Der deutsche Beifahrer Timo Gottschalk hat zum zweiten Mal in seiner langen Motorsportkarriere die Rallye Dakar gewonnen. Der 50 Jahre alte Brandenburger triumphierte nach 4.982 Prüfungskilometern im saudi-arabischen Shubaytah mit seinem 43 Jahre alten Piloten Yazeed Al-Rajhi.
"Mit Yazeed diesen Sieg zu feiern, ist einer der großartigsten Momente meiner Karriere und schwer in Worte zu fassen. Und wir haben ihn uns sowas von verdient", sagte Gottschalk nach der Zielankunft.

Gottschalk siegt als Beifahrer im Toyota Hilux

Das deutsch-saudi-arabische Duo hatte tags zuvor auf der elften Etappe die Führung zurückerobert und gab sie im Finale über 61 Wertungskilometer auch nicht mehr ab. Nach insgesamt zwölf Etappen lagen sie im Toyota Hilux 3:57 Minuten vor dem südafrikanischen Duo Henk Lategan und Brett Cummings ebenfalls im Toyota.
Toyota Hilux
So sehen Sieger aus! Pilot Yazeed Al-Rajhi (rechts) und Beifahrer Timo Gottschalk (links)
Bild: MCH PHOTO
"Das war mit Sicherheit meine härteste Rallye Dakar bisher. Schon nach der ersten Woche habe ich mich gefühlt, als läge bereits die ganze 'Dakar' hinter mir. Körperlich und mental haben uns die Veranstalter diesmal bis an die Grenzen gebracht, teilweise darüber hinaus", so Gottschalk.
Gottschalk hatte 2011 an der Seite von Nasser Al-Attiyah zum ersten Mal die Dakar gewonnen, die damals in Südamerika ausgefahren worden war. Zum ersten Mal teilgenommen an der schweren Etappenfahrt hatte Gottschalk als Beifahrer bereits 2007, als noch in Afrika gefahren worden war.
Toyota Hilux
Hält den Toyota Hilux in Schuss, Timo Gottschalk
Bild: Toyota
Damals navigierte der gebürtige Neuruppiner Landsmann Dieter Depping in einem Truck, 2008 wurde das Paar in der Auto-Kategorie Sechster. Mit Al-Rajhi fährt Gottschalk, der auf der offiziellen Dakar-Homepage als einer der besten Co-Piloten im Rallye-Sport gepriesen wird, seit 2023.

Ekström im Ford Dritter

Mit Rang drei lieferte der ehemalige DTM-Champion Mattias Ekström im neu formierten Ford-Werksteam sein bisher bestes Ergebnis ab. Der fünfmalige Sieger Nasser Al-Attiyah (Dacia) hatte zu viele Reifenschäden und verlor durch Navigationsfehler zusätzlich Zeit.
Vorjahressieger Carlos Sainz (Ford) und der neunmalige Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb (Dacia) schieden durch Unfälle aus. Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Toyota), die Dakar-Sieger von 2009, gaben auf: Zitzewitz litt nach einem Frontalzusammenstoß mit Teamkollegen (!) unter starken Nackenschmerzen.

Ergebnis:

1. Yazeed Al-Rajhi/Timo Gottschalk (KS/D), Toyota, 52:52.15 Stunden
2. Henk Lategan/Brett Cummings (ZA/ZA), Toyota, + 3.57 Minuten
3. Mattias Ekström/Emil Bergkvist (S/S), Ford, +20.21 Minuten
4. Nasser Al-Attiyah/Edouard Boulanger (QT/F), Dacia. + 23.58 Minuten
5. Michell Guthrie/Kellon Walch (USA/USA), Toyota,
. . .
9. Seth Quintero/Dennis Zenz (USA/D), Toyota, +2:20.04 Stunden