CES 2026: Das kommt künfitg ins Auto
Welche CES-Neuerungen werden für ihr Auto wichtig?

CES 2026 zeigt die Auto-Zukunft: weniger neue Karosserien, mehr Software, Assistenz und Komfort. Diese Technik landet bald im Alltag.
Bild: Mercedes
Auf der CES in Las Vegas zeigen Autobauer und Zulieferer jedes Jahr, wohin die Reise geht. 2026 wird klar: Es geht weniger um neue Karosserien, sondern um Software, Assistenz und Komfort. Hier die wichtigsten Neuheiten, die Sie später im Alltag erleben könnten.
Mercedes-Benz und NVIDIA: Das Auto hilft mehr, ohne Sie zu bevormunden
Mercedes treibt zusammen mit NVIDIA die nächste Generation der Fahrassistenz voran. Den Auftakt macht der neue CLA mit MB.DRIVE. Assistenz und Navigation wachsen zusammen, das Auto kann mit Level-2-Unterstützung durch die Stadt fahren, vom Parkplatz bis zum Ziel. Der Fahrer bleibt verantwortlich, bekommt aber deutlich mehr Unterstützung. In den USA und China ist das Ganze schon erlaubt, in Europa arbeitet neben Mercedes auch Tesla mit seinem System FSD (Full Self-Driving) Superviced an einer zeitnahen Zulassung.
Wo das zum Einsatz kommt:
- Der Mercedes CLA auf der CES dient als technische Basis für kommende Mercedes-Modelle mit erweiterten Assistenzsystemen. Die Zulassung in Europa könnte bei Mercedes spätestens 2027 erfolgen.
Warum das wichtig ist:
- Weniger Stress im Stadtverkehr.
- Assistenzsysteme greifen natürlicher ein und schalten sich nicht sofort ab, wenn der Fahrer korrigiert.
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Bild: BMW
Wo das zum Einsatz kommt:
- Zuerst im neuen BMW iX3 ab 2026.
- Start in Deutschland und den USA, weitere Modelle folgen.
Warum das wichtig ist:
- Weniger Ablenkung.
- Sprachbedienung wird alltagstauglich und nicht nur Spielerei.
ZF: Fahrwerk denkt mit und Autos werden leiser
ZF zeigt, wie stark Software das Fahrgefühl verändern kann. Mit AI Road Sense passt sich das Fahrwerk automatisch an Straße, Wetter und Untergrund an. Schnee, Eis, Schotter oder Autobahn werden erkannt, ohne dass der Fahrer Fahrmodi einstellen muss. Dazu kommt Active Noise Reduction, die Reifengeräusche im Innenraum deutlich senkt.

Mit AI Road Sense passt sich das Fahrwerk automatisch an Straße, Wetter und Untergrund an
Bild: ZF
Wo das zum Einsatz kommt:
- In Fahrzeugen von Herstellern, die ZF-Fahrwerkstechnik nutzen.
- Die Geräuschreduzierung soll laut ZF ab 2028 in Serie gehen.
Warum das wichtig ist:
- Mehr Komfort und Sicherheit bei schlechten Straßen.
- Spürbar weniger Lärm, ohne zusätzliches Gewicht.

Die Active Noise Reduction der AI Road Sense von ZF soll Reifengeräusche im Innenraum deutlich senken
Bild: ZF
Bosch: Assistenz, die genauer sieht und sanfter fährt
Bosch zeigt mehrere Bausteine für künftige Autos. Ein KI-basiertes Cockpit soll sich stärker personalisieren. Der neue Radar Gen 7 erkennt laut Bosch selbst kleine Objekte wie verlorene Reifen aus großer Entfernung. Die Software „Vehicle Motion Management“ koordiniert Bremse, Lenkung, Antrieb und Fahrwerk, um Wanken und Nicken zu reduzieren.
Wo das zum Einsatz kommt:
- Als Zuliefertechnik in vielen Marken und Modellreihen.
- Radar und Software fließen in neue Assistenzsysteme ein.
Warum das wichtig ist:
- Assistenzsysteme werden zuverlässiger.
- Mehr Komfort, weniger Reiseübelkeit im Stop-and-go.
TomTom und CARIAD: Karten als zusätzlicher Sinn
CARIAD, die Software-Einheit des VW-Konzerns, setzt bei automatisiertem Fahren auf hochpräzise Karten von TomTom. Diese Karten ergänzen die Sensoren im Auto und liefern Kontext, etwa bei komplexen Verkehrssituationen.
Wo das zum Einsatz kommt:
- In künftigen Modellen aller Marken des Volkswagen-Konzerns.
Warum das wichtig ist:
- Gleichmäßigeres, vorausschauenderes Fahren.
- Schnellere Karten-Updates, auch bei neuen Baustellen.
Leapmotor und Qualcomm: Ein Zentralhirn fürs ganze Auto
Leapmotor zeigt zusammen mit Qualcomm einen Zentralrechner, der Cockpit, Assistenz, Karosserie-Funktionen und Vernetzung in einem System bündelt. Das erste Serienauto damit soll der Leapmotor D19 werden.
Wo das zum Einsatz kommt:
- Zunächst im Leapmotor D19.
- Qualcomm-Technik wird grundsätzlich von vielen Herstellern genutzt, die konkrete Umsetzung hängt vom jeweiligen Modell ab.
Warum das wichtig ist:
- Schnellere Reaktionen im Auto.
- Updates und neue Funktionen lassen sich einfacher nachrüsten.
Qualcomm und Google: Software bleibt länger aktuell
Qualcomm und Google vertiefen ihre Zusammenarbeit, um Android Automotive langfristiger pflegen zu können. Ziel sind planbare Updates über viele Jahre hinweg.
Wo das zum Einsatz kommt:
Warum das wichtig ist:
- Längere Update-Versorgung.
- Weniger veraltete Software nach wenigen Jahren.
Fazit
Die CES 2026 zeigt, dass die großen Fortschritte unsichtbar passieren. Assistenzsysteme werden schlauer, Sprachbedienung natürlicher, Fahrwerke komfortabler und Autos leiser. Für Autofahrer zählt weniger, welche KI dahintersteckt, sondern dass das Auto im Alltag entspannter, sicherer und verständlicher wird. Genau darauf zielen die wichtigsten Neuheiten dieser CES.
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