Sommerhitze kann Bordelektronik lahmlegen

Extreme Sommerhitze: Tipps fürs Auto

Elf Tipps gegen die Hitze

Die jüngste Hitzewelle hat Deutschland ins Schwitzen gebracht, die nächste kommt bestimmt. So können Autofahrer sich und ihr Fahrzeug schützen!
Die momentane Hitzewelle macht vielen zu schaffen. Wer jetzt im Auto unterwegs ist, muss doppelt aufpassen: Denn mit zunehmender Temperatur im Innenraum sinkt die Konzentrationsfähigkeit und die Gefahr für Unfälle steigt. Untersuchungen haben ergeben, dass die Unfallzahlen in Ortschaften bei einer Außentemperatur von 37 Grad um rund ein Drittel ansteigen. Gleichzeitig ist die Hitze eine Belastung für Bordelektronik und Motor.

Im Auto: So schützt man sich vor der Hitze

Auto runterkühlen: Vor dem Start als erstes alle Türen und ggf. das Schiebedach öffnen, sodass die aufgeheizte Luft entweichen kann.
Vor Hitze schützen: Eine reflektierende Silberfolie für die Frontscheibe mindert das Aufheizen des Innenraums. Wird der Wagen mit dem Heck in Richtung Sonne geparkt, heizt sich das Cockpit weniger stark auf. Noch besser: Im Schatten parken. Denn die Hitze setzt nicht nur den Insassen zu, sondern auch der Bordelektronik. Wichtige Systeme wie Airbags, ABS, ESP oder die Motorsteuerung können im aufgeheizten Auto ausfallen.
Klimaanlage richtig regeln: Wer eine Klimaanlage hat, sollte sie bei Fahrtantritt auf höchste Leistung drehen. Das Ganze zunächst bei Umluft. Nach fünf Minuten dann wieder auf Frischluftzufuhr stellen – sonst steigt der CO2-Gehalt im Innenraum kritisch an. Achtung: Zu kühl ist ungesund, 20 bis 22 Grad sind okay. Experten empfehlen den Unterschied zur Außentemperatur nicht größer als sechs Grad einzustellen. Ansonsten drohen Kreislaufprobleme. Und: An regelmäßige Wartung denken!
Fenster auf: Wer keine Klimaanlage hat, dem bleibt nur das Öffnen der Fenster. Während der Fahrt sorgen geöffnete Fenster allerdings für Zugluft, was eine Erkältung oder einen steifen Nacken verursachen kann. Wer trotzdem nicht auf den Lufthauch verzichten will, kann die hinteren Fenster öffnen. Dadurch entweicht die heiße Luft aus dem Auto, es zieht aber nicht so sehr.
Zubehör zur Abkühlung: Wenn Gebläse und Klimaanlage nicht genug leisten, kann ein kleiner Ventilator für das Armaturenbrett Abhilfe schaffen. Auf den hinteren Plätzen können Sonnenschutze als Schattenspender angebracht werden. 
Viel trinken: Viel trinken ist auch bei langen Autoreisen besonders wichtig. An heißen Tagen sollten es am besten bis zu drei Liter Wasser, Saftschorle oder Tee sein. Achtung: Eiskalte Getränke sind kontraproduktiv. Da der Körper Energie für das Erwärmen investieren muss, ist verstärktes Schwitzen die Folge.
Richtig kleiden: Mit kurzen Hosen auf heißen Ledersitzenzu sitzen, kann schmerzhaft sein. Ausreichend lange, leichte Kleidung, etwa aus Baumwolle, schützt vor zu heißen Sitzflächen. Übrigens: Mit Flip-Flops zu fahren, ist nicht grundsätzlich verboten. Aber wenn das sommerliche Schuhwerk ursächlich zu einem Unfall führt, kann die Versicherung grobe Fahrlässigkeit unterstellen – und die Zahlung verweigern.
Motor kühlen: Regelmäßig das Kühlwasser checken und bei Bedarf nachfüllen – entweder selbst oder in einer Werkstatt. Vorsicht: Den Ausgleichsbehälter wegen des möglichen Überdrucks nicht im überhitzten Zustand öffnen – herausspritzendes Wasser kann Verbrühungen verursachen. Damit das Kühlwasser nicht anfängt zu kochen, hilft ein Trick: Nach dem Start die Heizung aufdrehen! Sie leitet Abwärme in den Innenraum des Fahrzeugs, was wie ein zweiter Kühler für den Motor wirkt. Einmal unterwegs, genügt in der Regel der Fahrtwind, um den Motor auf Betriebstemperatur zu halten.
Pausen einlegen: Hitze bedeutet Stress für den Körper. Deswegen sollten auf längeren Fahrten unbedingt ausgiebige Pausen eingelegt werden. Mit kleinen Spaziergängen oder Dehnübungen entspannt man Körper und Kopf.
Mittagshitze vermeiden: Wer es einrichten kann, verlegt seine Fahrt in die Morgen- oder Abendstunden.
Keine Kinder oder Tiere im Auto lassen: Schon bei Temperaturen von 28 Grad, herrschen im geparkten Auto schnell Temperaturen über 50 Grad. Kinder und Tiere sollten auf keinen Fall im Auto zurückgelassen werden – auch nicht mit leicht geöffnetem Fenster. Für sie wird es schon nach kurzer Zeit lebensgefährlich.
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