Elektroautos bei Privatkäufern immer beliebter
Privater Elektroauto-Neuwagenmarkt zieht gerade gewaltig an

Bisher waren Elektroautos überwiegend ein Dienstwagen-Thema. Nun stieg die Nachfrage im April massiv an – vor allem auf dem Privatmarkt. Das Frühlings-Plus erinnert an einen ähnlichen Wachstumsschub vor zwei Jahren.
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Frühlingszeit ist Autokauf-Zeit, auch in Krisenzeiten. 2026 ist jedoch eines anders: Das Interesse privater Autokäufer an Elektroautos wächst so stark wie noch nie.
Im April stieg der Anteil der Elektroauto-Privatkäufer um 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, hat der Marktbeobachter Dataforce ermittelt. Insgesamt legte der Anteil der Privatzulassungen lediglich um acht Prozent zu.
Damit liegen Privatkäufer noch vor Flottenkäufern an erster Stelle: Von knapp 65.000 neu zugelassenen Elektroautos in Deutschland sind fast ein Drittel (32,7 Prozent) Privatwagen, das macht ein Plus von über acht Prozent.
Privatanteil höher als Flottenzulassung
Das sind sogar noch etwas mehr als die 31,5 Prozent Flotten-Anteil, also Leasingfirmen und Fuhrparks. Der Rest entfällt auf Mietwagen sowie Eigenzulassungen (Hersteller und Händler). Damit ist der Anteil privater Zulassungen so hoch wie zuletzt 2023.
Das ist kein Zufall: Ende 2023 lief die damalige Elektroauto-Förderung, Innovationsprämie genannt, aus. Danach brachen die Elektroauto-Verkaufszahlen ein. Auch dieses Mal dürfte der Anstieg bei den E-Auto-Zulassungen auf die neue Kaufförderung des Staates zurückzuführen sein.
Förderung spricht sich offenbar herum
Zwar ist es erst seit wenigen Tagen möglich, die Förderung zu beantragen. Doch die Bundesregierung hat den bis zu 6000 Euro hohen Bonus rückdatiert: Jede Neuzulassung seit 1. Januar 2026 ist im Prinzip förderfähig. Und das spricht sich offenbar zunehmend herum. Für viele Privatkunden gibt die Förderung offenbar den Ausschlag.
Im April 2026 stieg der Anteil der Elektroautos unter allen Neuzulassungen in Deutschland auf mehr als ein Viertel (26 Prozent). Plug-in-Hybride kamen auf elf Prozent. Die Gruppe der Verbrenner lag bei 57 Prozent, davon machten Diesel noch 18 Prozent aus.
Deutlich stärker als der Privatmarkt wuchs übrigens der Anteil der Eigenzulassungen: Über 18 Prozent stieg die Zahl der Neuwagen, die von Herstellern und Händlern in Verkehr gebracht wurden, gegenüber dem Vorjahr. Sie werden überwiegend als junge Gebrauchte in den Verkauf kommen – potenzielle Schnäppchen für Autokäufer, die den Wertverlust beim Neuwagenkauf vermeiden wollen.
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