Vorstellung DS3 Crossback

DS 3 Crossback: Elektro-SUV im Check

Her mit dem kleinen Franzosen-SUV!

Citroëns Edel-Tochter DS Automobiles präsentiert auf dem Pariser Salon den DS 3 Crossback. Wir haben uns das erste Elektro-SUV von PSA schon angeschaut.
Es ist eine der Aufgaben, die Kopfschmerzen bereitet: "Entwickelt einen SUV im hartumkämpften B-Segment, der so herausragend ist, dass er das Zeug zum Marktführer hat." DS-Produktchef Etienne Menant und sein Team machten sich an die Arbeit, heraus kam der DS 3 Crossback. Trotz kompakter Maße von 4,12 Meter Länge und 1,80 Meter in der Breite tritt der kleine Crossover bullig auf. Riesige Räder mit 690 Millimetern Durchmesser (so was steckt sonst auf einem Mercedes GL), kurze Überhänge und viel Bodenfreiheit machen es möglich.

Trotz kompakter Maße tritt der DS 3 Crossback bullig auf

Design-Zitat: Den Blechknick auf Höhe der B-Säule hatte schon das Vorgängermodell des neuen DS3.

Obwohl man sich hier in Paris klar von früheren DS-Modellen distanziert und den neuen Weg betont, fällt die "Haifischflosse", wie die optische Linienunterbrechung auf Höhe der B-Säule genannt wird, besonders auf. Die kennen wir schon vom ersten DS 3. Auffällig sind auch die versenkten Türgriffe. Sie fahren heraus, sobald sich der Fahrer auf weniger als 1,50 Meter nähert. Kennen wir zwar schon so ähnlich von Tesla, in der preiswerten Kompaktklasse sind sie aber ein Novum. Auch sonst bläst DS ins Premiumhorn, möchte mit viel Extravaganz und Avantgarde überzeugen. So kann sich der Käufer aus zehn Felgen, zehn Grundfarben, drei Dachfarben und fünf "Innenraumwelten" seinen ganz persönlichen DS3 Crossback zusammenstellen. Nappa-Leder mit Perlenstickereien und Diamant-Muster soll zusätzlich den Eindruck erwecken, dass man es hier mit einem von Hand montierten Manufakturprodukt zu tun hat statt mit robotermontierter Konfektionsware aus dem PSA-Konzern.

Materialien und Verarbeitung im Innenraum überzeugen

Sauber: Der erste Qualitätseindruck überzeugt, bis auf zwei Knöpfe setzt Citroën auf Touch-Bedienung.

Über ein 7-Zoll-Farbdisplay vor dem Lenkrad, ein farbiges Head-up-Display in der Scheibe und einen 10,3-Zoll-Monitor in der Mitte laufen Informationen und Bedienung. Um das Raumgefühl zu verbessern, wanderten die seitlichen Luftausströmer vom Armaturenbrett in die Türen. Abgesehen von Warnblinkschalter und Start/Stopp-Knopf setzt Citroen in seinem voll digitalisierten Cockpit ausschließlich auf Touch-Elemente. Überall findet sich das markentypische Rautenmuster wieder. Mit Ausnahme des Kofferraums, der mit hoher Lade- kante und einfachen Materialien etwas abfällt, überzeugt der erste Qualitätseindruck. Das muss er auch, die Konkurrenz von Kia und Co. schläft auch nicht auf dem Baum. Matrix-LED-Scheinwerfer, die über eine Kamera in der Windschutzscheibe gesteuert werden, bündeln ihre 15 Lichtsegmente je nach Straße und Situation und kreieren einen maßgefertigten Lichtkegel. Innerorts breit, weit auf der Autobahn, nie blendend. Schön, aber nicht ganz neu.

Die interessanteste DS 3-Motorisierung lässt noch auf sich warten

Spannend: Im zweiten Halbjahr 2019 soll die E-Version des DS3 kommen – mit über 300 km Reichweite.

Eher schon die neue CMP-Plattform, die einer Vielzahl von PSA-Produkten als Basis dienen soll und im DS 3 Crossback erstmals zum Einsatz kommt. Wie vielseitig sie ist, wird beim DS 3 spürbar, der 2019 mit drei Antrieben an den Start geht. Den Anfang machen im Frühjahr die Verbrenner. Zur Wahl stehen Benziner mit 100, 130 oder 155 PS und ein Diesel mit 130 PS. Spannender aber wird die Premiere der Elekteroversion E-Tense im zweiten Halbjahr. Der Motor leistet 136 PS und 260 Nm Drehmoment. Das soll reichen, um in 8,7 Sekunden auf 100 km/h zu sprinten. Der 50-kw/h-Akku soll mehr als 300 Kilometer schaffen. Die Preise für die Benzinversion dürften bei rund 25.000 Euro starten. Wir meinen: Ein stimmiger Franzose mit eigenem Charme. Ob er wirklich das Zeug zum Marktführer hat? Werden wir in ein, zwei Jahren sehen.

Malte Büttner

Fazit

DS Automobiles bemüht sich um die verlorene Aventgarde von Citroën. Der DS3 Crossback überzeugt mit viel Eigenständigkeit und hoher Qualitätsanmutung. Schade, dass die wichtige Elektroversion erst spät 2019 kommt.

Stichworte:

SUV

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