagensuche BMW M4
BMW M4 Competition Cabrio M xDrive Ultimate Sitzbel.
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6.000 km
390 KW (530 PS)
04/2026
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Benzin (WLTP), 10,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 233 g/km*
BMW M4 Competition Cabrio Inno ACC Drivers Package
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17.999 km
390 KW (530 PS)
04/2026
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Benzin (WLTP), 10,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 233 g/km*
BMW M4 Competition M Driver's Package/H&K/ACC/
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BMW M4 Competition M Driver's Package/H&K/ACC/
4.900 km
390 KW (530 PS)
03/2026
Zum Angebot
Benzin (WLTP), 10,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 233 g/km*
BMW M4 Competition Cabrio xDrive/HUD/HarmanKardon
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BMW M4 Competition Cabrio xDrive/HUD/HarmanKardon
5.000 km
390 KW (530 PS)
03/2026
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Benzin (WLTP), 10,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 233 g/km*
BMW M4 i xDrive Cabrio
84.990
BMW M4 i xDrive Cabrio
5.900 km
275 KW (374 PS)
03/2026
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Benzin (WLTP), 8,7 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 197 g/km*
BMW M4 Competition **Vorführwagenaktion Top Deal*
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15.000 km
390 KW (530 PS)
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Benzin (WLTP), 10,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 233 g/km*
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15.000 km
390 KW (530 PS)
02/2026
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Benzin (WLTP), 10,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 233 g/km*
BMW M4 Cabrio Competition DR.ASS.PRO.LHZ.SHZ.HUD.360
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BMW M4 Cabrio Competition DR.ASS.PRO.LHZ.SHZ.HUD.360
8.900 km
390 KW (530 PS)
01/2026
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Benzin (WLTP), 10,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 233 g/km*
BMW M4 Competition M XDRIVE.DR.ASS.PRO.H/K.LED.360°
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BMW M4 Competition M XDRIVE.DR.ASS.PRO.H/K.LED.360°
8.500 km
390 KW (530 PS)
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Benzin (WLTP), 10,1 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 228 g/km*
BMW M4 Cp M xDrive Individual,Race Track,KERAMIK
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6.200 km
390 KW (530 PS)
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Ausstattungsseitig haben wir das optionale M Race Track Paket mit 19/20-Zoll-Schmiederädern und reichlich Performance-Klim­bim für 16 450 Euro Aufpreis an Bord. Enthalten sind auch die höchst standfeste Keramik-Brems­anlage und die sehr guten Schalen­sitze aus Kohlefaser. Deren Seiten­halt fällt in jeder Lage top aus, nur im unteren Rückenbereich wünschen sich groß gewachsene Piloten ein bisschen mehr Unter­stützung vom Polster. Nach zwei Stunden Autobahn zwickt es doch merklich im Lendenwirbelbereich. Nettes Detail: An Trackdays lässt sich das Kopfpad für mehr Bewe­gungsfreiheit mit Helm heraus­nehmen.
Hier auf dem selektiven Lau­sitzring mit seinen stößigen Über­gängen vom Infield auf das Trioval und wieder zurück machen sich die Performance-Komponenten positiv bemerkbar: Die Bremse beißt fein kontrollierbar, wird mit steigender Betriebstemperatur und hohem Tempo nur noch bes­ser. Die breite Spur und markant zur Schau gestellte Verstrebungen im Vorderwagen helfen in Sachen Rückmeldung. Verbindlich teilt der M4 Verwindungen und Stöße im Kurveneingang mit. Die Len­kung an sich ist uns allerdings selbst im Sport-Modus zu leicht­gängig, die Mitteilungsfreude passt jedoch.

Südländisches Temperament: Maserati GT Trofeo

Springen wir in den Maserati und fühlen uns gleich wie ein Wandler zwischen zwei Welten. Denn mit dem neuen GranTuris­mo setzt Maserati auf traditionel­le Tugenden, ohne sich der Zu­kunft zu verschließen. Während der vollelektrische Folgore schon mal den Fuß in den Türspalt der Elektromobilität hält, repräsentiert der Trofeo das, was Fans und Kun­den wollen: einen emotionalen Tourer mit einer Soundkulisse zum Niederknien.
Letztere kommt zwar nicht mehr so rabaukig daher, wie das noch beim Vorgänger ohne Ottopartikelfilter und andere Be­schränkungen der Fall war, aber im Fall des Maserati sind wir nicht ganz so traurig. Schließlich waren vergangene Modelle so unglaub­lich laut, dass der Neue auch gezähmt noch fantastisch klingt. Dabei hat der Nettuno-V6 eine komplett andere Klangkulisse als die alten V8. Er stammt direkt aus dem Supersportler MC20, verzich­tet aber auf einige motorsportliche Details, etwa die Trockensumpf­schmierung. Zum einen braucht der Trofeo diese wegen seiner Fo­kussierung weg von der Rennstre­cke und hin zur spaßigen Land­straßenpartie schlicht nicht, andererseits will man sein Mittel­motor-Topmodell noch mal vom Rest der Palette abheben.
Und wer weiß: Vielleicht lässt man sich ja auch nur ein bisschen Luft nach oben – für einen GT im "MC Stradale"-Trimm. Die beiden Turbolader sitzen nicht, wie etwa beim McLaren Artura, im heißen V zwischen den Bänken, sondern seitlich an der 90-Grad-V-Archi­tektur. Dadurch konnte Maserati eine möglichst flache Bauform für den MC20 erreichen. Im GT oder auch im SUV Grecale hat man die Konfiguration schlicht aus prag­matischer Entwicklungskosten-Sicht übernommen.
Gebrauchtwagensuche Maserati GranTurismo
Maserati GranTurismo Modena *MY24*LED*AWD*Luftfahw.*
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46.500 km
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Benzin (WLTP), 9,9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 222 g/km*
Maserati GranTurismo Trofeo
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Maserati GranTurismo Trofeo
5.489 km
404 KW (549 PS)
07/2025
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Benzin (WLTP), 9,9 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 224 g/km*
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Maserati GranTurismo Trofeo
9.600 km
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Benzin (WLTP), 10,2 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 230 g/km*
Maserati GranTurismo Trofeo
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Maserati GranTurismo Trofeo
9.600 km
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Maserati GranTurismo 3.0 V6 Trofeo AWD 404 kW (549 PS), Autom. 8-Gan...
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Der Trofeo schickt derweil 550 PS an alle vier Räder. Ja, richtig gelesen: Der neue GT hat einen vollvariablen Allradantrieb. Damit schafft er den Sprint auf 100 km/h in 3,5 Sekunden. Und das ist kein leeres Versprechen. Auf unserer ersten Testfahrt haben wir es mit dem bordeigenen Messgerät über­prüft. 3,6 Sekunden standen beim besten Launch-Start im Display – mit Winterreifen wohlgemerkt! Denn Maserati hatte zu diesem Vergleich kein messbares Testfahr­zeug verfügbar. Dieses Exemplar hat man uns dankenswerterweise aus einer anderen Flotte organi­siert. Die angegebenen 320 km/h Höchstgeschwindigkeit konnten wir hier auf dem Lausitzring natür­lich nicht ausfahren, aber wir glau­ben sie ihm einfach mal.
Maserati GT Trofeo
Spricht sehr gut an, hängt gut am Gas: Der V6-Biturbo im Maserati GT ist ein direkter Abkömmling des Nettuno aus dem MC20.
Bild: Lena Willgalis
Plattformseitig spricht Masera­ti von einer kompletten Neuent­wicklung, die konzerneigene Giorgio-Modularplattform diente allerdings als Basis und wurde an die performanten Bedürfnisse des GranTurismo angepasst. Resultat ist ein hochfeiner Reisewagen, der im Fond erstaunlich viel Platz bie­tet. Bis etwa 1,80 Meter Körper­größe gibt es sogar genug Kopffrei­heit. Und genau hier liegt der Unterschied zu vielen anderen 2+2-Sitzern: Wochenendtrip mit der Familie? Kein Problem. Selbst ins Heck passt nun sparsames Rei­segepäck: Mit 310 Litern schluckt der Neue 100 Liter mehr als sein Vorgänger.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor
V6, Biturbo, vorn längs
Hubraum
2992 cm³
Leistung
404 kW (550 PS) bei 6500/min
max. Drehmoment
650 Nm bei 3000/min
Antrieb
Allrad, Achtstufenautomatik
Länge/Breite/Höhe
4966/1957/1353 mm
Leergewicht
1795 kg (DIN)
0–100 km/h
3,5 s
Vmax
320 km/h
Verbrauch
10,2 l/100 km SP
Abgas CO2
230 g/km
Preis
ab 222.773 Euro
Und wie fährt er sich? Sagen wir es mal so: Der GT ist nicht für die Rennstrecke entwickelt, daher auch der vielsagende Name. Aber das Adaptivfahrwerk arbeitet schon mal sehr effizient. Wer am rechten Drehrad herumspielt, än­dert die Kennlinien von Motor, Lenkung, Getriebe und Fahrhilfen. Das Fahrwerk wird vom zentralen Knopf im selbigen angesteuert. Zwischen weich und hart ist die Streuung deutlich spürbar. Die Lenkung reagiert feinfühlig, wenn auch ein bisschen zu taub, An­triebseinflüsse sind im Grunde nicht existent – auf der positiven wie auch auf der negativen Ge­fühlsseite. Der Nettuno-Motor spricht äußerst spontan an und hängt für einen Biturbo erstaun­lich am Gas, die Achtstufenauto­matik von ZF gilt nicht umsonst als eine der besten auf dem Markt.

Der Boxer aus Zuffenhausen: Porsche 718 Cayman GTS 4.0

Vom Reihensechser über den V6 biegen wir die Zylinder nun vollends in die Horizontale und schauen uns das Triebwerk unseres dritten Kandidaten aus der Nähe an. Porsches GTS 4.0 ist eine direkte Reaktion aus Zuffen­hausen auf die flehenden Bitten der Fans. Die wollten schlicht den Sechszylinder-Boxer zurück in der 718er-Baureihe haben, denn seit dem Cayman 2016 der Vorsatz "718" verpasst wurde, musste er bekanntlich mit den keinesfalls blutleeren, aber charakterlich eben gänzlich anders gepolten Vierzylinder-Boxern mit Turbo­aufladung und zwei bzw. 2,5 Liter Hubraum leben.
Hinweis
Porsche Cayman bei carwow.de
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Für die Sportver­sionen hatte Porsche dann aber doch ein Einsehen, bevor sich die Fans irgendwann noch aus Ver­zweiflung an die Werkstore ketten. Vorhang auf für den Vierliter-Bo­xer mit sechs Töpfen. Nein, das ist nicht der GT3-Motor, aber eine zahmere, artverwandte Version mit 400 PS, später dann mit 420 im GT4 – den es mittlerweile nicht mehr im Programm gibt, wodurch der GTS zum "vernünftigen" Top­modell unterhalb des GT4 RS wur­de. Anfangs blechern scheppernd, entwickelt sich dessen Sound in höheren Drehzahlregionen zu ei­nem feinen Sägen bis hoch zur Maximaldrehzahl bei 7800 Touren.
Porsche 718 Cayman GTS 4.0
In zehn Jahren werden wir uns dieses Cayman-Interieur zurückwünschen: keine Lenkradtasten, echte Knöpfe in der Konsole.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Dass es den Cayman schon seit fast acht Jahren gibt, die grundlegende Basis sogar noch mal drei Jahre länger, merkt man vor allem im Innenraum. Aber: Das meinen wir keinesfalls negativ. Der GTS kommt mit einem sehr klassischen Cockpit im Stil des 911 der Vor-Generation 991 daher. Natürlich wurde auch hier das Infotainment modernisiert, doch der 718 ist klar der beste Griff für Puristen. Nichts lenkt ab, alles ist instinktiv bedien- und erreichbar.
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3.800 km
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06/2025
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3.020 km
368 KW (500 PS)
05/2025
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16.250 km
368 KW (500 PS)
05/2025
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Porsche Cayman 718 Cayman GT4 RS*Weissach,Clubsport,Lift,Carbon
3.400 km
368 KW (500 PS)
05/2025
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Benzin (WLTP), 13,2 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 299 g/km*
Porsche Cayman 718 GT4 RS
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4.700 km
368 KW (500 PS)
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Porsche Cayman 718 GT4 RS Clubsportpaket Liftsystem-VA
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7.830 km
368 KW (500 PS)
02/2025
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Benzin (WLTP), 13 l/100km (komb.)*
Porsche Cayman 718 BOSE Sportsitze Rückfahrkamera
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Porsche Cayman 718 BOSE Sportsitze Rückfahrkamera
6.490 km
220 KW (299 PS)
02/2025
Zum Angebot
Benzin (WLTP), 9 l/100km (komb.)*
Porsche Cayman Cayman GTS PDK , 981 , Approved bis 12/2027
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24.480 km
250 KW (340 PS)
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Benzin, 8,2 l/100km (komb.)*
Porsche Cayman GT4 RS CS Rennwagen
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Porsche Cayman GT4 RS CS Rennwagen
6.000 km
309 KW (420 PS)
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In zehn Jahren werden wir uns so ein Cockpit noch mal zurückwünschen, wenn alles nur noch über Touch oder Sprachbedienung funktioniert und wir zum Verstellen der Innenraum­temperatur den Autopiloten akti­vieren müssen, weil die Funktion in zwölf Untermenüs verschachtelt ist. Aber genug gelästert: Genießen wir den Cayman, solang sie ihn uns noch lassen, denn auch er scheint – wie vergangenes Jahr beim Macan verkündet – in eine Falle der EU zu tappen. Eine neue Vor­schrift zur Cybersicherheit, die ab dem 1. Juli 2024 gilt, erzwingt einen vorzeitigen Verkaufsstopp für Boxster und Cayman.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor
B6, Mitte hinten längs
Hubraum
3995 cm³
Leistung
294 kW (400 PS) bei 7000/min
max. Drehmoment
430 Nm bei 5500/min
Antrieb
Hinterrad, 7-Gang-Doppelkupplung
Länge/Breite/Höhe
4405/1994/1276 mm
Leergewicht
1405 kg (DIN)
0–100 km/h
4,5 s
Vmax
293 km/h
Verbrauch
10,9 l/100 km SP
Abgas CO2
247 g/km
Preis
ab 90.958 Euro
Spätestens ab dann bleibt – wie im Falle so vieler emotionaler Sportwagen – nur noch der Gang in die Gebrauchtwagenbörsen. Da treffen Cayman GTS 4.0 und über kurz oder lang auch M4 Competi­tion und GranTurismo Trofeo ir­gendwann auf ihre kuriosen Sechs­zylinder-Kumpanen mit jedwedem Zylinderbankwinkel, als Sauger oder mit Single- oder Doppeltur­bo, vielleicht ja sogar kompressor­befeuert. Im Grunde kann es uns egal sein, Hauptsache, sie singen uns noch ihre Melodie – vom Zündfunken angestimmt und vom Abgastrakt vollendet.
An dieser Stelle geht es einmal nicht um das "Wer ist der bes­sere Sport­wagen?". Wir erfreuen uns schlicht daran, dass es sechs Zy­linder in so vielen unter­schiedlichen Ausprägun­gen gibt – so­lang wir das noch können.