Cupra Born VZ: Test
Was kann die 326 PS starke VZ-Version des Cupra Born?

Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Dritte Chance für den Cupra Born. Uns und Ihnen zu beweisen, dass er aktuell der sportlichste Beitrag in Sachen E-Auto ist. Zum dritten Mal? Ja, angefangen hatte alles 2022, als wir am Lausitzring einen Fahrvergleich gemacht haben mit dem Thema "So viel Fahrspaß gibt es für 45.000 Euro". Mit der Erkenntnis, dass die versammelten Verbrenner und selbst ein Youngtimer-Porsche 911 (996) deutlich besser aussahen als der Spanier.
Die Katalanen ließen das nicht auf sich sitzen, konterten damit, dass das Auto nicht die sportlichste Ausstattung und nur Conti-Eco-Contact-Reifen montiert hatte. Wir von AUTO BILD SPORTSCARS sind natürlich wie immer fair und gaben der Cupra-Mannschaft eine zweite Chance. Man rückte mit einem 231-PS-Born am Sachsenring an, diesmal mit Michelins und dem optionalen Adaptivfahrwerk.

Aufgeräumt, intuitiv bedienbar, Lenkrad liegt gut in der Hand.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
So war die Rennstreckenrunde schon deutlich spaßiger. Doch eine Erkenntnis gab es, es fehlte an Power. Das Chassis war quasi gut genug für noch mehr Speed. Vielleicht hatten die Spanier unser Jammern wieder gehört – auf jeden Fall präsentierte man 2024 den Born VZ. Im Sinne des VW ID.3 GTX Performance, nur in schön und ein paar Monate früher, Pardon, liebe Wolfsburger.
Wie unterscheidet sich der Born mit dem VZ-Logo am Heck von seinen Brüdern? Zwar bleibt's beim Hinterradantrieb, aber der liefert jetzt üppige 326 PS und lässt den Fünfsitzer in 5,6 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Dazu steigt der Topspeed von 160 auf 200 km/h.

Die serienmäßigen Sportschalen bieten jede Menge Seitenhalt.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Auch bei der Batterie legt Cupra mit zwei Kilowattstunden (kWh) Mehrkapazität nach. Der Born VZ kommt auf 79 kWh netto, die für knapp 600 Kilometer Reichweite genügen – jedenfalls auf dem Papier nach WLTP-Messzyklus. Unsere Verbrauchsrunde ergab nur 435 Kilometer. Außerdem verträgt der Akku beim Gleichstrom-Schnellladen nun bis zu 185 kW Ladeleistung. Was noch? Auch bei Fahrwerk und Bremsen wurde nachjustiert.
DDC-Sportfahrtwerk sowie neue Federn und Dämpfer
So kommt ein neues DCC-Sportfahrwerk zum Einsatz, hinten sind neue Dämpfer und Federn verbaut, und vorne hat man das Feder-Set-up angepasst. Bei der Hinterradbremse haben die Entwickler ebenfalls nachgebessert, dazu breitere Räder (8 x 20 anstatt 7,5 x 20") mit neuen Bridgestone-Reifen, und die Lenkung wurde auch nachgeschärft. Es gibt sogar leichtere Schmiederäder, kosten 900 Euro extra. Serie sind hingegen die optisch wie seitenhaltig perfekten Sportschalensitze.
Wie fährt er? Je nach Fahrmodus setzt der Born VZ seine Power wohldosiert oder vehement, wenn auch nicht brachial, um. Autobahn macht mit dem erhöhten Topspeed mehr Laune als bisher, auf der Landstraße merkt man in jeder Kurve und Kehre das Chassis-Feintuning.
Wie schlägt der Born VZ sich auf der Piste?
Rennstrecke? Ganz ehrlich, mit den neuen Bridgestones und dem geänderten Fahrwerk klebt der Born VZ noch enger an der Ideallinie. Das Power-Plus ist ausreichend, so holt er sich viel Zeit auf den Geraden. Und trotz mehr Grip, der ist auch noch agil. Wenn man einmal lupft und das ESP aus ist, dann lässt sich die Hinterachse gern zum Mitlenken überreden.

Man mag es kaum glauben, aber das Foto ist der Beweis: Der Born VZ kann sogar mit dem Hintern mitlenken.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Ach, noch etwas. Mit 52.770 Euro ist der VZ nicht gerade günstig. Der ID.3 GTX Performance ist in der Basis billiger, mit der Ausrüstung wie beim Born VZ kommt der VW aber etwas teurer.
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