Nach dem Abgas-Skandal plagen Volkswagen nun Probleme mit einer für das Aufladen der Autobatterie zuständigen, Kraftstoff sparenden Software. Ein VW-Sprecher bestätigte am Donnerstag (26. November 2015) entsprechende Informationen der "Welt"". Betroffen seien alle neueren Modelle mit Verbrennungsmotoren, die im Konzern ab der 22. Kalenderwoche gebaut wurden. Unter bestimmten Umständen funktioniert dabei die sogenannte Rekuperation nicht. Demnach wird die beim Rollen gewonnene Energie nicht in vollem Umfang genutzt, um die Batterie zu laden. Das könnte Auswirkungen auf Verbrauch und CO2-Ausstoß haben.
VWs Problem: Alles Wichtige zum Abgasskandal

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Keine vorsätzliche Manipulation

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"VW überlebt Skandal nur mit Neuanfang"

Volkswagen sagte gegenüber der "Welt", dass derzeit über einen Rückruf nachgedacht werde. Als wahrscheinlicher gilt aber, das Problem im Rahmen der nächsten Inspektion zu beheben. "Das Thema ist nicht kundenrelevant", sagte ein Sprecher. Erst in sechs bis sieben Jahren, wenn die Batterie der Neuwagen schwächeln sollte und bei eingeschalteter Zündung extern per Ladekabel aufgeladen werden muss, würde sich das Problem durch den Software-Fehler zeigen.
Die Schwierigkeiten mit der Rekuperationssoftware kommen für den Konzern zum schlechtest möglichen Zeitpunkt. Trotzdem handelt es sich nicht um eine vorsätzliche Manipulation wie beim Abgasskandal, sondern um ein technisches Problem. Das könnte, so die "Welt", im stetig wachsenden Druck auf die Ingenieure und im immer größer werdenden Spagat zwischen Kosten, Obergrenzen für Schadtstoffe und dem vorhandenen Platz im Motorraum begründet sein.