Abgesehen von den hohen Kosten für Elektrofahrzeuge spricht für viele Kunden vor allem ein Problem gegen einen Kauf: Wo lade ich das Fahrzeug auf – und wie flexibel bin ich damit? Wer keine Wallbox an seinem Haus installieren kann, der muss sich die Energie an einer öffentlichen Ladestation holen. In der Regel dauert das Laden von E-Autos aber deutlich länger als das Tanken bei einem Verbrenner.
Die Autoindustrie versucht mit verschiedenen Technologien, diesen Problemen entgegenzuwirken. So gibt es inzwischen Fahrzeuge wie den Zeekr 001, die die integrierte Batterie dank der sogenannten 5C-Technologie in nur 11,5 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Konkurrent BYD setzt hier nun noch einen drauf!

6C-Ladetechnologie: So funktioniert sie

Wie aus übereinstimmenden Berichten hervorgeht, plant der chinesische Autobauer die Einführung der zweiten Generation seiner Blade-Batterie. Die soll auf Lithium-Eisenphosphat (LFP) basieren und sogenanntes 6C-Laden beherrschen. Das heißt, dass die Batterien mit einer sechsmal höheren Ladeleistung betankt werden können, wie sie Kilowattstunden an Kapazität haben. Für den Fahrer bedeutet das: Der Ladestand von 80 Prozent ist bereits nach zehn Minuten erreicht.

Einführung im zweiten Halbjahr

BYD will seine neue Batterie-Generation den vorliegenden Informationen nach im zweiten Halbjahr 2024 auf den Markt bringen. Der chinesische Autobauer hat also noch genügend Zeit, um für die notwendige Infrastruktur zu sorgen. Denn aktuell sind Ladesäulen, die 4C oder 5C unterstützen, noch selten – auch in China. Welches Fahrzeug als Erstes von dem neuen Stromspeicher profitiert, ist derzeit noch ungewiss.