Elia Mégane R.S.: Test, Motor, Preis
Elia macht den Mégane heiß

Ohne den Trophy(-R)-Zusatz fehlt dem Renault Mégane R.S. ein wenig der Schneid. Kann Tuner Elia noch fehlendes Temperament herauskitzeln?
- Guido Komp
Nein, so richtig überspringen wollte der Funke bei der ersten Begegnung mit dem neuen Renault Mégane R.S. nicht: Dem 280 PS starken 1,8-Liter fehlte es zur Spitze an Feuer, die Querdynamik war okay, aber bei Weitem nicht so engagiert, wie man es in Anbetracht der neuen Allradlenkung erwartet hätte. Gegen Honda Civic Type R, Peugeot 308 GTi und Seat Leon Cupra 300 zog der Franzose den Kürzeren. Erst die 300 PS starke Trophy-Version mit Cup-Fahrwerk und Semislicks kämpfte sich am Sachsenring in die Hitliste der schnellsten Fronttriebler zurück. Der extreme Trophy R sackte sogar die Nordschleifen-Krone ein. Dass ein Basis-R.S. reichlich Potenzial bietet, steht also außer Frage.
Die optischen Retuschen bleiben bis auf die 20-Zöller dezent

Den ohnehin schon bulligen Auftritt rundet Elia unter anderem mit einem verlängerten Heckdiffusor ab.
Beim Komfort überrascht das Gewindefahrwerk des Elia-R.S.

Erstaunlich: Trotz der großen Reifen federt der getunte Mégane immer noch einigermaßen kommod.
Für regelmäßige Track Days empfiehlt sich die Trophy-Variante

Reicht völlig: Sportliche Gangart auf der Landstraße macht mit dem Elia im Race-Modus richtig viel Spaß.
Das Fazit von Guido Komp: "Getunte Basis oder lieber gleich den teureren Trophy? Keine Frage: Wer häufiger auf Rennstrecken unterwegs sein will und mehr Leistung wünscht, sollte lieber gleich in den Werksrenner investieren. Wer schon einen R.S. besitzt und Optik und Leistung mit überschaubarem Aufwand aufwerten möchte, der findet bei Elia ein fair kalkuliertes und alltagstaugliches Tuningprogramm." AUTO BILD-SPORTSCARS-Testnote: 2-
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