Wenn es ein bisschen weniger sein darf, dann sind Sie bei der Marke Crosscamp aus dem Hymer-Konzern möglicherweise richtig. Denn beim neuen Modell Lite liegt das Hauptaugenmerk auf praktischem Alltagsnutzen und voller Flexibilität. Dafür heißt es, Verzicht zu üben bei Waschbecken, großer Kühlbox und Eckschrank. Ob das spartanische Konzept aufgeht, erfahren Sie hier. Das ist er: Ein Camper für die, die weniger Campingausbau brauchen, dafür aber umso mehr Platz. Egal ob Umzug, Mitnahme von sperrigen Sportgeräten wie Mountainbikes oder Kindertaxi im Alltag, der Crosscamp Lite macht alles mit. Bei der Basis haben die Kunden die Wahl zwischen dem von uns gefahrenen Toyota Proace Verso oder dem Opel Zafira Life. Letzterer hat mit 44.499 Euro zwar einen höheren Grundpreis, bietet aber eine größere Serienausstattung. Neu ist die Möglichkeit der Wohnmobilzulassung, womit sich Geld bei Versicherung und Steuern sparen lässt. (Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile)

Das untere Bett fällt nun breiter aus

Crosscamp Lite
Auf den Tellerfedern schläft es sich im Aufstelldach besonders bequem.
Das hat er: Serienmäßig fünf Sitz- und vier Schlafplätze. Wer im Alltag noch mehr Platz braucht, kann die Toyota-Basis mit sieben Sitzplätzen ordern. Die Zusatz-Sitzbank kostet 1999 Euro extra. Neu sind die herausnehmbare Staubox zwischen Schiebetür und der zweiten Sitzreihe auf der Fahrerseite sowie die dimmbare Lichtleiste. Ebenfalls eine Überarbeitung erfuhr das obere Bett im Aufstelldach. Hier ist die Unterseite nun mit Stoff bezogen, was die Atmungsaktivität erhöht. Zudem befindet sich unter dem Bett noch ein Gepäcknetz. Wo wir schon mal beim Thema Schlafen sind: Durch die niedrige Bauweise der Möbelmodule hat sich das untere Bett von 1,14 auf 1,40 Meter ausgedehnt. Dank der vollen Ausnutzung der Fahrzeuginnenbreite können hier nun bequem zwei Personen schlafen. Durchaus sinnvoll ist auch die 699 Euro teure Kühlbox (Volumen 13 Liter) mit einem Cupholder zwischen den Vordersitzen.
Weitere Themen: Kühltaschen im Vergleich

Sonderausstattung: Das Comfort-Paket lohnt sich

Crosscamp Lite
Das Cockpit des Toyota Proace Verso ist übersichtlich gestaltet.
So fährt er: Deutlich eher wie ein Pkw als wie ein Transporter. Schon beim Einsteigen punktet das übersichtliche Cockpit mit allerlei Komfort: Radio mit 7-Zoll-Touchscreen, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, DAB-Empfang und Smartphone-Integration über Apple CarPlay oder Android Auto, Berganfahrhilfe, Tempomat, Parksensoren vorne und hinten, automatisch abblendbarer Innenspiegel, Isofix-Kindersicherung an allen Sitzen der zweiten und dritten Sitzreihe, Kopf- und Front-Airbag für Fahrer und Beifahrer. Als Sonderausstattung durchaus überlegenswert sind das Navigationssystem für 999 Euro und das 2999 Euro teure Comfort-Paket, unter anderem mit Heckkamera inklusive 180-Grad-Vogelperspektive und abnehmbarer Anhängerkupplung. Nur in Verbindung mit diesem Paket wird auch das Toyota-Safety-Sense-Paket angeboten. Für 1199 Euro mehr gibt es Headup-Display, Spurhalteassistent, Verkehrsschild-Erkennung und noch vieles mehr. Verfügbar ist der Crosscamp Lite auch mit einem Achtstufen-Automatikgetriebe, das aber nur in Verbindung mit der Motorvariante mit 177 PS zur Verfügung steht. Der Preis dafür beträgt 5549 Euro.

Bildergalerie

Crosscamp Lite
Crosscamp Lite
Crosscamp Lite
Kamera
Wohnmobil-Test Crosscamp Lite
Fazit von Helene Schmidt: Der neue Crosscamp punktet mit einer sicheren Fahrzeugbasis samt reichlich Assistenzsystemen, breiterem Bett, Kocher und Platz für bis zu sieben Personen oder viel Gepäck. Wer nicht mehr braucht, liegt mit dem Lite genau richtig. Urteil: vier von fünf Punkten.

Von

Helene Schmidt