Vorstellung und Preis: Frischer X7 startet unter 100.000 Euro

Der BMW X7 ist schon zu seiner Markteinführung 2019 alles andere als zurückhaltend gewesen. Das mächtige SUV-Derivat des 7ers fiel damals vor allem wegen seiner überdimensionierten Doppelniere auf. Jetzt gibt es ein Facelift – und das knüpft in puncto auffälligem Frontdesign nahtlos an das Ausgangsmodell an.
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Der Grund: BMW spendiert dem neuen X7 wird als erste Baureihe das neue Oberklasse-Gesicht. Neben nachgeschärftem Design bekommt das SUV ein neues Cockpit und neue Dekore. Unter der Haube werden alle Motoren zum Mildhybriden.
Preislich startet die Reise im Facelift des X7 bei 97.700 Euro, dann bekommt man den xDrive 40i mit Reihensechszylinder-Benziner und 380 PS. Die Diesel-Version kostet mindestens 99.700, und wer sich für die sportlichere xDrive M60i entscheidet, wird ab 127.200 Euro locker machen müssen.

Optik: Schon wieder bekommt der X7 ein neues Gesicht

Der BMW X7 trägt künftig eine horizontal zweigeteilte Front, die sich aus Tagfahrleuchten, Hauptscheinwerfern und dem großen Grill zusammensetzt. Die Doppelniere lässt sich nun zudem optional beleuchten.
BMW X7 LCI
Das Heck wurde nur dezent überarbeitet. Highlights sind neue Leuchten und eine Chromspange unter Plexiglas.
An der Seite ändert sich zum Facelift eigentlich nichts, optional gibt es aber den bislang größten Felgensatz an einem Serien-BMW. Mit 23 Zoll sind die Räder ganze zwei Zoll größer als bisher; das soll damit die Präsenz des X7 erhöhen. Das Heck bekommt neue Rückleuchten, deren Chromleiste nun unter Plexiglas verläuft.

Abmessungen: Facelift oft nur im Detail zu erkennen

Die neuen Schürzen haben Einfluss auf die äußeren Abmessungen des BMW X7 – allerdings halten sich die Anpassungen in Grenzen, weshalb die Unterschiede zum Vorgänger klein sind.

Die Maße des neuen BMW X7 im Überblick

Länge: 5181 mm
Breite: 2000 mm
Höhe: 1835 mm
Radstand: 3105 mm

Innenraum: BMW mischt beim X7 neu an

Am Innenraumkonzept mit den drei Sitzreihen ändert BMW beim X7 im Grunde nichts. Serienmäßig bleibt es beim Siebensitzer-Layout; optional wird das SUV zum Sechssitzer mit mehr Komfort.
BMW X7 LCI
Altes Lenkrad, neues Infotainment: BMW würfelt im X7 Facelift einiges zusammen.
Die wohl auffälligste Neuerung ist im Cockpit zu sehen. In Zukunft erhält auch der X7 das Curved Display, welches das Kombiinstrument mit 12,3 Zoll Diagonale und den Infotainment-Bildschirm mit 14,9 Zoll unter einer Glasfläche vereint.
Damit zieht auch das neue Betriebssystem BMW OS 8.0 in den X7 ein. Die neuen Dekoreinleger im Armaturenbrett sind durchleuchtet und zeigen einen X7-Schriftzug.

Fahren: Erste Runde im frischen X7 (Update!)

Der sahnige, stark überarbeitete Sechszylinder des X7 40i mit 380 PS präsentiert sich auf der Tour durch die Blue Ridge Mountains noch geschmeidiger als bisher, hängt direkter am Gas, gibt seine Kraft so gleichmäßig ab wie ein Schweizer Uhrwerk. Die einzig spürbare Verzögerung liefert ab und an das Getriebe, das sich bei plötzlicher Leistungsabfrage einen kleinen Moment Zeit nimmt beim Schalten.
BMW X7 xDrive40i
Die 5,18 Meter des X7 merkt man beim Fahren kaum, das SUV wirkt handlich – und mit dem neuen Sechszylinder richtig agil.

Das ist aber Jammern auch höchstem Niveau und schnell wieder vergessen, wenn der X7 entspannt durch die Wälder cruist und sich trotz seiner Masse sanft ums Eck dirigieren lässt.

Der Diesel ist in Europa wohl der wichtigste Motor

Mindestens genauso umfangreich haben sich die Bayern dem 4,4-Liter-V8 gewidmet, der jetzt als M60i anstatt M50i firmiert. Eine optimierte Turboaufladung, verstärkter Kurbeltrieb, Zylinderbank-übergreifende Abgaskrümmer und ebenfalls das Mildhybrid-System sorgen für besseres Ansprechverhalten und Leistungsentfaltung – kraftmäßig bleibt es bei 530 PS, jetzt aber durch den E-Boost unterstützt.
Der V8 steht dem Reihensechser in Sachen Laufkultur in nichts nach, geht noch nachdrücklicher ans Werk und klingt noch mal deutlich kerniger – ein Klang, den man in Europa aber nur selten hören wird. Bei uns wird weiterhin der Sechszylinder-Diesel mit 352 PS die größte Rolle spielen, jetzt auch als Mildhybrid.

Ausstattung: neues Infotainment fürs SUV

Mit dem Infotainment-Update des X7 ziehen auch die neuesten Assistenten in den BMW ein. So bekommt das SUV künftig gegen Aufpreis auch Funktionen wie den Speed Limit Assist oder den Rückfahrassistenten. Letzterer erlaubt es dem Auto, bis zu 200 Meter lange Strecken exakt so zurückzumanövrieren, wie sie zuvor vom Fahrer gefahren wurden.
BMW X7 LCI
Das Armaturenbrett wurde auch mit Blick auf die Dekore überarbeitet. Neu ist ein Leuchtstreifen vor dem Beifahrer.
Ein neues Komfort-Paket spendiert dem Fond unter anderem USB-Anschlüsse mit bis zu 45 Watt Ladeleistung, was auch zum Laden eines Notebooks reicht.

Motoren: BMW X7 nur noch als Mildhybrid

Grundlegend behält der BMW X7 die bekannte Motorenpalette. In der Basis leistet das große SUV allerdings nun 47 PS mehr. Einen Plug-in-Hybrid wird es weiterhin nicht geben – dafür sind alle Aggregate jetzt mit 48-Volt-Netz und Riemen-Startergenerator ausgerüstet – also konsequent mit Mildhybridantrieb. Der Generator boostet bei Bedarf kurzzeitig mit und leistet in allen drei Modellen bis zu 12 PS und 200 Nm.
BMW X7 LCI
Laserlicht bietet BMW nicht mehr an. Die Technik sei nicht mehr notwendig.

Neben dem Einstiegsmodell X7 xDrive 40i mit 380 PS starkem Reihensechszylinder gibt es weiterhin nur einen Diesel: Der xDrive 40d arbeitet ebenfalls mit einem Reihensechszylinder, der 340 PS leistet. Das Topmodell M60i xDrive bleibt beim V8 und 530 PS.

Die X7-Motoren im Überblick

● BMW X7 xDrive 40i Motor: Reihensechszylinder-Benziner; Hubraum: 2998 ccm; Leistung: 380 PS (280 kW); Drehmoment: 540 Nm; Verbrauch kombiniert: 10,5 l/100 km; Getriebe: Achtstufen-Automatik.

● BMW X7 xDrive 40d Motor: Reihensechszylinder-Diesel; Hubraum: 2993 ccm; Leistung: 340 PS (250 kW); Drehmoment: 700 Nm; Verbrauch kombiniert: 8,7 l/100 km; Getriebe: Achtstufen-Automatik.

● BMW X7 M60i xDrive Motor: V8-Benziner; Hubraum: 4395 ccm; Leistung: 530 PS (390 kW); Drehmoment: 750 Nm; Verbrauch kombiniert: 13,3 l/100 km; Getriebe: Achtstufen-Automatik.

Von

Michael Gebhardt