E-Roller: Piaggio und Honda
Zwei Retro-Roller im Check

E-Roller sorgen für flotte Mobilität. Wir haben zwei Retro-Modelle von Piaggio und Honda verglichen. Die Ergebnisse!
- Joachim Staat
Das Auge sagt: Vespa! Das Ohr fragt: Stummfilm? Da gibt's kein Zweitakt-Räng-Däng, kein Viertakt-Mööp. Nur das kleine Kennzeichen und die blauen Streifen verraten die Elettrica. Eine Vespa unter Strom, das klingt wie "Ein Herz und eine Krone" – jetzt aber als die Hochzeit der Krone von damals mit dem Herzen von heute. E-Roller gibt's schon reichlich, Vespa hat sich lange Zeit gelassen. Um alles besser zu machen? Schlüssel rein, ein Fahrprogramm wählen, rechts ist "Gas". Äh, Strom. So weit, so Vespa. Der Roller legt los, auf den ersten Metern wie ein guter 125er. Typischer E-Antrieb halt, aber da fehlt doch was? Dass die Wespe nur "sst" macht, das Geräusch aller Elektrischen, verstört doch sehr. Als würde Audrey Hepburn in Gebärdensprache übersetzt. Die Elettrica hat keine Stimme! Und keinen Puls. Bis Tempo 30 geht es voran, dann immer zäher. Mit Hängen und Würgen sind Tacho 48 drin, mehr darf sie eh nicht. Aber ein 3,5 kW starker Motor und 200 Nm versprechen ein flotteres Anziehen als diese Schleichfahrt, die nicht ohne Risiko ist, weil man dauernd links überholt wird. Zudem schmilzt die Reichweite, angezeigt auf dem Kombidisplay, ruck, zuck von 82 Kilometer herunter. Nach 20 Kilometern waren es noch 50, und "Eco" willst du nicht fahren, dann schneckelt die Vespa mit höchstens 32 km/h. Dafür 6390 Euro ausgeben, 2800 mehr als für den schon teuren 50er-Benziner? Das macht nur eine tiefgrüne Umwelt-Prinzessin.
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Da möchte man sofort das Putzzeug rausholen: Blech, Chrom und ein stilvolles Rücklicht lassen die Honda wie ein Schmuckstück glänzen.
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