Im Kampf um die Oberklasse-Krone legt Audi vor: Im Spätsommer 2008 kommt der aufgefrischte A6 mit stärkeren und sparsameren Motoren, überarbeiteter Front und Corporate-Heck.
Stephan Bähnisch
Audi legt vor im C-Segment: Noch vor den beiden 2009 neu startenden Oberklasse-Klassikern BMW5er und Mercedes E-Klasse kommt im Spätsommer 2008 der neue Audi A6 zu den Händlern. Im Gegensatz zur Konkurrenz aus München und Stuttgart muss sich der Ingolstädter aber zunächst mit einem Facelift begnügen. Dank moderner Motoren soll der Verbrauch der gesamten Baureihe künftig um zwölf Prozent niedriger ausfallen. Die Preise sind von der zum 6. Oktober greifenden Preiserhöhung bei Audi (durchschnittlich 0,9 Prozent) abgekoppelt. Sie beginnen bei 34.200 Euro für den 2,0-Liter-Benzindirekteinspritzer mit 170 PS, das sind 200 Euro mehr als bisher. Als Avant kostet der A6 jeweils 2250 Euro mehr als die Limousine. Am Ende der Preisliste rangiert der 580 PS starke RS6 Avant mit 107.300 Euro.
Die neuen Rückleuchten zitieren das Heckdesign des Audi A4
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Optisch bleibt sich der A6 trotz einiger Modifikationen treu: Der Singleframe-Grill, die Stoßfänger, die Lufteinlässe und die Nebelscheinwerfer wurden neu gezeichnet. Wer die optionalen Xenon-Scheinwerfer ordert, bekommt LED-Tagfahrlicht mit jeweils sechs Leuchtdioden dazu. Das ebenfalls Aufpreispflichtige "adaptive light" integriert jetzt zusätzlich das Abbiegelicht. Am Heck sollen eine dezente Kante auf dem Gepäckraumdeckel, am Stoßfänger eine integrierte Chromleiste sowie ein breiter Diffusor und gerade Auspuffendrohre für mehr Pepp sorgen. Die zweiteiligen Rückleuchten mit LEDs sind neu gezeichnet und orientieren sich an den von Audi A5 und Audi A4 bekannten Linien, ohne sie eins zu eins zu kopieren. Dreizehn Außenfarben stehen zur Wahl, fünf davon sind neu.
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Innen soll eine bessere Geräuschdämmung den Komfort verbessern, auf Wunsch ist für den Fond eine Rücksitzbank mit zwei ausgeformten Einzelsitzen erhältlich. Das Kombiinstrument wurde ebenfalls überarbeitet und trägt jetzt eine Chromumrandung. Ein Farbdisplay gibt es nur in Verbindung mit dem Top-Navi MMI Navigation. Ebenfalls gegen Aufpreis liefert Audi das S line Sportpaket mit 18-Zoll-Rädern und Sportfahrwerk. Sechs Benziner und vier Diesel mit vier, sechs und acht Zylindern stehen zur Wahl, allesamt Direkteinspritzer, die ihre Kraft wie bisher per Handschaltung, der Wandlerautomatik Tiptronic oder dem DSG Multitronic auf die vorderen oder an alle vier Räder (quattro) übertragen. Bei den V6 hat Audi zwei neue Ausführungen des 2,8-Liter-FSI aufgelegt – eine Variante mit 190 PS und eine Version mit 220 PS. Sie sollen sich mit 8,2 bzw. 8,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer begnügen. Neu ist auch der 3,0-Liter-V6 und 290 PS Leistung. Er setzt auf Kompressoraufladung und erreicht satte 420 Nm Drehmoment. Der 3.0 TFSI, der mit der Tiptronic und dem quattro-Antrieb gekoppelt wird, beschleunigt die A6 Limousine in 5,9 Sekunden auf 100 und läuft (elektronisch begrenzt) maximal 250 km/h. Die Leistung der Diesel reicht künftig von 136 PS bis 240 PS, wobei die Basisversion ab Herbst 2008 als sparsames e-Modell an den Start geht. Als 2.0 TDIe soll der Einstiegs-Diesel mit 5,3 Litern auf 100 Kilometern auskommen.
Elektronische Helfer für nahezu jede Fahrsituation
Gegen Aufpreis rollt der Audi A6 mit der Luftfederung adaptive air Suspension vom Band. Überhaupt ist die Liste der elektronischen Helfer lang: Der Audi side assist Einzug warnt vor Fahrzeugen im toten Winkel, ein lane assist (Spurhalte-Assistent) lässt beim ungewollten Verlassen der Fahrspur das Lenkrad vibrieren, die Adaptive cruise control hält automatisch den Abstand zum Vordermann. Einparken soll mit dem Parking System samt Rückfahrkamera seinen Schrecken verlieren. Laut Audi wurde auch das MMI wurde nochmals verfeinert und bietet in der Topversion Navigation plus ein Laufwerk für Audio-, Video- und Navigation-DVDs sowie eine Festplatte mit 40 Gigabyte Speicherkapazität.
Facelift Audi A6 (Modelljahr 2009)
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Der neue Audi A6 ist (fast) ganz der Alte: Das Modelljahr 2008 ist an der Front nur nach zweimaligem Hinsehen zu erkennen. Deutlichstes Unterscheidungsmerkmal: die neuen LED-Tagfahrleuchten.
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Am Heck sollen eine dezente Kante auf dem Gepäckraumdeckel, eine integrierte Chromleiste am Stoßfänger sowie ein breiter Diffusor und gerade Auspuffendrohre für mehr Pepp sorgen. Komplett neu: die länglichen Rückleuchten.
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Der Singleframe-Grill, die Stoßfänger, die Lufteinlässe und die Nebelscheinwerfer wurden neu gezeichnet. Die Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht bei der optionalen Xenon plus-Technik sind als horizontales Band mit jeweils sechs Leuchtdioden ausgeführt.
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Die zweiteiligen Rückleuchten mit LEDs sind neu gezeichnet und orientieren sich an den von Audi A5 und Audi A4 bekannten Linien, ohne sie eins zu eins zu kopieren.
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Das Kombiinstrument wurde überarbeitet und erhält eine Chromumrandung. Farbdisplay gibt es nur in Verbindung mit dem Top-Navi MMI Navigation plus. Hier im Bild: das S-Line-Sportpaket.
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Die verbesserte Geräuschdämmung soll den Reisekomfort noch ein bisschen erhöhen, auf Wunsch ist für den Fond eine Rücksitzbank mit zwei ausgeformten Einzelsitzen erhältlich.
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Komplett neu ist der 3,0-Liter-V6 mit 290 PS Leistung und Kompressoraufladung. Er erreicht satte 420 Nm Drehmoment. Der 3.0 TFSI, der mit der Tiptronic und dem quattro-Antrieb gekoppelt wird, beschleunigt die A6 Limousine in 5,9 Sekunden auf 100 und läuft 250 km/h.
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Vorausschauend: Zusammen mit Xenon plus gibt es optional einen Lichtassistenten, der das Fernlicht selbsttätig an- und ausschaltet.
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LED-Lichterkette am Heck – diese Silhouette kennen wir bereits vom Audi A6 Avant. Jetzt gibt es sie optional auch für die Limousine.
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Such den Unterschied: Die Leiste mit dem LED-Tagfahrlicht kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Der Audi S6 trägt sie seit 2007 - aber weiter unten, in der Schürze.
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Abschlussprüfung: A4? A5? A6? Die neuen Rückleuchten bescheren dem A6 das bekannte "Corporate Heck". Wie einst beim Audi A4 (Facelift vorm Modellwechsel) deuten sie an, wie beim komplett neuen Modell dann die einteilige Lampenlösung aussehen wird.
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Noch ein Suchwettbewerb: So sieht das neue Heck des Audi A6 Avant aus. Rückleuchtenfanatiker werden den Unterschied bemerken: Die weißen Rückfahrleuchten rechts und links ...
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... haben in der Länge deutlich zugelegt, wie hier zu sehen ist. Ansonsten gibt es am Heck der A6-Kombi-Version ...
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... keine Unterschiede zum "Vorgänger" zu entdecken. Innen, unter der Haube und an ...
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... der Front greifen natürlich die gleichen Neuerungen wie bei der A6 Limousine.
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Der Audi S6 bleibt als Limousine und Kombi im Programm. Der 5,2-Liter-Zehnzylinder leistet weiterhin 435 PS. Die Sportlimousine profitiert von der Weiterentwicklung ...
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... des heckbetonten Allradantriebs. In 5,2 (Limousine) bzw. 5,3 Sekunden (Avant) geht es auf Tempo 100. Vmax: abgeregelte 250 km/h.
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Die Preise für den Audi S6 beginnen künftig bei 83.600 Euro für die Limousine. Käufer des S6 Avant sind mit mindestens 85.850 Euro dabei.
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Blick in den S6-Innenraum: kühle Sachlichkeit, gepaart mit edlen Materialien und mächtigem Sportgestühl.
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Wo wir gerade bei Sportsitzen sind: Die im Topmodell RS6 sind nach klassischen Rennwagen-Vorbild geformt. Wenn der 5.0-Liter-TFSI seine 580 Pferde loslässt, tut das auch bitter Not. Sonst gibt es in Kurven kein Halten mehr.
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Kommandobrücke: Von hier aus verwaltet der Fahrer den kapitalen Zehnzylinder. Preis: ab 105.550 Euro.
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RS6 - dieses Kürzel steht auch nach der Modellpflege für eine Rennmaschine im Familiendress.
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Die Front des RS6 unterscheidet sich von den "zivilen" A6 durch den unterschiedlichen Kühlergrill.
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Kommen wir zur nächsten A6-Variante: Der allroad profitiert im Interieur von den bereits angesprochenen Verfeinerungen. Unter der Haube arbeiten künftig die beiden leistungsgesteigerten V6-TDI und ...
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... der neue Benzin-Direkteinspritzer. Das T im Typschild des 3.0 TFSI steht ab sofort nicht mehr nur für Turbo, sondern für Aufladung generell. Zusätzlich wird der V6 von einem Kompressor beatmet.
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Unverändert: Die Beplankung ist das Markenzeichen des Audi A6 allroad. Luftfedern sind für den sanften Geländegänger Serie. Die Preise des nur als Sechs- und Achtzylinder lieferbaren allroad starten bei 50. 200 Euro (2.7 TDI).
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Holz gefällig? Der Edel-Waldwegbezwinger trägt innen auf Wunsch adäquate Maserung.
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Noch ein paar Ansichten mehr gewünscht? Hier weitere Werksbilder der überarbeiteten Audi-A6-Palette!