Mit dem Dacia Sandrider zeigt sich die rumänische Renault-Tochter von einer ganz anderen Seite, fernab von Sandero, Duster und Co. Wobei Dacia-CEO Denis Le Vot bei der Pressekonferenz am 30. Januar 2024 betonte, dass das Rallyeauto aufgrund seiner Robustheit genau das verkörpere, wofür die Marke stehe.
Die erste Rallye für den Sandrider wird im Oktober 2024 die Rallye du Maroc sein, bei der drei Teams von Dacia antreten. Doch das Rennen gilt nur als Vorbereitung. Konzipiert wurde das Fahrzeug für die Rallye Dakar 2025!
Dacia Sandrider
Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht nicht so, aber durch die Platzierung der Luftein- und -auslässe ist der Sandrider sehr aerodynamisch gestaltet.
Bild: Dacia
Seit über einem Jahr hat das Designteam auf diesen Moment – den Tag der Enthüllung – hingearbeitet. Was sofort auffiel, als der Vorhang heruntergelassen wurde: die Ähnlichkeit zum Manifesto. Die beiden Modelle seien voneinander inspiriert, weil sie zu Teilen auch parallel entworfen wurden – absichtliche Überschneidungen bestünden aber nicht. Schließlich handelt es sich beim Sandrider um ein waschechtes Rallyeauto.

Der Sandrider wird mit synthetischen Kraftstoffen angetrieben

Angetrieben wird der Dacia von einem Dreiliter-V6 mit Biturbo, der 360 PS und 560 Nm maximales Drehmoment leistet. Laut Denis Le Vot handelt es sich um einen Motor, der bereits aus dem Hause Nissan/Infiniti bekannt ist. Geschaltet wird mit einem sequenziellen Sechsganggetriebe, die Kraft wird natürlich auf alle vier Räder übertragen. Dacia hat außerdem verkündet, dass man beim Sandrider ausschließlich auf synthetische und nachhaltige Kraftstoffe (E-Fuels) setzen wolle.
Dacia Sandrider
Die Knöpfe und Funktionen im Innenraum sind so konzipiert, dass sie an die jeweiligen Vorlieben des Fahrers oder der Fahrerin angepasst werden können.
Bild: Dacia
Damit auch im Falle einer Panne nicht viel Zeit verloren geht, hat sich Dacia zwei hilfreiche Gadgets einfallen lassen. Zum einen sind die beiden Ersatzräder sehr offen und ohne weitere Verkleidung montiert. Außerdem dienen die Außenseiten der Türen als Magnetfläche – um herumfliegende Radmuttern zu sichern, bevor sie im Sand verschwinden.
Wer nun schon auf private Offroad-Abenteuer gehofft hat: Bisher ist keine serienmäßige Produktion des Sandrider geplant. Doch auch dazu äußerte sich Dacia-Chef Le Vot: "Sag niemals nie!"