"Reichweitenangst" könnte bald zum Unwort des Jahres werden. Denn die Furcht vieler Menschen, ihr Elektroauto könne auf halber Strecke mit leerem Akku liegen bleiben, lässt messbar nach. Das zeigt eine Studie des Autoversicherers HUK: Danach steigen inzwischen immer mehr Vielfahrer vom Verbrenneraufs E-Auto um.

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Im zweiten Quartal 2025 wählten rund 5,5 Prozent der HUK-Versicherungsnehmer, die vom Verbrenner auf ein neues Fahrzeug wechselten, eines mit Elektroantrieb. Darunter versteht die HUK reine Elektroautos, also keine Hybridmodelle. Der Anteil der Vielfahrer war am größten: 6,1 Prozent derjenigen Autofahrer mit einer jährlichen Fahrleistung von über 12.000 km wechselte zum E-Auto. Bei Wenigfahrern (unter 6000 km Jahresfahrleistung) waren es dagegen nur 4,2 Prozent.

Die meisten bleiben beim Elektroauto

Offenbar haben Vielfahrer also weniger Ressentiments gegenüber Batteriefahrzeugen als noch vor kurzer Zeit. Lang wurde von Autofahrern die Reichweite als entscheidender Grund, kein Elektroauto zu kaufen. Ein weiterer Aspekt untermauert diese Annahme: Offenbar bereuen nur wenige dieser "Heavy User" ihre Entscheidung. Laut HUK wechselten 80 Prozent der Kunden mit über 12.000 km Jahresfahrleistung, die bereits ein E-Auto fuhren, erneut zu einem solchen Fahrzeug.
"Ihre Erfahrungen auf längeren Strecken mit Reichweite und Lademöglichkeiten sind also offenbar nicht so schlecht", so HUK-Vorstand Jörg Rheinländer gegenüber AUTO BILD. Auch absolut wächst die Zahl der Umsteiger vom Verbrenner aufs Elektroauto: Im zweiten Quartal 2025 wechselten rund 30 Prozent mehr als im Vierteljahr davor. Mit 5,5 Prozent ist der Anteil so hoch wie seit Ende 2023, als die staatliche Umweltprämie für neue E-Autos noch gewährt wurde. Tatsächlich ziehen die Anschaffungen von E-Autos bei denen an, die vergleichsweise viel fahren.

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    Mehrheit der Vielfahrer mag E-Autos

    Parallel zur Datenbankauswertung hat die HUK über eine repräsentative Umfrage ein Stimmungsbild unter Autofahrern eingeholt. Auch hier zeigt sich, dass Vielfahrer sich mit dem E-Auto zunehmend anfreunden können. Wer mehr als 20.000 Kilometer im Jahr unterwegs ist, bewertet E-Autos aktuell zu 54 Prozent positiv ("sehr gut" oder "gut").
    Als die HUK diese Frage schon einmal Anfang 2024 stellen ließ, waren es mit 29 Prozent fast die Hälfte weniger. An den zusätzlichen Online-Umfragen nehmen alle drei Monate jeweils rund 4000 Personen teil (Panel YouGov Deutschland).
    Die Nutzerzahlen hat die HUK ihrer Kundendatenbank entnommen – mit 14 Millionen versicherten Fahrzeugen in Deutschland ist sie mit Abstand größter Kfz-Versicherer, dessen Zahlenmaterial annähernd repräsentativ sein sollte. Sie hat nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 25 Prozent.
    Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: Im zweiten Quartal 2025 sind mehr Menschen aufs Elektroauto umgestiegen als zu Zeiten der Förderprämie! Und darunter ist die Mehrzahl Vielfahrer. Die Praxistauglichkeit des alternativen Antriebs spricht sich also von ganz allein herum. Mit anderen Worten: Für E-Mobilität benötigen wir weder Verbrennerverbot noch Kaufprämie. Die Vernunft setzt sich eben durch. Es braucht nur ein Weilchen.