Fahrbericht Brabus B50

Brabus B50: Test, Tuning, Mercedes S 500

Brabus macht der neuen Mercedes S-Klasse ordentlich Dampf

Auf Basis des Mercedes S 500 hat Brabus einen heißen Luxussportler auf die Räder gestellt. AUTO BILD ist mit dem B50 eine Testrunde gefahren.
Für alle luxusorientierten Highspeedfans, denen eine Mercedes S-Klasse vom Band aktuell noch zu blass ist, und die nicht auf die AMG-Version warten wollen, hat Brabus nun eine scharfe Version des Stuttgarter Flaggschiffs im Angebot. 
Und die hält gleich mal eine Überraschung unter der langen Motorhaube parat: Während der Bottroper Edeltuner normalerweise aufgeladene Acht- und Zwölfzylinder bevorzugt, wird der Luxusliner namens B50 von einem Sechszylinder befeuert.

Der Brabus B50 holt seine 500 PS aus einem Sechszylinder

Untypisch für Brabus: Statt eines V8 sorgt im B50 ein V6 mit 500 PS und 590 Nm für mächtigen Vortrieb.

©Brabus

Technische Basis ist der allradgetriebene Mercedes S 500, dessen aufgeladener Dreiliter-Sechszylinder durch Einsatz eines zusätzlichen Steuermoduls von 435 PS (320 kW) auf 500 PS (368 kW) erstarkt. Das maximale Drehmoment erhöht sich durch das Motortuning auf 590 Nm, die zwischen 1800 und 5800/min anliegen – stattlich für einen Benziner und überaus angenehm zu fahren. Die Maschine liegt zudem vergleichsweise leicht auf der Vorderachse, was positiv aufs Handling einzahlt. Der B50 fühlt sich ungewohnt agil für eine über zwei Tonnen schwere Luxuslimousine an, die ihre Kraft auf Wunsch über einen gewaltigen 21-Zoll-Radsatz auf den Asphalt bringt. Aus dem Stand geht es in schlanken 4,7 Sekunden auf Tempo 100, die Abregelung bei 250 km/h hebt Brabus nicht auf. Mit Front- und Heckspoiler sowie seitlichen Lufteinlässen untermauert der B50 auch optisch sein Potenzial.

Edeltuning aus Bottrop verdoppelt den Preis der S-Klasse

Sportlicher Luxusliner zum Luxuspreis: Mit allen Extras kostet der B50 am Ende fast 300.000 Euro.

©Brabus

Trotz der großen Räder gibt es keinen nennenswerten Komfortverlust. Je nach Fahrmodus legt sich die scharfe S-Klasse aus dem Ruhrgebiet 25 Millimeter tiefer auf die Straße, was speziell bei höheren Geschwindigkeiten Vorteile hat. Für den Alltag ist der Brabus B50 eine klasse Begleitung: sehr gute Fahrleistungen, exzellente Fahrbarkeit und mit 8,0 l/100 km ein Normverbrauch, den man bei einer 500-PS-Luxuslimousine mit Benzinmotor vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Wer allerdings ständig abruft, was das Auto kann, kommt an der Tankstelle natürlich nicht so günstig davon, wie versprochen. Apropos Kosten: Mit dem kompletten Ausstattungs-Paket für den Brabus B50 verdoppelt sich der Preis eines gut ausgestatteten Mercedes S 500 4Matic von rund 145.000 Euro auf knapp 300.000 Euro. (Gebrauchte Mercedes-S-Klassen mit Garantie)
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Besonders teuer und exklusiv sind dabei die lasierten Innenraumdekorteile (16.900 Euro) und die Volllederausstattung (stufenweise ab 8990 Euro). Allein die vier Türverkleidungen in Vollleder stehen mit 6990 Euro in der Preisliste, die Ledermittelkonsole kostet 2690 Euro. Fast wie Schnäppchen wirkt da die Leistungssteigerung: Das Plus an Dampf preist Brabus mit überschaubaren 2390 Euro ein. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)

Fahrbericht Brabus B50

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Autor: Stefan Grundhoff

Fotos: Brabus

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