Daimler: BAIC will Anteile kaufen
Chinesen vor Einstieg bei Daimler

–
Daimler bekommt offenbar bald einen neuen Großaktionär: den chinesischen Staatskonzern BAIC. Die Verhandlungen sollen auf der Zielgeraden sein.
Bild: Auto Bild Montage
(dpa/rtr/cj) Der chinesische Staatskonzern BAIC will sich bis Ende 2015 bei Daimler einkaufen. Der Chef des Daimler-Joint-Venture-Partners Beijing Automotive (BAIC) in Peking, Xu Heyi, sagte der Zeitung "Beijing Times" (27. August 2015), sein Konzern wolle einer der größten Anteilseigner bei den Stuttgartern werden. Nach frühreren Ankündigungen steckten beide Seiten nun "in der Schlussphase der Verhandlungen", wie die Zeitung zitierte. Daimler begrüßte das Vorhaben: "Wir freuen uns grundsätzlich immer über langfristig orientierte Investoren", sagte ein Sprecher. Daimler-Aktien gehörten mit einem Plus von mehr als vier Prozent zu den Gewinnern im Leitindex Dax. Allerdings dürften die Papiere auch von der allgemeinen Erholung an den Märkten mitgezogen worden sein.
Daimler/BAIC: Mercedes kauft ein Stück China
China-Deal: Daimler steigt bei BAIC ein
BAIC und Daimler bauen seit zehn Jahren in der Volksrepublik gemeinsam Autos. An dem Gemeinschaftsunternehmen sind die Chinesen seit 2013 mit 51 Prozent beteiligt, umgekehrt halten die Schwaben die Mehrheit an einem Vertriebs-Joint-Venture mit BAIC. Im Reich der Mitte hat Daimler zur Aufholjagd geblasen, um den bayerischen Rivalen BMW bis 2020 als Weltmarkführer unter den Premiumautobauern abzulösen. Daimler verfügt im Gegensatz zu VW und BMW nicht über einen Mehrheitsaktionär. Die größten Anteilseigner sind der französische Autobauer Renault und sein Partner Nissan mit 3,1 Prozent und das Emirat Kuwait mit 6,8 Prozent. Der Rest liegt breit gestreut bei institutionellen und privaten Anlegern.
Service-Links