Gute Basis. Sie, liebe Leserinnen und Leser, fordern von uns günstige Autos in den Tests. Mehr Einstiegsmodelle. Gar nicht so leicht, die Pressestellen der Autohersteller davon zu überzeugen, uns die Buchhalter-Variante auf den Hof zu stellen – wollen sie doch mit ihren Produkten glänzen. Doch mittlerweile erkennen immer mehr Hersteller, dass in Zeiten von hoher Inflation und Kostendruck eine Einstiegsvariante mit geringem Preis deutlich attraktiver daherkommt als eine Vollausstattung.
Citroën hat das verstanden, lieferte den C4 in der Grundausstattung You für knapp unter 20.000 Euro. Und dann merkt man ganz schnell, wie verwöhnt wir (Autotester) sind: Eine Minute suchte ich den Startknopf. Doch Fehlanzeige! Gezündet wird klassisch per Schlüssel. Umdrehen, losfahren und mit der Hand schalten.

Der Citroën C4 macht eine gut Figur

Manuell ist auch die Einstellung der Stoffsitze. Doch egal, welche Sitzposition ich wähle, durch die Form der Sitze drückt es immer leicht am Hinterkopf. Allerdings lässt sich das Problem nicht auf den niedrigen Preis schieben, weil meine Kollegen und ich erst neulich im BMW 7er verzweifelt nach der richtigen Sitzposition suchten.
Gezündet wird im C4 klassisch per Schlüssel.
Bild: AUTO BILD Syndication
Insgesamt macht der C4 eine gute Figur. Und offenbar kommt Citroën bei der Kundschaft an, was die Zahlen des französischen Importeurs nahelegen. Laut Kraftfahrt-Bundesamt verzeichnete die Marke im ersten Quartal des Jahres einen Anstieg der Pkw-Neuzulassungen um 65,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Diese Steigerung positioniert Citroën nach eigenen Aussagen als eine der am schnellsten wachsenden Automarken in Deutschland. Insbesondere der März sticht hervor, in dem Citroën die Neuzulassungen um 91,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat steigern konnte und einen Pkw-Marktanteil von 2,9 Prozent erreichte – den besten Wert seit 15 Jahren.
Und Citroën setzt beim Wachstum weiter auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für viel Aufsehen sorgte die Ankündigung des kompakten E-Autos ë-C3, das ab Sommer zuerst für 23.300 Euro und dann sogar in einer Basisausstattung für unter 20.000 Euro auf den Markt kommen soll.
Die Preisstrategie kann aufgehen, wie ein Blick auf die Marke Dacia zeigt, die schon lange unterhalb der 25.000-Euro-Grenze bleibt, sogar mit einem E-Auto. Das Ergebnis: Dacia kommt an, ist Gesamtsieger bei Preis/Leistung unserer Umfrage "Die besten Marken".