Cupra Formentor VZ: Fahrspaß-Maschine mit heißem Golf-Herzen
Cupra Formentor VZ im Test
Mit den Genen des Golf R wurde der Cupra Formentor ordentlich gepimpt. Aber es gibt noch mehr, das für echten Fahrspaß sorgt. AUTO BILD macht den Test.
Verglichen mit dem Cupra Formentor wirkt der Golf R wie ein Musterschüler in Schuluniform. Das ist gar nicht böse gemeint, denn genau diese Philosophie machte ihn über Jahre so erfolgreich.
Das Glück für den bösen Bruder aus Spanien ist, dass er die DNA des deutschen Strebers benutzen darf, um seinen seit 2020 sehr erfolgreichen Weg des Andersseins fortzusetzen.
Neuer Top-Formentor mit aggressiver Optik
Denn neben der von ein bisschen böse zu ganz böse veränderten Front, die von der Haifischnase und dreieckigen Matrix-Scheinwerfern dominiert wird, blitzt jetzt am Heck noch ein LED-Leuchtband mit integriertem Cupra-Logo auf, das ebenfalls von einer dreieckigen Leuchtsignatur gerahmt wird.
Jetzt guckt er richtig grimmig: Cupra hat die Formentor-Front von böse auf ganz böse gedreht – mit Haifischnase und Matrix-Licht.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Um dieser finsteren Optik jetzt den richtigen Antrieb zu geben, pumpt unter der langen Motorhaube des Formentor VZ folgerichtig der aus dem Golf R stammende 2.0 TSI mit 333 PS. Das ist zwar viel weniger als die 390 PS des noch bis November 2023 die Sinne vernebelnden VZ5 mit Audi-Fünfzylinder, aber auch der neue Ober-Formentor kesselt gewaltig. Über sieben Gänge verteilt der Doppelkupplungsautomat 420 Nm an die Antriebsräder und treibt den 1,6 Tonnen schweren Spanier mittels Launch Control in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.
Mehr Aufmerksamkeit gibt es optional
Das mag nicht atemberaubend sein, dürfte aber beim Ampelstart dafür sorgen, dass die deutliche Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer einen Blick auf die armdicken Endrohrverblendungen werfen kann, die neben einem feinen Lochmuster auch das Akrapovič-Logo aufweisen. Heißt, es handelt sich um einen klappengesteuerten Auspuff aus Slowenien, der für 3915 Euro zusätzlich flüstern, grollen und auch richtig heiser husten kann.
Guter Sound: Für 3915 Euro werden die Abgase über eine Akrapovič-Anlage entsorgt – sie untermalt die Fahrleistungen sehr klangvoll.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Wie sich der böse Bube äußert, kann ihm der Fahrer mithilfe des Fahr-Modus-Schalters befehlen. Comfort lässt ihn tief und leise grummeln, Performance gibt ihm den schweren Atem mit leichtem Hüsteln, und Cupra bringt ihn in Höchstform. Husten, spratzen, lauthals das Zwischengas feiern und mit ordentlichen Sound-Salven aus der Kurve schießen.
Fahrzeugdaten
Fahrzeugdaten
Modell
Cupra Formentor VZ 2.0 TSI 4Drive
Motor Bauart/Zylinder
Vierzylinder, Turbo
Einbaulage
vorn quer
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/2
Nockenwellenantrieb
Kette
Hubraum
1984 cm³
kW (PS) bei 1/min
245 (333)/5600
Nm bei 1/min
420/2100
Vmax
250 km/h
Getriebe
Siebengang-Doppelkupplung
Antrieb
Allradantrieb
Bremsen vorn/hinten
Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung
245/40 R 19 Y
Reifentyp
Goodyear Eagle F1
Radgröße
8 x 19"
Abgas CO2
199 g/km
Verbrauch*
8,8 l/100 km
Tankinhalt
55 l
Kraftstoffsorte
Super Plus
Partikelfilter
Serie
Vorbeifahrgeräusch
68 dB(A)
Anhängelast gebr./ungebr.
1700/750 kg
Stützlast
80 kg
Kofferraumvolumen
420–1475 l
Länge/Breite/Höhe
4451/1839–1992**/1520 mm
Radstand
2679 mm
Grundpreis
55.345 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
64.905 Euro
Wer im Fahrprogramm Individuell den Sound Pure wählt, wird dann auch richtig Ohren machen. Hier ist der Soundaktuator deaktiviert, werden die Auslassventile gleichzeitig auf maximale Lautstärke gestellt. Ergebnis: ein aggressiver, zu 100 Prozent natürlicher Sound. Das ist ganz weit entfernt von den inszenierten und komponierten Klängen in Elektroautos. Etwas so Ehrliches gibt es heute kaum noch.
Cupra-Modus schärft den Formentor VZ
Apropos Cupra Mode: Der wurde nicht nur als das Hohelied auf die sportliche Klangkulisse erdacht, sondern beinhaltet auch eine optimierte Pedal- und Getriebekalibrierung sowie ein hohes dynamisches Drehmomentverhalten durch das Offenhalten der Drosselklappen. Was wiederum für einen dynamischen Antritt sorgt, wenn es aus der Kurve geht. Ob das, wie Cupra behauptet, auch für die Rennstrecke reicht, lässt sich an dieser Stelle nicht sagen.
Der Formentor bietet verschiedene Fahrprogramme, mit dem Cupra Mode liegt der Spanier besonders souverän auf der Straße.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Auf der Straße mit schnellen Wechselkurven wirken die Komponenten souverän. Die Lenkung ist direkt, vermittelt – anders als noch bei der ersten Ausfahrt auf der Fahrpräsentation erlebt – gute Rückmeldung von der Straße und versetzt den Fahrer in die Lage, leichten Versatz des Wagens bei Unebenheiten gekonnt auszugleichen. Selbst wenn die Vorderachse im Grenzbereich tief eintaucht und der VZ zum Untersteuern neigt, greift der Torque-Splitter mit seiner bedarfsgerechten Kraftverteilung an der Hinterachse ein und holt die Fuhre sicher in die Spur zurück, nachdem die optionale Sechs-Kolben-Akebono-Bremse (Scheiben 375 x 36 mm) mit einem scharfen Biss für die Temporeduzierung gesorgt hat.
Messwerte
Messwerte
Modell
Cupra Formentor VZ 2.0 TSI 4Drive
Beschleunigung
0–50 km/h
1,9 s
0–100 km/h
4,9 s
0–130 km/h
7,6 s
0–160 km/h
11,6 s
0–200 km/h
19,2 s
Zwischenspurt
60–100 km/h
2,3 s
80–120 km/h
3,1 s
Leergewicht/Zuladung
1615/545 kg
Gewichtsverteilung v./h.
59/41 %
Wendekreis links/rechts
11,3/11,2 m
Sitzhöhe
570 mm
Bremsweg
aus 100 km/h kalt
34,6 m
aus 100 km/h warm
34,2 m
Innengeräusch
bei 50 km/h
60 dB(A)
bei 100 km/h
66 dB(A)
bei 130 km/h
70 dB(A)
Verbrauch
Sparverbrauch
7,8 l SP/100 km
Testverbrauch Durchschnitt der 155-km-Testrunde (Abweichung zur WLTP-Angabe)
9,6 l SP/100 km (+ 9,1 %)
Sportverbrauch
13,0 l SP/100 km
CO2 (Testverbrauch)
228 g/km
Reichweite (Testverbrauch)
570 km
Nach unseren Messungen verzögern die Japan-Stopper übrigens, ob warm oder kalt, nahezu gleich in 34,4 zu 34,6 Metern. Das ist kein bemerkenswerter, aber ein sehr guter Wert. Was die Bremsen aber wirklich besonders macht, ist das Gefühl der feinsten Dosierbarkeit, das sie dem Fahrer vermitteln. Hier geht vom sanften Einschleifen über kurzes Anbremsen bis zum knallharten Zugreifen alles. Da gibt es kein Loch, kein unerwartetes Zuschnappen oder ungewolltes Verziehen.
Sehr gute Sportsitze mit viel Halt
Zudem verfügt der VZ serienmäßig über erstklassige "Supersport-Schalensitze", die dank ihrer hohen Seitenwangen nicht nur das Gesäß des Fahrers am rechten Fleck belassen, wenn es mal heiß hergeht, sondern auch den unteren und oberen Rücken fest einspannen, ohne dabei das Gefühl von Beklemmungen zu erzeugen. Die Hinterbänkler werden erwartungsgemäß nicht so fest gehalten, haben aber neben einer angemessenen Beinfreiheit einen tollen Blick auf die Sitzschalen in Carbonoptik.
Nomen es Omen: Die "Supersport-Schalensitze" im Top-Formentor heißen nicht nur so, sie sind es auch – in sämtlichen Belangen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Ob sie das Grinsen des Fahrers am Kurvenausgang deshalb teilen, kann hier nicht gesagt werden. Aber vielleicht kann ja etwas anderes während der Reise im Cupra Formentor VZ für Heiterkeit sorgen. Dieses sehr gelungene Spaßgerät ist nämlich auf den freien Strecken der Autobahn einen Tick schneller als die abgeregelte und deutlich teurere Konkurrenz. Mit einer Spitze von 262 km/h nach GPS-Messung dürfte die Zahl derer, die das im Alltag toppen, nicht mehr groß sein.
Vollgas macht den VZ durstig
Allerdings hat diese Art der Temporeise ihren Preis, und den zahlt der Pilot mit barer Münze an der nächsten Zapfsäule. Nach unseren Messungen schlürft der VZ bei flottem Lauf 13,0 Liter über 100 Kilometer weg. Nun ist man natürlich nicht immer im Attacke-Modus unterwegs, und so hat sich der spanische Straßenbolide dann bei unserer 155 Kilometer langen Testrunde mit Landstraße, Stadt und Autobahn mit 9,6 Litern angenehm zurückgehalten.
Breite Spanne: Zwischen 7,8 l/100 km Sparverbrauch und 13,0 l/100 km bei sportlicher Fahrweise bewegt sich der Spritdurst des Formentor.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Im Sparverbrauch reichten dem potenten Spanier dann gar 7,8 Liter Super. Zugegeben, wer den Formentor VZ so bewegt, der braucht ihn eigentlich auch nicht. Dem könnte der mit 150 PS befeuerte Bruder genügen, mit dem er sich nicht nur die grundsätzliche Optik, sondern auch das Infotainment teilt.
Sprachbedienung ist sehr verständig
Im Zentrum steht das serienmäßige 12,9 Zoll große Zentraldisplay, hinter dem sich ein neues Betriebssystem verbirgt. Die Programmierung der elektronischen Unterhaltungs- und Informationseinheit ist jetzt Android-basiert und wird von einer lernfähigen künstlichen Intelligenz (KI) unterstützt. Wer also Fragen hat, kann diese nach dem Ruf "Hallo, Cupra" stellen. Nicht jede kann beantwortet werden, aber der Hinweis "Oh, da bin ich im Moment überfragt" ist schon sehr charmant.
Im Innenraum hat sich beim Formentor VZ optisch wenig geändert, die verwendeten Materialien gefallen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Was die Erfüllung von konkreten Aufgaben betrifft, kann nicht nur die Sitzheizung, sondern auch die Klimaanlage gesteuert werden. Das dürfte allen entgegenkommen, die mit den Slidern unterhalb des Zentraldisplays zum Regeln der Temperatur nicht viel anfangen können und schmerzlich die alten Drehregler vermissen.
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
Autobewertung
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Gepatzt hat das System beim Navi-Test. Nicht bei den Spracheingaben, aber bei der Echtzeit-Verkehrsinformation, die immer wieder in den Offline-Modus sprang. Kein Problem, wird eben das Smartphone kabellos gespiegelt und Apple CarPlay oder Android Auto genutzt. Und weil wir gerade bei der Streckenplanung sind, soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Kofferraum für reisewütige Familien mit 420 Litern (Fronttriebler 450 l) nicht den üppigsten Platz bietet.
Wertung
Wertung
Modell
Cupra Formentor VZ 2.0 TSI 4Drive
Karosserie
Gutes Raumgefühl, nicht sehr übersichtlich undf unktional nicht besonders variabel.
Fahrspaß pur dank hoher Agilität, direkte Lenkung, Super-Traktion, etwas großer Wendekreis.
4/5 Punkten
Connected Car
Navi schwächelt bei Echtzeitangaben, pfiffige KI, Einbindung von Apple und Android problemlos.
4/5 Punkten
Umwelt
Relativ leicht, keine Umwelttechnik, recht hoher CO2-Ausstoß, kompakt in den Abmessungen.
2,5/5 Punkten
Komfort
Tolle Sitze und gute Sitzposition, straffes Fahrwerk, viele und gut arbeitende Assistenzsysteme.
4/5 Punkten
Kosten
Hoher Anschaffungspreis, geringer Wiederverkaufswert, passable Steuer und Versicherung.
2,5/5 Punkten
AUTO BILD-Testnote
2-
Ansonsten bleibt sich der Formentor treu, denn nennenswerte Änderungen im Innenraum gibt es zum Vorgänger nicht. Die Verarbeitung ist ordentlich, das verwendete Material an den entscheidenden Stellen hochwertig. Was in Summe dafür sorgt, dass sich Knarz- und Klappergeräusche im Rahmen halten.
Preisliste startet bei 54.345 Euro
Wer sich jetzt dem Fahrspaß frönend in den Cupra Formentor VZ stürzen möchte, der sollte mindestens 55.345 Euro auf der hohen Kante haben. Wem der Stift beim Kreuzemachen in der Optionsliste locker in der Hand liegt, der kann es allein mit Extrem-Paket und Akrapovič-Auspuffanlage locker auf 64.905 Euro bringen. Nur zum Vergleich: Der Golf R mit gleichem Motor kostet ab 53.795 Euro. Aber wie sagt man? "Golf kann ja jeder."
Mit den Genen des neuen Golf R hat der Cupra Formentor beim Spaßfaktor noch einmal gewonnen. Hinzu kommt seine scharfe Optik, die ihn zu einer ebensolchen Alternative macht. Die hat aber auch ihren Preis. AUTO BILD-Testnote: 2-
Cupra Formentor VZ im Test
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Mit den Genen des Golf R wurde der Cupra Formentor ordentlich gepimpt. Aber es gibt noch mehr, das für echten Fahrspaß sorgt. AUTO BILD macht den Test.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Sportliches Design fürs Topmodell: Neben der von ein bisschen böse zu ganz böse veränderten Front, die von der Haifischnase und dreieckigen Matrix-Scheinwerfern dominiert wird, ...
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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... blitzt jetzt am Heck noch ein LED-Leuchtband mit integriertem Cupra-Logo auf, das ebenfalls von einer dreieckigen Leuchtsignatur gerahmt wird.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Unter der langen Motorhaube des Formentor VZ macht der aus dem Golf R stammende 2.0 TSI mit 333 PS mächtig Dampf. Über sieben Gänge verteilt der Doppelkupplungsautomat 420 Nm an die Antriebsräder und treibt den 1,6 Tonnen schweren Spanier mittels Launch Control in 4,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, ...
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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... was akustisch ganz wundervoll untermalt wird. Die klappengesteuerte Abgasanlage von Akrapovič für 3915 Euro liefert einen Sound, den man so heute kaum noch hört. Der Vierender kann flüstern, grollen und auch richtig heiser husten.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Wie sich der böse Bube äußert, kann ihm der Fahrer mithilfe des Fahr-Modus-Schalters befehlen. Comfort lässt ihn tief und leise grummeln, Performance gibt ihm den schweren Atem mit leichtem Hüsteln, und Cupra bringt ihn in Höchstform. Husten, spratzen, lauthals das Zwischengas feiern und mit ordentlichen Sound-Salven aus der Kurve schießen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Auf der Straße mit schnellen Wechselkurven wirkt der Formentor VZ souverän. Die Lenkung ist direkt, vermittelt gute Rückmeldung von der Straße und versetzt den Fahrer in die Lage, leichten Versatz des Wagens bei Unebenheiten gekonnt auszugleichen. Selbst wenn die Vorderachse im Grenzbereich tief eintaucht und der VZ zum Untersteuern neigt, ...
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... greift der Torque-Splitter mit seiner bedarfsgerechten Kraftverteilung an der Hinterachse ein und holt die Fuhre sicher in die Spur zurück, ...
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... nachdem die optionale Sechs-Kolben-Akebono-Bremse (Scheiben 375 x 36 mm) mit einem scharfen Biss für die Temporeduzierung gesorgt hat. Nach unseren Messungen verzögern die Japan-Stopper übrigens, ob warm oder kalt, nahezu gleich in 34,4 zu 34,6 Metern. Das ist kein bemerkenswerter, aber ein sehr guter Wert. Was die Bremsen aber wirklich besonders macht, ist das Gefühl der feinsten Dosierbarkeit.
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Wer spielen will, deaktiviert das ESP. Aber bitte nur bei ausreichend Platz. Gleiches gilt für den Drift-Modus.
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Dieses sehr gelungene Spaßgerät ist auf den freien Strecken der Autobahn einen Tick schneller als die abgeregelte und deutlich teurere Konkurrenz. Mit einer Spitze von 262 km/h nach GPS-Messung dürfte die Zahl derer, die das im Alltag toppen, nicht mehr groß sein. Allerdings hat diese Art der Temporeise ihren Preis, ...
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... und den zahlt der Pilot mit barer Münze an der nächsten Zapfsäule. Nach unseren Messungen schlürft der VZ bei flottem Lauf 13,0 Liter über 100 Kilometer weg, aber bei unserer 155 Kilometer langen Testrunde mit Landstraße, Stadt und Autobahn hat er sich mit 9,6 Litern angenehm zurückgehalten. Im Sparverbrauch reichten dem potenten Spanier dann gar 7,8 Liter Super.
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Der VZ verfügt serienmäßig über erstklassige "Supersport-Schalensitze", die dank ihrer hohen Seitenwangen nicht nur das Gesäß des Fahrers am rechten Fleck belassen, wenn es mal heiß hergeht, sondern auch den unteren und oberen Rücken fest einspannen, ohne dabei das Gefühl von Beklemmungen zu erzeugen.
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Beim Interieur bleibt sich der Formentor treu, denn nennenswerte Änderungen im Vergleich zum Vorgänger gibt es nicht. Die Verarbeitung ist ordentlich, das verwendete Material an den entscheidenden Stellen hochwertig. Was in Summe dafür sorgt, dass sich Knarz- und Klappergeräusche im Rahmen halten.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Im Zentrum steht das serienmäßige 12,9 Zoll große Zentraldisplay, hinter dem sich ein neues Android Betriebssystem mit lernender KI verbirgt. Was die Erfüllung von konkreten Aufgaben per Sprachsteuerung betrifft, kann nicht nur die Sitzheizung, sondern auch die Klimaanlage gesteuert werden. Gepatzt hat das System beim Navi-Test. Nicht bei den Spracheingaben, aber bei der Echtzeit-Verkehrsinformation, die immer wieder in den Offline-Modus sprang.
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Blick ins Cockpit: Motordrehzahl und Geschwindigkeit – mehr braucht es in einem sportlichen Auto nicht.
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Mit 420 bis 1475 Liter Ladevolumen ist man mit etwas Geschick auch für die Urlaubsreise gerüstet.
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Wer sich jetzt dem Fahrspaß frönend in den Cupra Formentor VZ stürzen möchte, der sollte mindestens 55.345 Euro auf der hohen Kante haben. Wem der Stift beim Kreuzemachen in der Optionsliste locker in der Hand liegt, der kann es allein mit Extrem-Paket und Akrapovič-Auspuffanlage locker auf 64.905 Euro bringen.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
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Das Fazit: Mit den Genen des neuen Golf R hat der Cupra Formentor beim Spaßfaktor noch einmal gewonnen. Hinzu kommt seine scharfe Optik, die ihn zu einer ebensolchen Alternative macht. Die hat aber auch ihren Preis. AUTO BILD-Testnote: 2-