Pro Diesel

  • Größere Reichweite als beim E-Auto
  • Haltbare, robuste Motortechnik
  • Fährt mit HVO umweltschonend

Kontra Diesel

  • Gesundheitsschädliche Abgase
  • Steigende Betriebskosten, sinkender Restwert
  • Mögliches Auslaufmodell
In Deutschland sinkt der Anteil neuer Diesel immer weiter – zuletzt lag er unter 14 Prozent der Neuzulassungen (April 2026). Das ist ein Rekordtief! Die Autokäufer orientieren sich um, wenden sich verstärkt Hybriden oder Elektroautos zu. Das passiert auch auf europäischer Bühne, von wo das Verbrenner-Aus früher oder später kommen dürfte.
Vor der Frage nach dem Antrieb steht jeder, der sich einen Neu- oder Gebrauchtwagen anschaffen möchte: Benziner oder Diesel, Plug-in-Hybrid oder Elektro? Gas oder Wasserstoff mit Brennstoffzelle. Neben Aspekten wie Reichweite, Kraftstoffverfügbarkeit und Umweltbilanz rücken für Autofahrer zunehmend auch die Kosten in den Fokus. Hier ein aktuelles Rechenbeispiel anhand der Energiekosten der vergleichbaren Volkswagen-Modelle VW ID.3 und VW Golf:

Kostenvergleich E-Auto, Benziner, Hybrid und Diesel

Kostenvergleich E-Auto, Benziner, Hybrid und Diesel
VW ID.3 Pro
17,3 kWh Strom
5,67 Euro
VW Golf 1.5 TSI
6,5 l Benzin
12,74 Euro
7,07 Euro
VW Golf 1.5 eTSI Mildhybrid
5,8 l Benzin
11,37 Euro
5,70 Euro
VW Golf GTD Variant
5,7 l Diesel
11,23 Euro
5,56 Euro
Die Wahl der Antriebsart hat eine längerfristige Tragweite. Denn neue Diesel, die jetzt auf die Straße kommen, dürften auch 2035 noch unterwegs sein. Nur: Sieht man im Diesel dann alt aus? Wie stark klettern die Kraftstoffkosten für Diesel oder HVO? Beides aus heutiger Sicht schwer zu sagen.

Pro und Kontra Diesel – in aller Kürze

Dieselfahrzeuge kosten mehr, weil sie teurer zu produzieren sind. Bislang lohnten sie sich vor allem für Käufer mit hohen Jahresfahrleistungen. Zuletzt ergibt sich eine Ersparnis nur noch durch den leicht geringeren Verbrauch. Aktuell ist Diesel aufgrund der angespannten Lage durch den Irankrieg sogar teurer als Benzin. Aber: Je weiter man im Jahr fährt, desto günstiger wirken sich die geringeren Energiekosten beim E-Auto aus. So laufen die E-Autos einiger Vielfahrer mittlerweile dem Diesel den Rang ab.
Für den Diesel spricht dagegen seine robuste, wartungsarme und zuverlässige Technik. Fast jede Werkstatt kann jeden Diesel reparieren – je älter, desto besser. Für die Reparatur von Elektroautos müssen Mechaniker extra befähigt werden. Zudem: Diesel-Pkw lassen sich durch HVO fast klimaneutral betanken.
Das Verbrennen von fossilem Diesel belastet aber die Umwelt stärker, nicht nur durch CO2, sondern auch durch Ruß. Und ein technischer Defekt kann das Leben angejahrter Diesel jäh beenden, wenn der Turbolader den Dienst versagt. Eine Reparatur lohnt sich meist nicht mehr.
Ford Focus 1.5 EcoBlue Start-Stopp-System Aut. COOL&CONNECT
10.000
Ford Focus 1.5 EcoBlue Start-Stopp-System Aut. COOL&CONNECT
156.000 km
88 KW (120 PS)
02/2019
Zum Angebot
Diesel, 3,9 l/100km (komb.)*
Mazda CX-5 2.2 SKYACTIV-D AWD Aut. Sports-Line
10.000
Mazda CX-5 2.2 SKYACTIV-D AWD Aut. Sports-Line
172.000 km
129 KW (175 PS)
07/2014
Zum Angebot
Diesel, 5,5 l/100km (komb.)*
Mercedes-Benz C 200 CDI DPF Automatik BlueEFFICIENCY Avantgarde
10.000
Mercedes-Benz C 200 CDI DPF Automatik BlueEFFICIENCY Avantgarde
196.000 km
100 KW (136 PS)
01/2011
Zum Angebot
Diesel, 5,5 l/100km (komb.)*
Mercedes-Benz Sprinter 311 CDI Sprinter 311 CDI 903.661
10.000
Mercedes-Benz Sprinter 311 CDI Sprinter 311 CDI 903.661
400.000 km
80 KW (109 PS)
03/2004
Zum Angebot
VW T3 Transporter 251 041
10.000
VW T3 Transporter 251 041
179.000 km
37 KW (50 PS)
10/1983
Zum Angebot
Fiat Ducato 244 2.8 JTD
10.000
Fiat Ducato 244 2.8 JTD
244.181 km
94 KW (128 PS)
09/2003
Zum Angebot
Diesel, 9,5 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 246 g/km*
BMW 520 520d Aut. Edition Sport
10.000
BMW 520 520d Aut. Edition Sport
275.100 km
130 KW (177 PS)
06/2009
Zum Angebot
Diesel, 5,6 l/100km (komb.)*
Audi A3 1.6 tdi Ambiente
10.000
Audi A3 1.6 tdi Ambiente
215.000 km
77 KW (105 PS)
02/2014
Zum Angebot
Diesel, 3,8 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 99 g/km*
VW Touran 2.0 TDI SCR (BlueMotion Technology) DSG Comfortlin
10.000
VW Touran 2.0 TDI SCR (BlueMotion Technology) DSG Comfortlin
255.000 km
110 KW (150 PS)
03/2016
Zum Angebot
Diesel, 6 l/100km (komb.)*
VW Tiguan 2.0 TDI DPF BlueMotion Technology Sport & Style
10.000
VW Tiguan 2.0 TDI DPF BlueMotion Technology Sport & Style
207.374 km
103 KW (140 PS)
12/2011
Zum Angebot
Diesel, 5,3 l/100km (komb.), CO2 Ausstoß 138 g/km*
Alle Gebrauchtwagen anzeigen

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Rechtliche Anmerkungen
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Die CO₂-Bilanz von Verbrennern und das Dieselprivileg

Verglichen mit dem E-Auto oder mit Hybridautos haben Diesel wie Benziner das Nachsehen, zeigen neue Studien zur CO₂-Bilanz von Verbrennern. Der große Nachteil des Dieselmotors: Je länger man ihn fährt, desto größer der CO₂-Abdruck. Und über dem Diesel schwebt das mögliche Verschwinden des sogenannten Dieselprivilegs, der den Selbstzünderkraftstoff künstlich vergünstigt. Nächster möglicher Sargnagel für den Diesel: der steigende CO₂-Preis, der jedes Jahr weiter klettern dürfte.

Spritpreis Tagespreisentwicklung

In Kooperation mit
Benzinpreis E10
+04
Dieselpreis
+03

Durchschnittspreise in den 100 größten Städten Deutschlands. Diese Daten sind ohne Gewähr.

AKTUELLE PREISE

Hat der Diesel eine Zukunft?

Nach einer ADAC-Analyse wird die Anzahl von Dieselmodellen am Markt immer kleiner: So gibt es aktuell keine neuen Kleinwagen mehr mit Diesel, vor zehn Jahren waren es noch 47. Den beliebten VW T-Roc kann man schon nicht mehr als Diesel ordern, den Golf 8 gibt es nur noch mit einem Dieselantrieb, der beliebte GTD ist 2024 entfallen. Beim 3er-BMW schrumpfte die Dieselvielfalt auf drei Motorvarianten.

Wie viele neue Diesel werden zugelassen?

Im einstigen Diesel-Land Deutschland geht der Absatz schrittweise zurück, seit 15 Jahren sinken die Zulassungszahlen. Mittlerweile haben nur 14 Prozent aller neuen Autos in Deutschland einen Dieselmotor an Bord, 2010 waren es noch 46 Prozent! Der Anteil schrumpft von Jahr zu Jahr, noch 2024 lag der Anteil bei gut 17 Prozent der Neuwagen. Den aktuellen Löwenanteil der Verbrenner stellen mittlerweile die Hybriden (mit und ohne Stecker) mit 40 Prozent, der Anteil an neuen Benzinern sinkt auf unter 23 Prozent der bislang 2026 neu zugelassenen Autos.

Doppelt so viele neue Elektroautos

Derzeit steigt der Anteil elektrifizierter Autos von Monat zu Monat, der Anteil der Elektroautos (BEVs) bei den Neuzulassungen liegt zwischen Januar und April 2026 im Schnitt bei 19 Prozent, der der Plug-in-Hybride bei elf Prozent. Zusammen sind es doppelt so viele wie neu zugelassene Diesel. Wenn immer weniger Leute Diesel fahren, wann wird der Diesel zum Auslaufmodell? Immerhin: Die Zahl der Diesel auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist stabil. Wer sich einen gebrauchten Diesel kaufen will, kann auf ein gutes Angebot hoffen.

Welche Klimavorteile sprechen für den Diesel?

Man kann dank HVO einen Diesel weitgehend fossilfrei fahren, denn der Kraftstoff wird – als erneuerbare Alternative zum fossilen Diesel – aus Pflanzen und Fischresten hergestellt. Damit stößt man kaum fossiles Klimagas aus, und der Rußanteil sinkt auch. Nur: Der Kraftstoff kostet meist zehn Cent mehr als fossiler Diesel, aktuell im Raum Berlin rund 2,01 Euro/Liter.

Was für und was gegen den Kauf eines Diesels spricht

Welcher Antrieb soll es sein? Hier eine Entscheidungshilfe beim Autokauf:

Was für den Diesel spricht, was dagegen

Wie kam der Abschwung beim Diesel zustande?

Mit dem VW-Abgasskandal kam 2015 der Abstieg des Diesels vom Lieblings-Antrieb der Deutschen zum Auslaufmodell. Noch 2010 waren knapp die Hälfte aller neuer Autos in Deutschland Diesel, aktuell sind es unter 14 Prozent, der Anteil an der Pkw-Gesamtflotte liegt bei 27 Prozent. Das positive Image des Dieselantriebs ist dahin. Angesichts des Klimawandels könnten nun alle Verbrenner auslaufen: Die EU will den CO₂-Ausstoß von Autos generell kappen.

Gibt es neue Hoffnung für Diesel durch HVO und effizientere Motoren?

Ja und nein. Einerseits verringert der alternative Kraftstoff HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) den CO₂-Ausstoß von Dieselmotoren um rund 90 Prozent. Nur: Preis und Verfügbarkeit sprechen gegen deren weite Verbreitung. Dazu kommt der Preis: Mit einem Aufschlag von 10 Cent pro Liter kann man zurzeit rechnen.

Wie fördert der Staat umweltfreundliche Autos?

Die Prämie zum Kauf von E-Autos kommt 2026 zurück, das dürfte den Verkauf der Elektrowagen ankurbeln. Viele Hersteller gewähren auch eigenen E-Auto-Rabatt. Zudem gibt's für E-Auto-Besitzer in 2026 eine THG-Prämie von rund 230 Euro – pro Jahr. Und es gibt Vorteile für Elektroautos wie die Kfz-Steuerbefreiung bis 2035 sowie Vorteile für Autos mit E-Kennzeichen.

Welche Vor- und Nachteile gibt es bei der Steuer?

Vorteil: Auf Diesel entfällt beim Tanken aufgrund des Dieselprivilegs eine geringere Steuer. Bei Superbenzin macht die Energie- bzw. Mineralölsteuer 65,5 Cent pro Liter aus, bei Diesel sind es 47 Cent, ein Bonus von gut 18 Cent. In Herbst und Winter notiert Diesel allerdings kaum unter dem Preis von Benzin E10.

Nachteil: Allerdings werden Diesel mit einer höheren Kfz-Steuer belegt. Nur Vielfahrer holen die Differenz wieder rein. Die Steuer basiert auf Hubraum und CO₂-Ausstoß, die CO₂-Abgabe auf Kraftstoff treibt die Kosten zunehmend hoch. Wie hoch fällt die Steuer aus? Das können Sie hier in drei Schritten errechnen! Die Mehrwertsteuer liegt für Diesel wie Benzin bei 19 Prozent.

Was ist mit dem Dieselprivileg?

Das Dieselprivileg wurde in den Neunzigerjahren zur Unterstützung des Straßengüterverkehrs eingeführt. Es begünstigt Dieselkraftstoff steuerlich um gut 18 Cent pro Liter gegenüber Benzin. Das kostet den Staat jährlich mehrere Milliarden Euro. Immerhin ist ein Ende der Subvention nicht in Sicht, aktuell gibt es sogar wieder einen Tankrabatt – der allerdings zum Teil bei den Ölkonzernen landet.

Wie groß ist der Verbrauchsvorteil vom Diesel gegenüber dem Benziner?

Diesel verbrauchen etwa 15 bis 20 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare Benziner. Das liegt neben der höheren Effizienz des Motors (43 Prozent gegenüber rund 20 Prozent) auch an der größeren Energiedichte von Diesel. Allerdings kompensiert das meist höhere Gewicht von den so beliebten Diesel-SUV den Verbrauchsvorteil des Dieselmotors. Auch ist die Herstellung von Dieselmotoren aufwendiger. Und mit der Effizienz von E-Autos kommt kein reiner Verbrenner mit.

Bedroht die Euronorm 7 den Diesel?

Die kommende Abgasnorm Euro 7 sieht für Pkw keine verschärften Grenzwerte vor. Damit droht nach letztem Stand keine Gefahr beim Kauf eines gebrauchten Diesel. Durch die Bestandssicherung dürfte man bereits zugelassene Diesel auch nach dem Verbrenner-Aus aller Voraussicht nach weiterfahren. Das gilt für Diesel aller Euro-Normen: Euro 5, 6b, 6c, 6d-TEMP, 6d und die aktuelle Norm 6e. Wenn Sie mehr wissen wollen: Welche Abgasnorm hat mein Auto?

Machen Dieselabgase krank?

Diesel ist als Kraftstoff energiereicher als Benzin. Zudem liegt der Wirkungsgrad des Dieselmotors um 15 Prozent über Benzinern. Weil weniger Kraftstoff bei gleicher Leistung verbrannt wird, verbrauchen Dieselmodelle weniger und stoßen auch weniger CO₂ aus.
Allerdings ist der CO₂-Gehalt pro verbranntem Liter Diesel höher als bei Benzin (2,6 kg zu 2,3 kg), ein eher schlechter Wert. Auch vermiesen die beim Verbrennen von Diesel entstehenden Schadstoffe sein Image: etwa die gesundheitsschädlichen Stickoxide (NOx, Sammelbezeichnung für Stickstoffmonoxid NO und Stickstoffdioxid NO2). Sie können die Schleimhäute angreifen und zu Husten, Atembeschwerden und Augenreizungen führen sowie Herz, Kreislauf und die Lungenfunktion beeinträchtigen. Nur wer das knappe und teure HVO tankt, mindert den Rußanteil im Abgas und tankt erneuerbaren Kraftstoff.

So hoch ist der Dieselanteil bei Neuwagen

Noch 2011 war Deutschland Diesel-Land: Fast jeder zweite neu zugelassene Pkw war ein Selbstzünder, 2017 lag der Anteil bei 38,8 Prozent. Während es 2024 noch über 17 Prozent waren, registrierte die Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 2025 einen Anteil von 14 Prozent Diesel-Pkw unter allen Neuzulassungen. Von Januar bis April 2026 sank der Anteil auf unter 14 Prozent, Tendenz weiter fallend.

So entwickeln sich die Preise von Diesel-Pkw

Diesel-Pkw sind in der Produktion aufwendiger als Benziner und daher teurer. Das holen Käufer nur über hohe Fahrleistungen wieder herein, vorausgesetzt der Diesel bleibt steuerbegünstigt. Der Anteil der Dieselfahrzeuge blieb zuletzt stabil. Das dürfte auch für die Gebrauchtwagenpreise gelten. Eine erhöhte CO₂-Abgabe und höhere Spritpreise dürften das Preisniveau drücken. Steigt die Nachfrage, je näher das Verbrenner-Verbot 2035 rückt? Das ist schwer zu sagen.

Diesel, Benziner oder Elektro – womit fährt man günstiger?

In der Regel fährt das E-Auto beim Kostenvergleich allen anderen Antrieben davon, zeigt der Blick auf die Energiekosten laut ministeriellem Kostenvergleich: Bei den Energiekosten auf 100 km ist Strom am günstigsten (5,00 Euro bei Kleinwagen bzw. 5,30 Euro in der Mittel/Oberklasse). Diesel kostet bei Kleinwagen 7,72 Euro und bei Mittel/Oberklassenwagen 8,37 Euro auf 100 km. Für Super E10 werden in der Klein- und Kompaktwagenklasse für Benzin schon 10,02 Euro fällig, für Oberklassefahrzeuge 13,19 Euro (Berechnung durch das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium auf Basis von Durchschnittskosten im 1. Quartal 2026).
Der ADAC berechnete zuletzt für einen Benziner-Diesel-Vergleich die Gesamtkosten von rund 900 Neuwagenmodellen. Das Ergebnis: Der individuelle Preis hängt vom gewünschten Modell, der jährlichen Fahrleistung, den Anschaffungs- und laufenden Kosten sowie dem Wertverlust ab. Wer seine Kaufentscheidung vor allem nach ökologischen Gesichtspunkten trifft, der sollte auf E-Antriebe (auch Hybride) oder Erdgaswagen setzen.

Wie lange bauen die Hersteller noch Diesel?

Die allermeisten Hersteller wenden sich nicht nur vom Diesel, sondern vom Verbrenner allgemein ab, wenn sie auch den letzten Schritt hinauszögern. Sie bieten immer weniger Modelle mit Dieselmotor an. Ein weiterer Faktor: Die Hersteller müssen sich an eine EU-Vorgabe halten, die den durchschnittlichen Flottenausstoß auf nur noch 95 g CO₂/km pro verkauftem Fahrzeug begrenzt. Also steigt der Druck, Autos mit geringem CO₂-Ausstoß anzubieten. Generell ist durch das Aus für neue Verbrenner ab 2035 der Abgesang auf den Diesel eingeleitet. Der Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer sagt sein Ende voraus. Dem entgegen stemmt sich Stellantis: Der Vielmarkenkonzern will sieben neue Modelle mit Diesel herausbringen.

Wie steht es um Fahrverbote?

Fahrverbote sind kaum mehr ein Thema, in Hamburg wurden sie schon abgeschafft. In Darmstadt gibt es ein Fahrverbot für Diesel bis Euro 5 und für Benziner mit Euro 1-2. In Stuttgart dürfen Euro-5-Diesel (und schlechter) nicht mehr in die Innenstadt, also die kleine Umweltzone, zu der der Stuttgarter Talkessel gehört wie auch die Stadtteile Bad Cannstatt, Zuffenhausen und Feuerbach.
In München gilt seit dem 1. Februar 2023 ein Fahrverbot für Diesel mit Euro 4/IV und schlechter. Weil die Luft seither deutlich besser wurde, ist die Stufe 2 für Euro-5-Diesel ausgesetzt. In Berlin galten Fahrverbote für Euro 5 und schlechter auf Straßenzügen in Neukölln und Moabit, sie wurden aber inzwischen schrittweise wieder aufgehoben.