Elektroautos haben nur eine Energiequelle: den Akku. Während sich Verbrenner ihre Energie für Heizung und Klimaanlage in den meisten Fällen vom Motor (über Kühlwasserkreislauf bzw. riemengetriebenem Klimakompressor) ziehen, saugt das E-Auto alle Energie für elektrisch betriebene Komponenten aus dem Akku. Und diese Leistung fehlt dann für den eigentlichen Vortrieb. Kühlen kostet also, ebenso wie das Heizen des Elektroautos im Winter, Reichweite. Aber wie viel genau?
Moderne Autos sind fahrende Wärmespeicher: Schrägstehende Front- wie Heckscheibe sowie exzellente Dämmung sorgen dafür, dass sich das Fahrzeuginnere bei starker Sonneneinstrahlung gewaltig aufheizt. Wehe, wenn die Klimaanlage nicht funktioniert! Oder wenn der E-Auto-Akku leer wird, weil die Klimaanlage daraus permanent Unmengen an Strom abgezapft hat. Doch ist das überhaupt eine Gefahr?

Die besten E-Autos bis 48.000 Euro

Aktuelle Angebote
Opel Corsa-e
Opel Corsa Electric
Carwow Logo
Kia EV3  Elektroauto SUV
Kia EV3
Carwow Logo
Skoda Elroq
Skoda Elroq
Carwow Logo
Tesla Model 3
Tesla Model 3
Carwow Logo
Toyota BZ4X
Toyota bZ4X
Carwow Logo
Der ADAC hat geprüft, wie hoch der Stromverbrauch einer Klimaanlage im Elektroauto ist. Dazu wurde die neue Klimakammer des Forschungszentrums in Landsberg am Lech auf 35 Grad Celsius aufgeheizt. So simulierte der ADAC einen achtstündigen Stau in sommerlicher Gluthitze. Als Testwagen stand ein Tesla Model Y zur Verfügung, dessen Akku zu Testbeginn einen Füllstand von 60 Prozent aufwies.
Der Autoverkehr staut sich am 10.07.2016 in Starnberg (Bayern) am Ende einer Autobahn. Durch Ausflugs- und beginnenden Urlaubsverkehr kam es auf zahlreichen bayerischen Autobahnen zu Stauungen.
Gerät man bei sommerlicher Hitze in einen Stau, muss die Klimaanlage auf Hochtouren arbeiten. Das kostet viel Energie, ohne einen Meter vorwärtszukommen.
Bild: DPA
UV-Lampen imitierten die Sonneneinstrahlung und heizten das Cockpit auf 30 bis 45 Grad Celsius auf. Außen auf der Frontscheibe entstanden zwischenzeitlich 60 Grad. Die Klimaanlage des elektrischen SUV war auf 20 Grad Celsius eingestellt. Das schaffte das Kühlaggregat nicht, hielt den Innenraum aber während der Testdauer konstant unter 25 Grad.

Pro Stunde gingen acht Kilometer weg

Die Kühlleistung betrug relativ konstant 1,5 kW – wurden die UV-Lampen umgestellt oder die Türen geöffnet, nahm dieser Wert ab bzw. zu. Während der acht Stunden im imaginären Stau verbrauchte der Tesla Model Y etwa 12 kWh, also etwas mehr als ein Sechstel (16 Prozent) des Stromvorrats im Akku. Pro Stunde ging also Strom für acht Kilometer Reichweite in die Kühlung – das entspricht zwei Prozent der Akku-Kapazität.

Die besten Wallboxen

Charger Pro 2 22 kW + 7,5m Kabel
Autobild LogoTestsieger
Externe Verlinkung
1.
Elli
Charger Pro 2 22 kW
1,4
sehr gut
Amazon LogoHändler LogoHändler LogoIdealo Logo
Go 22KW 4G (ZM000733)Externe Verlinkung
2.
Zaptec
Go 22 kW 4G
1,4
sehr gut
Amazon LogoHändler Logo

Zum Anbieter

Idealo Logo
Externe Verlinkung
3.
go-e
Charger Gemini 2.0 22kW
1,5
gut
Amazon LogoHändler LogoHändler LogoIdealo Logo
ABL Pulsar Solar Bundle (100000497)Externe Verlinkung
4.
wallbox
ABL Pulsar 22 kW
1,5
gut
Amazon LogoHändler LogoHändler LogoIdealo Logo
Amtron 4You C2 510Externe Verlinkung
5.
Mennekes
Amtron 4You C2 510 11 kW
1,6
gut
Amazon LogoHändler LogoHändler LogoIdealo Logo
KeContact P40Externe Verlinkung
6.
Keba
KeContact P40 11 kW
1,7
gut
Amazon LogoHändler LogoHändler LogoIdealo Logo
Connect Solar 11kW 7,5m (00.779.3057)Externe Verlinkung
7.
Heidelberg Amperfied
Connect Solar 11 kW
2,0
gut
Amazon LogoHändler LogoHändler LogoIdealo Logo
ENECTOR AC 3.7/11 (10532947)Externe Verlinkung
8.
Kostal
Enector 11 kW
2,6
befriedigend
Amazon LogoHändler LogoHändler LogoIdealo Logo
Komplette Liste: Die besten Wallboxen
Hochgerechnet auf einen vollen Akku ließe sich der Tesla mehr als vier Tage im Stand kühlen. Zum Vergleich: Bei einem Verbrenner dieses Formats würde die Klimaanlage zwischen 1 und 1,5 Liter Kraftstoff pro Stunde schlucken. Umgerechnet sind das ungefähr zehn bis fünfzehn kWh. Damit ist das Elektroauto deutlich effizienter – abgesehen davon, dass es auch beim Kühlen keine Schadstoffe in die Umwelt bläst.
Das zeige, dass "E-Auto-Fahrer keine Angst haben müssen, liegen zu bleiben, falls sie bei hohen Temperaturen in einen langen Stau geraten und die Klimaanlage aktiviert lassen", resümiert ein ADAC-Sprecher. Übrigens: Auch im Winter können Elektroautos inzwischen so effizient beheizt werden, dass sie über lange Zeit warm bleiben, ohne dass der Fahrakku zu versiegen droht.
Es muss ja nicht gleich ein 40-Kilometer-Autobahnstau sein – bereits in der Rushhour an der roten Ampel oder vor dem Bahnübergang können wir das Phänomen beobachten: Die Fahrzeugkolonne steht, und alle Motoren laufen bzw. springen trotz Start-Stopp-Automatik nach einer Weile wieder an, weil die Klimaanlage so viel Leistung abverlangt. Nur die (wenigen) E-Autos dazwischen warten still und leise – und vor allem ohne lokale Schadstoffemission –, bis der Weg wieder frei wird. Und nun haben wir es auch schwarz auf weiß, einen weiteren Kilometerstein auf dem Weg zur Erkenntnis, dass Elektromobilität die überlegene Technologie ist: Klimaanlagen in E-Autos kühlen effizienter als in Verbrennern. Ein Grund mehr, sich vor dem nächsten Autokauf auch mal bei den Batteriefahrzeugen umzuschauen.