Bentley Bentayga, BMW X7, Lexus LX, Mercedes GLS oder Range Rover sind in den Vereinigten Staaten bei gut betuchten Kunden eine große Nummer, doch am Cadillac Escalade führt dann irgendwie doch kein Weg vorbei. Der edle große Bruder von Chevrolet Tahoe und GMC Yukon ist immer noch das amerikanische Maß aller Dinge, wenn es um Luxus und SUVs geht. Jetzt ist die Neuauflage da, und die hat erstmals auch einen Dieselmotor im Programm. (Wichtige Tipps für den Neuwagenkauf im Internet)
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Ein Escalade ist niemals zurückhaltend, er ist fast immer schwarz, edel ausgestattet und bisweilen in der XXL-Variante Escalade ESV mit extralangem Radstand unterwegs. Eines der bisher markantesten Details hat die neue, nunmehr 5,38 Meter lange Generation jedoch verloren: Die gewohnten Hochkant-Scheinwerfer ersetzen nun schmale LED-Schlitze links und rechts des Kühlergrills. Schmal und hochkant sind jetzt nur noch die Blinker, die die Front wie Lichtschwerter einrahmen. Zudem sind die kraftvolle Schulterlinie, ein mächtiger 22-Zoll-Radsatz und die extrem langen Vertikalleuchten am Heck geblieben. Obligatorisch im Bug des Cadillac Escalade war immer ein 6,2 Liter großen V8-Saugmotor, doch der Neue dürfte sich angesichts der auch in den USA wachsenden Lust an der Verbrauchsreduktion als 600 D großer Beliebtheit erfreuen. Die Typenbezeichnung hinten steht für den im Escalade neuen Duramax-Dieselmotor vorne, ein drei Liter großer Commonrail-Selbstzünder mit 277 PS und 620 Nm, der bereits Modelle wie den Chevrolet Silverado oder den mächtigen GMC Sierra antreibt.
Cadillac Escalade 600 D
An sich geht der Escalade ganz ordentlich. Leider muss der Selbstzünder aber erst ein kleines Turboloch überwinden.

Dem Diesel fehlt ein wenig Punch untenrum

Untenherum ist der Diesel etwas schwach auf der Brust, doch jenseits des Turbolochs steht der US-Koloss gut im Futter, bleibt dabei leise, klingt nur bei spontanen Leistungsabrufen, wenn die fein abgestimmte Zehngang-Automatik herunterschaltet, bisweilen auch kernig. Wer will, drückt den Tacho problemlos über die 110-Meilen-Marke, bei der für 2022 angekündigten Europa-Version dürften mehr als 200 km/h Spitze drin sein. Das Fahrwerk ist trotz der mächtigen 22-Zöller komfortabel, in schnell gefahrenen Kurven wankt der Escalade allerdings unverändert stärker als die Modelle von BMW oder Mercedes. Doch dafür federt er dank adaptiver Luftfederung selbst unangenehme Bodenunebenheiten entspannt weg. Eine optionale Super-Cruise-Funktion hält den Escalade auf dem Highway ohne Zutun des Fahrers sicher in der Spur. Im Praxistest verbrauchte der Diesel-Escalade kaum mehr als zehn Liter pro 100 Kilometer – für ein Auto dieser Größe ok.
Cadillac Escalade
Auch der Diesel-Escalade bietet viel Luxus. Wer eine ganz volle Hütte haben will, muss mit knapp 110.000 Dollar rechnen.

Viel Komfort hat einen hohen Preis

Mit seiner Komfort- und Sicherheitsausstattung sowie dem gigantischen Platzangebot schon bei der Variante mit normalem Radstand (3,07 Meter) setzt der Escalade Maßstäbe. Das Ein- und Aussteigen in den US-Hochsitz geschieht problemlos, denn mit einem Griff an die Türen fahren an den Flanken mächtige Trittbretter aus. Die klimatisierten Ledersitze sind bequem, vielfältig zu verstellen und eine Wucht auf langen Strecken. Im Fond geht es ebenso komfortabel zu, und in der dritten Reihe können im Gegensatz zu manchem Wettbewerber durchaus auch Erwachsene sitzen. Der Laderaum bietet 722 bis 2064 Liter Volumen.

Bildergalerie

Cadillac Escalade 600 D
Cadillac Escalade 600 D
Cadillac Escalade 600 D
Kamera
Fahrbericht Cadillac Escalade Diesel
Der Escalade-Fahrer blickt von seinem Sessel auf ein gigantisch dimensioniertes digitales Display, das sich auf zwei Ebenen über mehr als die Hälfte der Armaturentafel erstreckt. Touch- sowie Sprachbedienung funktionieren exzellent. Wer zusätzlich AKG-Hightech-Sound, elektronische Differenzialsperre, Nachtsichtgerät, Fond-Entertainment oder das große Fahrassistenz-Paket haben will, hebt den Basispreis von knapp 86.000 US-Dollar schnell auf knapp 110.000 US-Dollar – auch das ist Luxus. (Unterhaltskosten berechnen? Zum Kfz-Versicherungsvergleich)

Von

Stefan Grundhoff