Zu komplex, zu schwer, zu teuer, zu wenig Emotionen. So der Tenor der Fangemeinde, als man den Mercedes-AMG C 63 S E-Performance vor drei Jahren vorstellte. Hybridisierung, Downsizing, extreme Literleistung – was auf den ersten Blick wie ein Technologiesprung aussah, kam beim Kunden nie an. Trotz der 680 PS und bis zu 1020 Newtonmeter, die auf dem Papier reichlich Eindruck machten. Emotionales Fahren kam dabei jedoch nur selten herum. Das Gewicht zu hoch (2190 kg), der Sound zu synthetisch und die elektrische Reichweite mit rund 13 Kilometern noch nicht einmal praxistauglich.
AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt
Mercedes-Benz C 63 AMG S E-Performance Premium+NightII CarbonII
89.990
Mercedes-Benz C 63 AMG S E-Performance Premium+NightII CarbonII
5.000 km
500 KW (680 PS)
11/2025
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Mercedes-Benz C 63 AMG C 63 S E Performance Night/Digital-Light/Pano Navi
80.950
Mercedes-Benz C 63 AMG C 63 S E Performance Night/Digital-Light/Pano Navi
12.850 km
350 KW (476 PS)
04/2025
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Mercedes-Benz C 63 AMG AMG C 63 S E PERFORM T-Mod Night/Pano/Distr/360°
79.980
Mercedes-Benz C 63 AMG AMG C 63 S E PERFORM T-Mod Night/Pano/Distr/360°
3.281 km
350 KW (476 PS)
04/2025
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Mercedes-Benz C 63 AMG S 4M+* Carbon Pano PerfSitze 1.H Mwst. Burm
94.990
Mercedes-Benz C 63 AMG S 4M+* Carbon Pano PerfSitze 1.H Mwst. Burm
12.500 km
500 KW (680 PS)
03/2025
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10,5l + 11,7kWh/100km (komb.), CO2 Ausstoß 167 g/km*
Mercedes-Benz C 63 AMG S E Performance T Night Distronic AHK
83.970
Mercedes-Benz C 63 AMG S E Performance T Night Distronic AHK
2.900 km
350 KW (476 PS)
03/2025
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Mercedes-Benz C 63 AMG C 63 S E NIGHT+DRIVERS+PANO+360+BURMESTER+KERAMIK
82.490
Mercedes-Benz C 63 AMG C 63 S E NIGHT+DRIVERS+PANO+360+BURMESTER+KERAMIK
9.749 km
350 KW (476 PS)
03/2025
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Mercedes-Benz C 63 AMG S E PERF F1 Edition Perf Sitz Pano HUD 360
94.940
Mercedes-Benz C 63 AMG S E PERF F1 Edition Perf Sitz Pano HUD 360
5.925 km
350 KW (476 PS)
01/2025
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Mercedes-Benz C 63 AMG SE T|AERO|NIGHTI+II|LM20Z|DRIVER´S|VOLL
79.999
Mercedes-Benz C 63 AMG SE T|AERO|NIGHTI+II|LM20Z|DRIVER´S|VOLL
8.482 km
350 KW (476 PS)
12/2024
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Mercedes-Benz C 63 AMG S E PERF Night Prem Plus Sitzkl Pano 360
69.900
Mercedes-Benz C 63 AMG S E PERF Night Prem Plus Sitzkl Pano 360
41.634 km
350 KW (476 PS)
12/2024
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Mercedes-Benz C 63 AMG C 63T SE Performance Drivers AHK Pano Night 20"
71.400
Mercedes-Benz C 63 AMG C 63T SE Performance Drivers AHK Pano Night 20"
7.819 km
500 KW (680 PS)
12/2024
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Alle Mercedes-Benz C 63 AMG gebraucht

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Auch wir runzelten damals ganz schön die Stirn. Okay, der Supertest anfangs mit der Limousine beeindruckte uns schon irgendwie. Trotz des Gewichts war das Handling wirklich gut, die Rundenzeit solide; nur das mit dem Boost-Plan kam uns anfangs spanischer vor als manche Fremdsprachen-Stunde. Außerdem mussten wir uns oft fragen lassen, warum wir denn immer wieder den V8-Motoren hinterherschreiben würden. Schließlich stünde hier die Zukunft, mit handfesten Anleihen an den legendären Hypercars. Dass so ein Achtzylinder besser klingt und anhaltender performt, ging in der Diskussion häufig unter …
Dauertest: Mercedes AMG C 63 S E Performance
Volle Punktzahl für das Cockpit. Tiefe und komfortable Sitzposition, schnelles Infotainment, wertige Materialien.
Bild: Lena Willgalis
Wie dem auch sei, ein Interview mit dem damaligen AMG-Boss Michael Schiebe kam nie zustande. Stattdessen schlug man uns vor, den C 63 S E Performance einmal ausführlicher und länger auszuprobieren. Nach dem Motto: Im zweiwöchigen Testzeitraum kann man sicher nicht jedes Detail eines Autos erfahren. Und außerdem würde man mit mehr Zeit vielleicht auch den Sinn dieses Autos besser verstehen. Na ja, wir haben uns darauf eingelassen, Anfang März 2025 rollte „S-MA 6333“ zu uns in die Redaktion.
Motorbauart/Aufladung 
R4 + E-Motor/Turbo 
Hubraum 
1991 cm3 
Energieinhalt brutto/netto 
6,1/4,8 kWh 
Leistung Verbrenner 
350 kW (476 PS) 
Leistung E-Motor 
150 kW (204 PS) 
Systemleistung 
500 kW (680 PS) 
Drehmoment Verbrenner 
545 Nm 
Drehmoment E-Motor 
320 Nm 
Systemdrehmoment 
1020 Nm 
Getriebe 
9-Stufen-Automatik 
Antriebsart 
Allrad 
Reifengröße 
265/35 ZR 20 - 275/35 ZR 20 
Maße L/B/H 
4842/2033/1474 mm 
Radstand 
2875 mm 
Leergewicht/Zuladung 
2190/485 kg 
Tank-/Kofferraumvolumen 
60/324-1510 l 
0-100 km/h 
3,4 s 
Höchstgeschwindigkeit 
280 km/h (abgeregelt) 
WLTP-Verbrauch/100 km 
6,9 l Super Plus 
Grundpreis 
ab 116.959 €
Und wir nehmen es mal vorweg, die sechs Monate und rund 35.000 Kilometer taten gar nicht so weh. Ganz im Gegenteil. Wer mental imstande war, die legendären V8-Vorgänger auszublenden, der erlebte einen meist sehr souveränen, vor allem aber auch sehr wandlungsfähigen Antrieb. Hinzu kam, dass man mit dem Auto wirklich immer gut angezogen war. Auch am Wohlfühlambiente im Cockpit gab es nichts zu meckern. Das große Mitteldisplay für Navi und Co ist intuitiv bedienbar, die Sprachführung versteht jeden. Leicht nervige Assistenzsysteme ausschalten? Auch das geht im sprichwörtlichen Hamdumdrehen. Ein Klick auf die Taste mit dem Autosymbol, und schon hat man alle Klings, Klongs sowie das vibrierende Lenkrad einzeln deaktiviert.
Dauertest: Mercedes AMG C 63 S E Performance
Davon hätten wir noch mehr Bilder machen können. Denn der C 63 stand sehr, sehr oft an den Tankstellen.
Bild: AUTO BILD
Was leider dennoch ziemlich oft zu hören war: die Warnung der Benzinreserve. Der 60-Liter-Tank ist für ein derart schweres Auto mit so viel Leistung einfach zu klein. Wir hatten es zwar über die Dauer mit rund 10 Liter Super Plus im Schnitt geschafft. Auf nächtlichen Express-Etappen waren die Stints jedoch kaum länger als früher zu seligen Mitsubishi-Evo-Zeiten. Wie gesagt, der vermeintliche Mehrwert des Hybridsystems ging mit zu vielen Kehrseiten einher. Beispiel Kofferraum: Der weist nicht nur einen insgesamt extrem hohen Ladeboden, sondern auch noch eine riesige Stufe auf. Konkret verliert der Kombi 163 Liter an Ladevolumen gegenüber dem Vorgänger. Transportieren von Kamera- und/oder Mess-Equipment artete oft zum Tetris-Spiel aus. Der Platz im Fond geht dagegen in Ordnung.

Fahrwerk top, Komfort stabil – trotz Sportgene

Ebenfalls positiv hervorzuheben ist das Adaptivfahrwerk. In Comfort schluckt es Unebenheiten sauber weg. Selbst im Sport-Mode geht der Komfort in Ordnung. Und wenn man mal Spaß haben wollte, dann waren spätestens in Sport+-Stellung die Kurven dein Freund. Das Gewicht ist dann kaum noch zu spüren. Auch die optionale Keramikbremse schlug sich wacker. Viel Ausdauer und ein gutes Pedalgefühl trotz Rekuperation.
Dauertest: Mercedes AMG C 63 S E Performance
Klar, der Zweiliter mit seinen 476 PS an sich, das ist schon krass. Doch der gehört hier einfach nicht rein.
Bild: Lena Willgalis
Apropos, der kleine Akku war gefühlt ständig leer. Da half auch externes Aufladen am Stecker nicht viel. Wer die vollen 680 PS mehrmals hintereinander abrief, der nuckelte die Zellen im Zeitraffer leer. Sound? Na ja, irgendwann gewöhnt man sich an das künstliche Getobe. Die perfekte Tour gelang oft nur im Individual-Modus. Fahrwerk auf Komfort, Motor, Getriebe auf Sport, dann ist der Vierzylinder hellwach, hält den Akku bei Laune, und die Automatik schaltet richtig knackig. Trotzdem waren die 4,8 kWh am Ende einfach ein unguter Kompromiss: zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Probleme machte "S-MA 6333" übrigens nie wirklich. Der Plattfuß, der uns kurz vor Schluss ereilte, geht schließlich nicht zu seinen Lasten.

Modellwechsel fix: AMG zieht den Stecker

Und was nun? Mit der nächsten Modellpflege der C-Klasse wird der C 63 S E-Performance eingestellt, Punkt! Es folgt der C 53, ausgestattet mit dem bekannten Dreiliter-Sechszylinder und Mildhybrid. Die Leistung wird geringer ausfallen, dafür dürften Fahrgefühl, Gewicht und Preis deutlich besser zur Erwartungshaltung der Fangemeinde passen. Und noch etwas. Sie sammeln exotische Automobile? Dann schlagen Sie hier zu! Ohne Flachs, das Ding wird in 20 Jahren so schwer zu finden sein wie eine blaue Mauritius. Und das nicht nur, weil Spektralblau die einzig echte Farbe war im Konfigurator.
Starke Optik, schönes Cockpit, gute Bedienung und absolutes Hammer-Fahrwerk, das Lang- wie Rundstrecke kann. Nur der Hybrid bleibt ein seltsamer Mischling. Für Plug-in zu klein, für Performance zu groß.