Mangelnden Werkstatt-Service dürften die meisten schon einmal erlebt haben. Auto nicht gesaugt, Winterreifen nicht montiert, Termin-Verzögerung und so weiter. Normalerweise hilft eine Beschwerde. Der russische Vlogger Mikhail Litvin wählte da einen etwas radikaleren Ansatz und setzte lieber auf die Wirkung von Bildern statt Worten. Aus Protest über mangelnde Kompetenz seiner Werkstatt fackelte er kurzerhand seinen Mercedes-AMG GT 63 S ab und stellte das Video ins Internet!

Der Anblick ist nichts für schwache Gemüter

Russe fackelt seinen 175.000 Euro teuren Mercedes-AMG GT 63 S ab!
Teure Wutaktion: Hier brennen mindestens 175.000 Euro. Geld scheint der Vlogger jedenfalls zu haben.
Im Video ist zu sehen, wie Litvin seinen AMG auf ein offenes Feld fährt. Aus dem Kofferraum holt er neun offenbar mit Benzin gefüllte Kanister. Die leert er anschließend auf und in seinem 639 PS starken Sportwagen aus und zündet das spritgetränkte Auto per goldenem Feuerzeug an. Das Ergebnis führt nicht nur bei Autofans zur Schnappatmung. Lichterloh brennt der V8-Biturbo-Sportler bis aufs Gerippe ab. Welchen Defekt der AMG zuvor hatte, geht aus dem Video nicht hervor. Laut motor1.com fühlte sich Litvin aber von seiner Werkstatt über den Tisch gezogen, nachdem er seinen Mercedes fünfmal ohne Reparaturergebnis und jeweils nach einer Ewigkeit zurückerhalten hatte.

Nicht der erste Fall dieser Art

Russe fackelt seinen 175.000 Euro teuren Mercedes-AMG GT 63 S ab!
Vom ehemaligen Edel-Sportwagen bleibt nach der Vandalismus-Aktion nicht mehr viel übrig.
Nach etwa 24 Stunden hatte das Video bereits über sechs Millionen Klicks. Doch das dürfte nicht reichen, um den angerichteten Schaden zu decken. Mit den im Video ersichtlichen Extras (Felgen, Mattlack, Aero-Paket) kostet der Mercedes-AMG GT 63 S aktuell mindestens 175.000 Euro. Und diese Rechnung ist noch konservativ, denn ganz ohne weitere Zusatzausstattung dürfte sich der Vlogger den AMG nicht bestellt haben. Ob die Werkstatt sich von diesem Akt nachhaltig beeindruckt zeigt, bleibt abzuwarten. Zudem wird Litvin rechtliche Konsequenzen fürchten müssen. Denn auch in Russland dürfte es alles andere als legal sein, das eigene Auto öffentlich in Brand zu stecken. Im Übrigen ist diese Sorte der Problemlösung nicht die erste ihrer Art. Ende Dezember 2019 ließ ein Russe seinen AMG G 63 aus 300 Metern Höhe auf die Erde krachen – weil er mit dem Auto nicht zufrieden war.

Von

Moritz Doka