E-SUV: Volvo erweitert Elektroflotte
Der neue Volvo EX60 steht in den Startlöchern

Der schwedische Autobauer Volvo erweitert sein Portfolio an elektrischen SUV um ein weiteres Modell und stellt den EX60 in Aussicht. Der soll mit einigen wichtigen Neuerungen punkten.
Bild: Volvo
- Manuel Bauer
Obwohl es an elektrischen SUV kaum mangelt und der europäische E-Auto-Markt vor allem günstige Kleinwagen braucht, setzt Hersteller Volvo auch künftig auf überdimensionierte Stromer. Die Schweden haben dem britischen Online-Magazin Auto Express Zugang zu ihrem Stammwerk in Göteborg gewährt und in diesem Zuge das E-SUV EX60 angekündigt. Das soll bereits 2025 vom Band rollen und dann das aktuelle Mittelklassemodell XC60 ersetzen. Der EX60 nimmt damit den Platz zwischen dem kleineren EX40 und dem Premium-Flaggschiff EX90 ein.
Laut Bericht übernimmt der Stromer die Plattform des EX90 und unterstützt Akkus mit einer Kapazität von bis zu 100 Kilowattstunden. Die sollen ihm eine Reichweite von bis zu 640 Kilometern bescheren. Einem Volvo-Sprecher zufolge sind auch eine Reihe von Neuerungen geplant, die der Konzern als Evolution der hauseigenen E-Auto-Plattform bezeichnet. Ins Detail ging der Hersteller dabei bislang aber nicht. In Sachen Design soll sich der EX60 sowohl beim Einstiegsmodell EX30 als auch beim EX90 bedienen.
Neuer Ansatz beim Akku-Einbau
Das bedeutet laut Bericht unter anderem, dass der Wagen die markanten Scheinwerfer, die bündigen Türgriffe sowie die Fahrzeugnase ohne Kühlergrill der beiden Fahrzeuge übernimmt. Auch die aerodynamischen Leichtmetallräder sind wohl mit an Bord. In einem Punkt soll sich der EX60 hingegen grundlegend von all seinen Geschwistern unterscheiden. Demnach verbaut Volvo beim neuen Stromer erstmals ein sogenanntes strukturelles Akkupack, wie es etwa bei Tesla und BYD zum Einsatz kommt. Das ist zum Zweck höherer Energiedichte und besseren Fahrverhaltens fester in den Unterboden des Wagens integriert als bei den anderen Modellen.
Möglich macht das ein neuer hinterer Unterboden, den Volvo im Megacasting-Verfahren aus nur einem einzigen Aluminium-Stück gießt – anstatt ihn wie bisher aus mehreren Teilen zusammenzusetzen. Dieser Ansatz spart laut Volvo zwischen 15 und 20 Prozent an Gewicht ein und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer und die Sicherheit des Bauteils. Zudem beschleunigt er die Produktion. Der Druckguss des Megacasting-Unterbodens dauert laut Volvo nur zwei Minuten, während die Herstellung eines mehrteiligen Unterbodens bis zu einer Stunde benötigt. Weitere Details zum EX60 bleibt Volvo vorerst schuldig.
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