Eisrennen

Eisrennen: Grosjean siegt

Panis in Schlägerei verwickelt

Mit der Andros-Trophy gibt es in Frankreich eine populäre Eismeisterschaft. Am Wochenende lieferte sich Ex-Formel-1-Pilot Olivier Panis eine wilde Schlägerei.
Während Formel-1-Pilot Romain Grosjean seinen Sieg beim Gaststart bei der Andros-Trophy in Frankreich feierte, lieferte sich Ex-Formel-1-Pilot Olivier Panis eine wilde Schlägerei mit dem kürzlich aus der DTM geschassten Adrien Tambay. Die beiden berührten sich in der finalen Phase des Rennens im Kampf um Rang drei mehrmals, Tambay schickte Panis am Ende in die Begrenzung aus Eis und Schnee. Das wollte der 50-Jährige, der das Rennen am Vortag noch gewann, nicht auf sich sitzen lassen und ging auf Tambay los. Die Rennleitung disqualifizierte beide.
Panis war 1996 bei seinem Überraschungssieg in Monaco im Ligier-Mugen-Honda bei nur vier ins Ziel gekommenen Autos der letzte französische GP-Gewinner. Bis zu seinem schweren Unfall 1997 in Kanada, bei dem er sich beide Beine brach, war Panis sogar ein Favoritenschreck für die um die WM kämpfenden Michael Schumacher und Jacques Villeneuve. Danach kehrte Panis zwar wieder in die Formel 1 zurück, konnte aber an alte Erfolge nicht mehr anknüpfen.
Inzwischen betreibt er in der europäischen Le-Mans-Serie gemeinsam mit dem ehemaligen französischen Nationaltorwart Fabien Barthez einen eigenen Rennstall, für den Barthez auch selbst ans Steuer greift. Eingesetzt wird ein Ligier-Nissan-LMP2-Prototyp. Außerdem begleitet Panis die Karriere seines Sohnes Aurélien Panis, der inzwischen in der Formel-3.5-V8-Serie unterwegs ist.

Romain Grosjean gewann Lauf zwei am Wochenende

Panis ist einer von vielen bekannten Fahrern, die in der Andros-Trophy an den Start gehen. Für die Eisrennen bauen Renault, Mazda, Mini, Audi, BMW und Peugeot Silhouetten-Fahrzeuge mit Allrad-Antrieb, Spikes auf den Reifen und vor allem mit Allrad-Lenkung. Tambay erklärt gegenüber ABMS: „Das ist einzigartig auf der Welt. Es bedarf viel Feingefühl und einige Erfahrung, um damit schnell zu fahren.“ Die etwas mehr als 300 PS starken Fahrzeuge werden ausschließlich auf eisbedeckten Bahnen mit rund einem Kilometer länge bewegt.
Seit 1990 wird die Andros-Trophy ausgetragen. Zehn Mal wurde der Tourenwagen-Rekordsieger Yvan Muller Champion, drei Mal auch der viermalige Formel-1-Weltmeister Alain Prost, zuletzt 2011/2012. Nach drei von sieben Rennen führt Jean-Philippe Dayraut im BMW M2 die Meisterschaft an. Als nächstes wird am 6./7. Januar in Isola in den französischen Seealpen gefahren.
Bildergalerie: Trophées Andros

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-alliance

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