Ein Bugatti, benannt nach einem Pferd? Der Wunsch nach Individualisierung wird immer größer, auch bei Bugatti-Kunden. Selbst wenn es noch nie einen Bugatti "von der Stange" gab: Es geht immer noch mehr. Aus genau diesem Grund haben sie in Molsheim das Solitaire-Programm ins Leben gerufen – ein Angebot, das Träume wahr werden lässt. Das erste Solitaire-Projekt trägt den Namen Brouillard und greift die Geschichte der Marke auf romantische Weise auf.
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Dazu gehen wir etwa 100 Jahre zurück. Firmengründer Ettore Bugatti war nicht nur ein begabter Ingenieur, sondern auch großer Pferdefreund. Sein Lieblingspferd hieß Brouillard, was übersetzt Nebel bedeutet.
Mit diesem Wissen trat ein passionierter Bugatti-Kunde vor rund anderthalb Jahren an das Team um Chefdesigner Frank Heyl heran: Er wünschte sich ein Einzelstück, das Brouillard Tribut zollen sollte. Der Grundstein für das Solitaire-Programm war gelegt.
Bugatti Brouillard !!! SPERRFRIST 07.08.2025, 15 Uhr !!!
Mit dem Basisfahrzeug Mistral hat der Bugatti Brouillard nur noch die Scheinwerfer und Rückleuchten gemeinsam.
Bild: Bugatti Automobiles S.A.S.

Maximal zwei Solitaire-Projekte pro Jahr

Zwar gab es schon in der Vergangenheit immer wieder aufsehenerregende Einzelstücke aus Molsheim – prominentestes Beispiel dürfte der La Voiture Noire sein. Doch mit der Entscheidung, ein eigens für diese Einzelstücke vorgesehenes Programm ins Leben zu rufen, kann Bugatti konkret planen. Pro Jahr gibt es Kapazitäten für maximal zwei Solitaire-Projekte. Und die Kunden stehen jetzt schon Schlange, wie Chefdesigner Frank Heyl verrät.

Basis ist der Bugatti Mistral

Das liegt sicherlich an der Heritage der Marke, aber auch am beeindruckenden Erstlingswerk Brouillard, das ich mir im erst kürzlich eröffneten Berliner Designstudio in historischer Kulisse live anschauen konnte. Auf Basis des auf 99 Exemplare limitierten Bugatti Mistral entstand ein Einzelstück, das praktisch nichts mehr mit dem Roadster zu tun hat – und trotzdem unverkennbar Bugatti ist.
Bugatti Brouillard !!! SPERRFRIST 07.08.2025, 15 Uhr !!!
Der breite Hufeisen-Kühlergrill ähnelt dem des erst 2024 vorgestellten Chiron-Nachfolgers Tourbillon.
Bild: Bugatti Automobiles S.A.S.
Zum aktuellen Zeitpunkt handelt es sich zwar noch um ein nicht fahrbereites Design-Modell, doch schon auf den ersten Blick ist klar: Die Carbonkarosserie wurde völlig neu gestaltet. Es wurde bewusst auf harte Linien und Kanten verzichtet. Stattdessen sollte die Linienführung muskulös, fast schon skulptural sein, was besonders beim Blick auf die hinteren Seitenteile deutlich wird. Mit dem Mistral teilt sich der Brouillard praktisch keine Komponenten – bis auf die Scheinwerfer und Rückleuchten.

Das Design ist ein Best-of

Hinzu kommen schöne Details, die ein wenig wie ein Best-of der legendärsten Bugatti der Neuzeit wirken. Da wären zum Beispiel die Aluminium-Lufteinlässe auf dem Dach, die eine Reminiszenz an den Veyron sind (der dieses Jahr sein 20. Jubiläum feiert) und die die Insassen später durch Glaseinsätze im Dach bewundern können.
Der Heckflügel im Ducktail-Design wurde in Anlehnung an den für knapp zehn Millionen Euro versteigerten Chiron Profilée entworfen, der breite Hufeisen-Kühlergrill ähnelt dem des Tourbillon, und die Endrohre (sechs an der Zahl, zwei verstecken sich im Diffusor) wurden dem Chiron Super Sport entliehen, mit dem sich der Brouillard auch den Antriebsstrang teilt.
Bugatti Brouillard !!! SPERRFRIST 07.08.2025, 15 Uhr !!!
Der Brouillard hat tatsächlich sechs Endrohre. Zwei verstecken sich im Diffusor.
Bild: Bugatti Automobiles S.A.S.
Auch wenn es sich beim Brouillard bis hierhin lediglich um ein Design-Modell im Originalmaßstab handelt, lässt sich bereits festhalten, dass das Einzelstück extrem gelungen ist. Aus dem Roadster Mistral hat das Team um Frank Heyl in mühevoller Detailarbeit ein einzigartiges Coupé gemacht, das kompakter und sportlicher wirkt als der Mistral und dabei eine gewisse Eleganz an den Tag legt.

Das ist die finale Konfiguration

Um den Kunden, der offensichtlich konkrete Vorstellungen für dieses Herzensprojekt hatte, angesichts der schier unendlichen Gestaltungsmöglichkeiten an die Hand zu nehmen, entwickelte das Bugatti-Team vier unterschiedliche Farbwelten (Grau, Rot, Braun und Grün) als Ausgangspunkt für die finale Konfiguration. Letztendlich entschied sich der Kunde für die Außenfarbe "Vert Tilleul" mit Satin-Finish in Kombination mit grün eingefärbtem Sichtcarbon.

Pferdekopf im Gangwahlhebel

Noch spektakulärer wird es im Innenraum, der ebenfalls dem grünen Motto folgt. Neben Tartan-Stoff für verschiedene Elemente, unter anderem die Griffbereiche des Lenkrads, wurde hier der Pferdebezug gleich mehrfach aufgegriffen. So gibt es zahlreiche Stickereien, aber auch echtes Pferdehaar, das zunächst eingefärbt und dann in den Türtafeln sowie in anderen Bereichen verbaut wird.
Bugatti Brouillard !!! SPERRFRIST 07.08.2025, 15 Uhr !!!
Im gläsernen Gangwahlhebel: ein Pferdekopf. Der ist natürlich Ettore Bugattis Lieblingspferd Brouillard nachempfunden.
Bild: Bugatti Automobiles S.A.S.
Doch damit nicht genug, denn im gläsernen Gangwahlhebel soll sich später ein aus Aluminium gefertigter, etwa zwei Zentimeter großer Pferdekopf befinden – der natürlich Brouillard nachempfunden ist. Abgerundet wird das bis ins letzte Detail personalisierte Interieur durch Drehknöpfe mit Monogrammen von Rembrandt Bugatti, dem Bruder von Ettore.

W16 mit 1600 PS

Bis der leidenschaftliche Kunde tatsächlich im Innenraum seines Einzelstücks Platz nehmen und den Sound des 1600 PS starken Achtliter-W16-Quadturbos genießen kann, ist allerdings noch etwas Geduld gefragt: Das finale Auto soll erst 2027 ausgeliefert werden. Auch beim grünen Brouillard handelt es sich noch um ein Showcar.
Bugatti Brouillard !!! SPERRFRIST 07.08.2025, 15 Uhr !!!
Das Pferdethema wird durchgezogen: Für die Türtafeln haben sie bei Bugatti Pferdehaar benutzt. Dazu gibt es eine passende Stickerei.
Bild: Bugatti Automobiles S.A.S.

Zum Preis macht Bugatti keine Angaben

Aus Gründen der Diskretion verrät Bugatti den Preis des Unikats verständlicherweise nicht. Dazu nur so viel: Der Brouillard soll das Vielfache eines Mistral gekostet haben – und schon für den wurden in Deutschland 5,95 Millionen Euro fällig. Immerhin erfahre ich, dass der Brouillard in Europa bleibt und im Rahmen einer Einzelabnahme voll zulassungsfähig sein soll.
Die Frage nach den nächsten Solitaire-Projekten lässt Bugatti ebenfalls unbeantwortet. Jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass der Brouillard nicht das letzte Auto auf der offiziell ausgelaufenen W16-Plattform von Chiron und Mistral sein wird, ehe auf die neue V16-Basis gewechselt wird. So oder so bin ich sehr gespannt, was für Unikate im Rahmen von Bugatti Solitaire in Zukunft entstehen werden. Denn eines habe ich gelernt: Es geht immer noch mehr!